Papa&Lee-Lou                       LEE-LOU's SEITE                                       

Hier entsteht Lee-Lou's Seite. Es ist eine von vielen. Unter Stichworten, wie z.B. Kinderklau, Kindesraub, Rechte für Kinder, Eltern für Kinder,...u.s.w. findest Du jede Menge davon. Das liegt daran, daß es allein in Deutschland jedes Jahr ca. 170000 im Zuge von Trennungen o.ä. entrechtete und z. T. mittels brutalster Gehirnwäsche entfremdete Kinder gibt. Dazu kommen noch rund 40000 sog. "Inobhutnahmen", also Kinder denen kein Elternteil belassen, sondern ihr ganzes soziales Umfeld komplett weggenommen wurde. Und solange Kinder in Deutschland nach der aktuell überwiegend vorherrschenden Rechtsauslegung ( im Unterschied zum niedergeschriebenen Recht, in welchem die Kinderechte nach UNkrk unverbrüchlich verankert sind ) keine eigenen in einer Verfassung festgestellten Menschenrechte zuerkannt bekommen und die Rechte und Pflichten ihrer Eltern von einfachen Verwaltungssachbearbeitern und Richtern ohne spezielle Ausbildung, nach Lust und Laune entzogen oder an Andere vergeben werden können, wird das auch so bleiben und ( entsprechend verschärfte Regelungen sind in Vorbereitung [25.Januar 2009] ) noch viel schlimmer werden!
( Erklärung: die UN-Kinderrechte sind seit spätestens Juni 2010 auch von Deutschland vollständig anerkannt und im Grundgesetz auch als vorrangig zu beachtendes Bundesgesetz verankert. Lediglich Politik und Rechtsprechung, sowie davon beeinflusste Institutionen weigern sich eigenmächtig, sie in der Praxis umzusetzen )
[Update 28.01.2011: seit September 2009 gibt es ein neues "Familienrecht", das FamFG - und es wurde schlimmer.
Seitdem reicht ein vager und substanzloser Verdacht auch offiziell aus, um einem Kind einen Elternteil oder beide einfach wegzunehmen. Weitere Verschlimmerungen sind geplant und werden in nächster Zeit rücksichtslos umgesetzt werden ]                                                                                              

Vor Gericht haben Kinder in Deutschland ungefähr den "Rang" eines Haustieres, werden also bestenfalls als ethisches Eigentum der Mutter, oder, wenn deren Gesicht dem sich für zuständig erklärenden Amtsmitarbeiter oder Richter auch nicht passt, als Spielzeug und Handelsware der jeweiligen Behörde und der davon verwalteten und belieferten Drittleister, sog. "freier Träger" behandelt.
Die sog. "Humanressource Kind"!
                                                                                                                                                               
                                               Eines dieser Kinder ist meine Tochter Lee-Lou!                                                                      


Hinweis an alle, die Lee-Lou und mir unsere Verwandtschaft und unser gemeinsames Dasein nicht gönnen und uns als Papa & Lee-Lou vernichten wollen, resp. genau das längst getan haben ( nach mittlerweile 7Jahren [ Stand 2014 ]  Verschleppung und Gehirnwäsche ist das natürliche Eltern-Kind-Verhältnis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl irreparabel zerstört ): Sie können diese Seite möglw. schwärzen, Links zerstören oder umleiten, sie löschen, oder sogar ganz verbieten. Sie wird in kürzester Zeit wieder da sein. Sie können mich dafür ins Gefängnis stecken ( was Sie ja schon versucht haben und zweifelsohne immer noch planen ), oder mich zwangspsychiatrisieren, wie Sie es mit anderen liebevollen Eltern praktizieren.                                                                                                                                                                                                                            
                                         Lee-Lou's Seite bleibt, oder entsteht neu, versprochen!

[ dieser Hinweis ist von 2008. Jetzt haben wir 2014. Zwischendurch haben sich tatsächlich einige Versuche abgespielt, mich mittels Strafbefehlen und Begutachtungen auf "Schuld(un)fähigkeit" zu zermürben und/oder aus dem Weg zu räumen. Gerade jetzt, während ich diese Zeilen schreibe, bin ich irgendwo in Deutschland ohne offiziellen Wohnsitz unterwegs, um zu verhindern, daß ein weiterer Psychiatrisierungs- u./o. Kriminalisierungsversuch zum erwünschten Erfolg führt.
Aber davon berichte ich, sofern ich dazu komme, weiter unten an geeigneter Stelle.
Fakt ist: ich habe mich weiterhin für Kinder und ihr Recht auf ihr Zuhause und ihre Familie eingesetzt, nebenbei einigen Entelterungsprofiteuren ein wenig auf den Schlips getreten und mich wohl auch ziemlich verausgabt dabei. Lee-Lou's Seite lag dadurch lange brach und ich nutze diese Pause jetzt, um endlich wieder daran weiterarbeiten zu können. ]                                              


Du siehst also, es wird vermutlich nicht immer einfach sein, diese Seite beobachten zu wollen. Sie wird wohl immer mal verschwinden, aber Du wirst sie wiederfinden, wenn Du das willst.         

Sie wird Dir Geschichten erzählen. Nette, harmlose ( leider wohl nur sehr wenige ), unglaubliche ( davon schon mehr ) und leider auch grausame ( tja, das werden am Ende wohl die meisten sein ).

                                                                        Wahre Geschichten!
                                                                                                                                                                                                      
                                                Sie wird Daten, Fakten, Zahlen und Namen nennen.

                                                                          Versprochen!
 
                                  


Nachträgliches Vorwort ( eingefügt im März 2014 ):

Lieber Leser,
Dieses Projekt entstand nicht ganz freiwillig, eher im Gegenteil, es ist wahrscheinlich die einzige Kommunikationsmöglichkeit, die mir bleibt, um wenigstens einseitig und rein auf Verdacht vielleicht noch einmal mit Lee-Lou in Kontakt zu treten, bzw. es zumindest zu versuchen.
Ich habe am Anfang bewußt die Form einer naiv erzählten Geschichte gewählt, da es sich um eine solche handelte. Im Nachhinein ist mir natürlich klar, daß es mehr als naiv war, nicht das geringste Mißtrauen gegen Lee-Lou's Mutter zu hegen, obwohl ich sie derzeit schon etwa zwei Jahrzehnte kannte und v.dh. durchaus hätte wissen können, daß sie nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich schwerstgestört ist. Ein paar kritische Nachfragen bei ihren - mir bekannten- vorherigen Partnern und in deren Bekanntenkreis hätten vermutlich deutliche Hinweise ergeben.
Und da wir in jungen Jahren schon einmal eine kurze und heftige Affaire hatten, die auch abrupt und sehr heftig endete, wären ein paar Zweifel durchaus naheliegend gewesen. Hatte ich aber nicht!
So wurde aus der naiven Liebesgeschichte erst ein ziemliches Horrorszenario und dann der absolute Hardcore-Irrsinn.
Und zwar ganz real!
Es kommen, bis auf ein Beispiel zu den Charakteren der Justizangestellten ( genauer: das so nicht belegte Verhältnis zwischen Gerichtspräsident Gerfried Grosse Extermöring und Strafrichter Peters - beide Osnabrück - , die aber ansonsten auch reale Personen sind und sich auch genau so verhalten, daß die Spekulation dazu sehr wahrscheinlich und naheliegend ist, lediglich die genaue Konstellation und die Form der Kausalität ihres speziellen Arbeitsverhältnisses ist mir nicht bekannt ) keine Phantasiekonstrukte ( außer denen in den zitierten Schreiben der Gegenseite ) darin vor, alle anderen beschriebenen Ereignisse haben sich tatsächlich genau so zugetragen.
Die anfangs möglichst einfache Erzählform wurde gewählt, um die Geschichte erstens leichter nachvollziehbar zu machen, zweitens, da ich keine Ahnung habe, ob und falls ja, wann Lee-Lou diese Seite liest und drittens, damit auch der außenstehende Mitleser eine einigermaßen flüssig lesbare und relativ gut erfassbare, einigermaßen  zusammenhängende Geschichte hat und keine knallharte und knochentrockene Fallchronologie oder gar ein hochemotionales, anklagendes Melodram.

Kurz gesagt:
Die ganze Geschichte soll für so ziemlich jeden Leser, von vielleicht etwa 16 Jahren an bis in's hohe Alter, einigermaßen leicht lesbar und möglichst verständlich sein, niemanden mehr als unvermeidbar überfordern, nicht in einseitige Schuldzuweisungen ausarten, aber auch nichts beschönigen. Kein leichter Balanceakt, der zum Ende hin wahrscheinlich auch gar nicht mehr durchgehend adäquat gelingen kann.
Nun ja, etwas Schwund ist immer, was nicht geht, geht eben nicht, ein paar faule Kompromise werden sicherlich hie & da notwendig werden ( bezüglich der "Vorgeschichte" bis 23.11.2006 hat es scheinbar schon mal recht gut geklappt ).
Schaun mer mal....

Sollte Lee-Lou die Seite entdecken und lesen, so sollte für sie darin wenigstens grob zu erkennen sein, wer sie selbst einmal war, was für Eltern sie hatte und warum es diese Familie seit ihrem dritten Lebensjahr nicht mehr gibt ( und auch nie mehr geben kann, was das schlimmste an dem ganzen Fall ist, denn Kinder brauchen ihre Familie und ihr gewachsenes Umfeld, um sich regelmäßig einigermaßen störungsfrei entwickeln zu können ).

Lee-Lou's Familie wurde zerstört. Meines Erachtens nach gezielt und aus äußerst niederen Motiven heraus. Von wem in welchem Maße und wem dabei welche Schuld, oder Verantwortung angemessener Weise zuzuschreiben ist, das entscheide Du für Dich selbst, lieber Leser.

Deshalb habe ich auch die Form eines angedeuteten fiktiven Dialogs und die direkte Ansprache des Lesers
gewählt, der Lee-Lou sein könnte, aber nicht muß, und falls sie es ist, dann ist es sicherlich nicht mehr die Lee-Lou, die sie in der hier beschriebenen Handlung war. Auch ich bin nicht mehr der gleiche. Lediglich ihre Mutter könnte eventuell noch relativ wenig verändert existieren, aber auch das ist reine Spekulation und überhaupt nicht sicher.

Ab der Beschreibung der Vorfälle am 24.11.2006 füge ich größtenteils unveränderte Zitate aus den Dokumenten ( und zum geringen Teil auch mündliche Äußerungen ) ein, die an die fallbezüglich zuständigen Institutionen gingen, bzw. von jenen stammen ( letztere stets absolut wortgenau! ).



Also, lieber Leser, falls Du Lee-Lou bist und Dich wahrscheinlich an nichts von dem mehr erinnerst, was Du hier liest:
Das ist Deine Geschichte aus der Sicht Deines Vaters.
Sie ist echt!
Was man Dir sonst noch erzählt haben mag, z.B. daß ich abgeblich Dich und Deine Mutter, aber auch dritte, z.B. die Richterin Silke Paulmann, bedroht oder gar geschlagen und/oder "seelisch gequält" hätte, wohlmöglich regelmäßig, oder sogar noch absurdere Dinge, ist nicht echt, sondern Mittel zum Zweck, reine Strategie, um Dich zu "erobern" und sich selbst eine "Rechtmäßigkeit" übelster Willkür vorzugaukeln. Und genau dieser Unfug ist sogar in den Akten und Beschlüssen der fallbefassten Gerichte nachlesbar.
Natürlich machen alle Eltern, wie jeder andere Mensch auch, Fehler. Da kann und will ich mich nicht im geringsten ausschließen. Und es ist auch vollkommen unmöglich hier Dein ganzes Leben in Tagebuchform o.ä. niederzuschreiben, zumal diese Seite, soweit sie nicht auf unmittelbaren Aufzeichnungen beruht, aus dem Gedächtnis niedergeschrieben wurde.
V.dh. konzentriere ich mich auf die typischsten Ereignisse, also auf das, was mir als wesentliches u./o. wichtigstes in Erinnerung ist.
Auf zunächst das, was die schönen, aber auch die schlimmen Seiten Deines Lebens aus erster Hand beschreibt, bis Du drei Jahre und gut zwei Monate alt warst.
Nicht mehr und nicht weniger.
Ab dann kann ich nur noch das berichten, was wir, bis zum 23.06.2008, sehr unregelmäßig, in je einer knappen Stunde, nach durchschnittlich rund fünf bis sechs  Wochen Trennung und unter entwürdigenden Bedingungen, miteinander erlebt haben und das ist natürlich fast gar nichts. Aber auch dieses wenige ist wichtig, weil es zeigt, wie schlimm sich eine gewaltsame Trennung auf Eltern und Kinder auswirkt und auch wie sehr wir dagegen angekämpft haben. Auch Du hast derzeit Dein allerbestes gegeben, um unser Vertrauensverhältnis zu erhalten. Indes, wir hatten keine Chance.......

Und eines ist sicher: bis man uns am 23.06.2008 endgültig jeglichen Kontakt miteinander, welcher Art auch immer, vollständig verboten hat, waren wir, selbst als wir uns nur noch seltener als einmal pro Monat für eine Stunde unter menschenunwürdiger Bewachung sehen konnten, ein Herz und eine Seele, wie man so sagt!

Lee-Lou-Huckepack

Das eine oder andere mußte ich mir dann, ab 23. Juni 2008 ( vollständiger Umgangsboykott, gedeckt, von den Richterinnen AG/FG Marlies Meyer u. Silke Paulmann ), im Gericht aus den Vorträgen anderer ( z.B. der Verfahrens- resp. Ergänzungspflegerin Susan Kirschbaum ) zusammenreimen, die wenig bis gar nicht glaubwürdig sind, oder, anhand der durchschnittlichen Erfahrungen und Einschätzungen von Fachleuten, aufgrund der Trennungsdauer und der Art & Weise der Ausgrenzung, als wahrscheinlich an- u. hinnehmen.
Was danach noch so kommen mag, ist einfach nur ein Erfahrungsbericht irgendeines entsorgten Elternteils. Eines von hunderttausenden allein in Deutschland. Es ist kein Einzelfall und auch keineswegs eine untypische Geschichte, im Gegenteil.
Solche oder ähnliche Geschichten werden praktisch im gesamten deutschsprachigen Raum geradezu am Fließband produziert und das ist auch gar kein Wunder, da sie die größte Einnahmequelle im gesamten Bereich öffentlicher "Dienstleistungen" darstellen.
Gesamtumsätze von jetzt ( 2014, grob geschätzt ) rund 140 Mrd ¤, pro Jahr wohlgemerkt ( ! ), bei Steigerungsraten von 5-8% jährlich und zwar seit mittlerweile weit über einem Jahrzehnt, lassen keinen Zweifel aufkommen, daß es sich dabei in der Wirtschaft
um den seit langem  "erfolgreichsten" und aggressivsten Industriezweig überhaupt handelt!
Anders gesagt: seit mindestens der Jahrtausendwende verlieren etwa alle 5-6 Jahre um die Hälfte mehr Kinder ihre Eltern ( bzw. einen Elternteil ), meist auch ihr Zuhause und üblicherweise auch das dazugehörige verwandschaftliche o. sonstige soziale Umfeld! ( 2015 sollen es schon über 50000 Kinder, allein durch offizielle Zwangsinobhutnahmen gewesen sein, laut der amtlichen Angaben auf destatis.de )
Wobei es bis heute keinen einzigen realistischen Grund gibt, der geeignet wäre, eine Notwendigkeit dazu auch nur ansatzweise erkennbar zu machen, also bspw. daß Eltern in einem ähnlichen Maße "unfähiger" würden ihre Kinder ordentlich groß zu ziehen, oder daß die Ermittlung von schweren elterlichen Defiziten entsprechend genauer geworden wäre.
[ Update November 2016: Es ist eine weitere Steigerung der Durchschnittszahlen im Kinder- u. Sorgehandel zu verzeichnen. Grob geschätzt hat die die jährliche Steigerungsrate in den Jahren ab ungefähr 2011-2012 von etwa 5-8%, auf ca. 8-10% erhöht. Waren es 2008 noch um die knapp 24000 Kinder die allein durch Zwangsinobhutnahmen ihre Eltern verloren, so sind es jetzt deutlich über 50000 pro Jahr. Dazu kommen die Zahlen der Kinder die in Trennungsstreitigkeiten meist zunächst nur einen Elternteil verloren und die sog. "freiwilligen" Inobhutnahmen.
Eine genaue Gesamtzahl ist leider kaum ermittelbar, da die entsprechenden Statistiken sehr wenig exakt sind und umfangreicher Recherchen im Einzelfall bedürfen, w.h.: eine Zwangsinobhutnahme kann z.B. in den ersten Tagen nach dem Kindesentzug leicht zu einer sog. "freiwilligen" gemacht werden ( und das wird auch häufig getan ), wodurch sich u.a. bestimmte Gerichtsvorgänge erübrigen und die statistische Erfassung eine ganz andere wird ( grob gesagt: Aus einer Zwangsmaßnahme wird so kurzerhand eine "selbst beantragte Hilfe" gemacht ).

Der einzige logische und hieb- u. stichfest nachweisbare Grund ist das rein wirtschaftliche Geschäftsinteresse der beteiligten und mitwirkenden Institutionen und davon verwalteter und belieferter Drittleister!



Bevor ich mit Lee-Lou's, unserer gemeinsamen Geschichte und dem was daraus geworden ist, beginne, kurz ein paar Worte und Zahlen zu meiner Person:
                                                                                                                Wie Du schon weisst, bin ich Lee-Lou's Papa ( derzeit gewesen ). Kannst Fiete zu mir sagen, wie alle die mich kennen. Ich bin am 8. Mai 1958 geboren, also z.Zt. ( 2008, Beginn des Entwurfs dieser Website ) 50 Jahre alt. Ich bin Biker ( bis Ende 2009 gewesen ), habe nie ein eigenes Auto besessen, aber schon sehr viel Zeit in welchen verbracht. Ich bin Clubmitglied ( ebenfalls seit Ende 2009 nicht mehr ) und werde mich zu dem Thema auch praktisch gar nicht mehr äußern, da es
1. nicht hierher gehört ( Ausnahme: gewisse Anschuldigungen der "Menschen", die Lee-Lou mißhandeln, welche ich an entsprechender Stelle als Faktum erwähnen muß, welche ich dann, wenn überhaupt, aber nur minimal kommentiere ),
2. da Biker in Deutschland auch so schon Probleme genug haben, die hier grundsätzlich nicht hingehören ( insofern unterscheide ich mich erheblich von z.B. Lee-Lou's Mutter und einem Herrn "Gutachter" Böhmelt, oder einer Frau "Verfahrens- resp. Ergänzungspflegerin" Kirschbaum, die im Verlauf des Textes noch ausführlich Erwähnung finden werden ). Wenn Dich das Thema Biker interessiert, gehe auf die Internetseite eines Clubs, einer Bikerzeitung, o.ä.;
das Internet ist groß und dies ist Lee-Lou's Seite.

Biker mit Karre
                                                         
Ich bin ( festhalten, jetzt kümmts! ) Pazifist. Das hat nix mit irgendeinem Dogma zu tun, ich latsche nicht auf irgendwelchen Friedensdemos 'rum, sondern es war bis heute schlicht und einfach nicht nötig, oder gar sinnvoll, irgendeinen Menschen anzugreifen, oder gar zu verprügeln und ich habe auch nicht geringsten Drang dazu. Bin also sozusagen ein "Alltagspazifist". Das soll nicht nicht heißen, daß ich mich nicht notfalls wehren kann, aber bis auf eine ( recht ordentliche ) Ohrfeige, vor einem mich schiebenden LKW, der mich ansonsten wohl überfahren hätte
und dem Vorfall mit Lee-Lou's Mutter am 24.11.2006, war auch das bis jetzt nicht nötig, oder gar sinnvoll.                                                                                                                                    
Ansonsten gelte ich als ruhiger, eher humorvoller ( ist seit Lee-Lou's Verschleppung kaum noch was von übrig, außer bissigem Galgenhumor ), manchmal etwas verrückter Typ. Verrückt deshalb, weil ich extrem offen und ehrlich sein kann und nach Möglichkeit zu meinem Wort stehe ( gelingt auch nicht immer, aber ich gebe mir jedenfalls Mühe ).
Zu deutsch: Ich mach mich gerade ( sage also was denke ), wie man z.B. in Bikerkreisen so sagt, auch wenn's mal schwer fällt und die meisten anderen längst den Schnabel gehalten hätten.                
Und das ist auch schon mein größter Fehler, wie Du noch sehen wirst, wenn Du wirklich weiterlesen möchtest.
Aufrechte, ehrliche Menschen, die sich wohlmöglich noch für andere einsetzen, sind in deutschen Behörden ( z.B. Jugendämtern und Gerichten ) äußerst unbeliebt. Das liegt nicht zuletzt sicherlich auch daran, daß die Beamten und Sachbearbeiter oftmals nur als solche "überleben" können, wenn sie sehr unterwürfig sind und sich evtl. sogar noch bedanken, z.B. wenn ein Vorgesetzter ihnen übel mitspielt. Dann können sie hoffen, daß dieser Vorgesetzte ihnen Aufträge erteilt, die möglw. gegen die Regeln und Gesetze verstoßen. So, wie der Herr "Gerichtsdirektorpräsident" Große Extermöring das wohl z.B. mit dem Herrn Strafrichter Peters macht ( machte, Gerfried Große Extermöring ist 2012 verstorben ). Wenn der Herr Peters das dann "gut" macht ( also relativ geschickt ) und sich nicht bei offenen Rechtsverfehlungen erwischen läßt, bekommt er vielleicht mehr solche Aufträge. Wenn der Herr Große Extermöring z.B. meint, es hat sich jemand bei ihm darüber beschwert, daß er, oder einer seiner untergebenen Richter, seinen Pflichten nicht ordentlich nachkommt, sagt er möglicherweise dem Herrn Peters, er soll diesen Mann ins Gefängnis stecken, indem er ihn per Strafbefehl ( also ohne Verhandlung ) zu einer "Geldstrafe" verurteilt, die für denjenigen unbezahlbar ist. Du musst wissen, Herr Peters ist eben auch Richter und "darf sowas", meinen zumindest viele Richter und auch manche Menschen, die nicht Richter sind. Das ist zwar gegen die Regel, daß niemand bestraft werden kann, der sich einfach nur beschwert hat, auch gegen die, daß man in diesem Land offen seine Meinung sagen darf und, daß kein Mensch "besser" als der andere ist, aber wenn der Mann sich darüber beschweren wollte, daß man ihn einfach ins Gefängnis steckt, dann hätte der Herr Große Extermöhring da ja auch noch was zu zu sagen. Macht der Herr Peters das "gut" und oft genug wird er befördert, weil der Herr Große Extermöring sonst Angst haben müsste, daß der Herr Peters ihn irgendwann mal verpetzt.
Würde der  Herr Peters sich weigern den Mann ins Gefängnis zu stecken, oder vielleicht sogar in ein Irrenhaus ( auch das kommt vor ), würde er ihn vlt. sogar freisprechen, weil er ja nur seine und seines Kindes Grundrechte wahrgenommen oder wenigstens verteidigt hat, würde vielleicht jemand anders den Auftrag kriegen, ihn ( und möglw. auch den Richter Peters ) wegen etwas zu verpetzen, was er vielleicht gar nicht getan hat.
Das nennt man dann Mobbing, oder Intrige, je nachdem wie viele Leute wie an solchen "Geschäften" wie beteiligt sind.

Diese Geschichte ist natürlich so gar nicht wahr
.
( Und es ist die einzige auf dieser Seite, die nicht unbedingt wahr sein muß, wohl aber kann! )

 Denn so, oder zumindest so ähnlich, läuft es schon in dem einen oder anderen Fall.
Ab und zu, leider sehr selten, erfährt man hinter vorgehaltener Hand schon mal ein paar solcher Details, die natürlich kaum je überprüfbar o. gar zu beweisen sind, denn so etwas schreibt ja keiner der Richter, Staatsanwälte, oder sonstigen daran Beteiligten oder Mitwirkenden in seine Protokolle, Beschlüsse, Akten, oder was auch immer.
Derartiges läuft eben außerhalb der Akten und des "langen Rechtswegs", also bspw. am Telefon oder unter vier Augen, oder jedenfalls so, daß man es als Außenstehender nicht beweisen kann. Manche dieser Leute meinen sicherlich auch einfach so, aufgrund ihres eigenen "Charakters", oder weil sie es für "ihren Job" halten, zu wissen was sie "zu tun haben", um sich Erfolge zu verschaffen.
Ich denke, Du verstehst, daß es für Leute wie Herrn Peters und Herrn Große Extermöring oftmals "besser" ist, keine sonderlich aufrechten und ehrlichen Menschen zu sein und solche auch nicht gerade zu mögen. Denn die beschweren sich, wenn sie etwas nicht richtig finden.          

Tja, und genau das ist das Problem.
Wahr ist nämlich, ich habe mich bei Herrn Große Extermöring beschwert. Ich habe ihm mitgeteilt, daß ich weiss, das er die Pflicht hat, nachzuprüfen ob es stimmt, daß Frau "Richterin" Silke Paulmann mich erpresserisch genötigt hat, mich ja nicht darüber zu beschweren, daß Lee-Lou entführt worden ist. Daß sie mindestens zweimal unmißverständlich sagte, ich solle weder Aussagen machen, noch Anträge stellen, sonst würde sie mir sämtliche elterlichen Rechte und Pflichten sofort und für immer wegnehmen!
Das hat sie mir erst über "meine" derzeitige Anwältin angedroht und dann, in der sog. "ersten Anhörung", noch einmal persönlich und ausdrücklich wiederholt!
Und dabei war sie, laut unbestrittener Internetauskunft, zu Beginn des Falles noch Proberichterin und durfte v.dh. gar nicht selbstständig Beschlüsse fassen, was sie aber fleissig getan hat und nicht nur das. Und sie macht solche Drohungen auch sofort gnadenlos wahr, nimmt z.B. Kindern völlig gewissenlos einfach das Zuhause, das gewachsene soziale Umfeld und den Vater weg, wenn sie Lust dazu hat, denn ich habe selbstverständlich trotzdem bereits pflichtgemäß wahrheitsgemäß ausgesagt gehabt und auch die notwendigen Anträge gestellt, wie es meine grundrechtliche Pflicht war, z.B. daß Lee-Lou endlich wieder nach Hause kommen, oder mich überhaupt wenigstens in angemessenem Rahmen sehen darf.
Und sie hat mir und auch Lee-Lou nicht nur diese Rechte und Pflichten entzogen, sondern mir sogar defakto verboten zu wissen, wo Lee-Lou überhaupt ist, ohne jede rechtliche oder gar gesetzliche Grundlage und selbstverständlich ohne es in ihren Protokollen o. Beschlüssen auch nur mit einer Silbe zu erwähnen.
Und das eben gerade weil ich meiner Pflicht als Vater nachgekommen bin, so wie es das Grundgesetz, die Menschen- u. Kinderrechte und der gesunde Menschenverstand von allen Eltern dieser Welt ausdrücklich verlangen.
So rächen sich Richter, wenn sie jemanden, warum auch immer, nicht leiden mögen, z.B. weil er ein Mann ist, Motorrad fährt, oder einfach weil er für die Rechte von Kindern einsteht. Und sie war weder die erste, noch ist sie die letzte, die so ihren eindeutig defizitären Intentionen im Amt Genugtuung verschafft.
( Ganz nebenbei taten diese Vergehen ihrer Karriere keinen Abbruch. Sie ist Funktionärin in der radikalfeministischen Juristenvereinigung "deutscher Juristinnenbund" - Männer haben in diesem gleichberechtigungsfeindlichen Zirkel natürlich keinen Zutritt - und seit einigen Jahren auch in dem Richterverband "NRB" ).

Das alles interessierte Herrn Große Extermöring aber überhaupt nicht.
Daß ich ihm dann auch noch mitgeteilt habe, daß ich erfahren habe, daß er sich schon mal für etwas ähnliches nicht interessiert hat, war dann aber offenbar zuviel für ihn. Erst schrieb er mich an, ich solle ihm doch erstmal beweisen, daß er seine Aufsichtspflicht nicht wahrnähme, bevor ich dieselbe von ihm einfordere. Das ist natürlich unmöglich, da man Dinge, die nur hinter vorgehaltener Hand, am Telefon, oder eben gar nicht, besprochen oder getan werden, kaum beweisen kann. Dann hat er den Herrn Peters beauftragt, mich ins Gefängnis zu stecken. Denn er fühlte sich offenbar belästigt und beleidigt und dieses Gefühl reicht für einen Gerichtsdirektor/-präsidenten ( was für ein verquaster Titel ) oftmals vollkommen aus, um jegliche Beherrschung zu verlieren und wild herumzudreschen.
Dummerweise hat sich der Herr Peters dabei etwas ungeschickt angestellt und ich habe jetzt ( Anfang 2009 ) seit Monaten nichts mehr davon gehört. Das soll nicht heißen, das ich freigesprochen worden wäre, aber der Herr Peters weiß, daß ich ihm nachweisen kann, daß er etwas falsches behauptet hat. Jetzt sitzt er in der Klemme und wird vielleicht nicht so schnell befördert werden.
Und ich brauche vorläufig noch nicht in den Knast.

[ Update 28.01.2011: man hat ein ziemlich langes und kompliziertes Verfahren veranstaltet, um mich doch noch in's Gefängnis stecken zu können und ich mußte einige ziemlich seltsame Sachen erleben, z.B. einen rein formaljuristischen Trick, der auf den ersten Blick so schwachsinnig wie böswillig ist, aber eben leider nicht ausdrücklich verboten ( ein Arztbericht eines Stationsarztes einer Klinik, den ich per Fax an das Gericht senden ließ - vom Faxgerät der Klinik aus, also jederzeit problemlos in Minuten als echt überprüfbar - wurde vom Herrn Peters einfach als "nicht glaubhaft" erklärt, weil ich ihn nicht zusätzlich noch per eidesstattlicher Versicherung glaubhaft gemacht hatte - auf den Bolzen kommt nunmal kein normaler Mensch ). Aber mit einigen genauso ungewöhnlichen Tricks - die dann wohl ein paar Juristen etwas überrascht haben - gelang es mir immerhin dafür zu sorgen, daß die Strafe in ein paar Monate Zwangsarbeit umgewandelt wurde
( das heißt natürlich anders, da es heute ja eigentlich keine Zwangsarbeit mehr geben soll. Deshalb nennt man das jetzt "freiwillige Arbeit" ) .
Ein Fehler, wie ich im Nachhinein meine. Nächstes mal würde ich, glaube ich, lieber in den Knast gehen. Wie dem auch sei, dem Herrn Große Extermöring und seiner Angestellten Richterin Silke Paulmann schien das gar nicht zu passen, zumal ich zu meinem Wort stand und nichts von dem, was ich gesagt habe zurückgenommen habe. Ich habe es sogar ausdrücklich wiederholt und auch in Form einer öffentlichen Strafanzeige bekannt gemacht. Daraufhin wurde der Fall noch einmal aufgegriffen, diesmal von Herrn Große Extermörings angestelltem Richter Herrn Frommeyer. Der ließ mir dann meinen PC und meinen Multifunktionsdrucker wegnehmen, wegen angeblicher erneut versuchter Beleidigung, so nennt man das, wenn jemand zweimal wagt die gleichen Tatsachen zu benennen. Das Verfahren wurde zwar eingestellt, es war ja auch völlig lächerlich, aber die gestohlenen Geräte haben die dafür verantwortlichen Leute einfach behalten. Ich nenne so etwas Diebstahl aus extrem niedrigen Motiven oder auch blindwütige Rache. Die beiden Kriminalhauptkommissare, die Geräte abholen mußten, was ihnen wirklich sehr peinlich war, nannten das "eine Gehorsamsübung" und ihnen war gar nicht wohl bei der Sache. ].

Du siehst, die Sache ist ziemlich kompliziert. Silke Paulmann ist übrigens tatsächlich auch ( mittlerweile - zu Beginn des Falles war sie ja erst Proberichterin, laut verschiedenen Internetauskünften und hätte sowieso nicht eigenmächtig im Richterberuf handeln dürfen, hat sich alsop defakto des Richteramtes angemaßt, aber das war ihr scheinbar völlig egal - und ihrem Chef auch ) Richterin und zwar am Familiengericht in Osnabrück und hat mich wirklich erpresst ( eben, daß ich gefälligst nichts sagen und keine Anträge stellen dürfe ), weil ich mich dafür eingesetzt habe, daß Lee-Lou befreit wird und wieder nach Hause kommt, oder aus noch vernunftsfreieren Gründen. Und obwohl ich dazu erstmal gar nichts gesagt habe ( ich habe mich allerdings auch nicht gerade dafür bedankt, vielleicht war das der Fehler ), sondern lediglich genau beschrieben habe, wie die Entführung gelaufen ist und was genau danach alles stattfand, hat sie Lee-Lou und mich am Ende ( am 30.10.2008 ) auch ganz offiziell dazu verurteilt, nie wieder Papa & Lee-Lou zu sein. Und das hat sie auch, mit Hilfe ihrer Freunde, Vorgesetzen und Kollegen ( ich nenne solche Leute normalerweise Komplizen, wie die meisten meiner Mitmenschen das auch tun ), bis heute rigoros und ohne jedes Mitleid mit dem dadurch mißhandelten Kind, durchgesetzt [ Stand Januar 2011, daran hat sich bis Frühjahr 2014 auch noch nichts geändert, ich weiß bis heute nicht, wo Lee-Lou seit 15.01.2007 "aufbewahrt" wird, wie es ihr geht, wie sie aussieht, oder was Eltern sonst von ihrem Kind wissen sollten ].

Tatsachenermittlung?

Überprüfung des Eltern-Kindverhältnisses?

Regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit / Verhältnismäßigkeit dieser schwerwiegenden Grundrechtseingriffe/-entzüge?

I wo!
Derartiges gibt es in diesen Kreisen des Kinder- u. Sorgehandels nicht!                                                    

Genug davon für's Erste, kommen wir zu Lee-Lou's Geschichte                                                                                                   


Apropos Lee-Lou: Du weißt ja noch gar nichts über sie.
Okay, fangen wir mal ganz von vorn an:
Lee-Lou war gewollt.
Ihre Mutter hat zwar des öfteren behauptet, das stimme nicht, aber sie wollte sie auch. Das war ihr sehr deutlich anzumerken. Lee-Lou wurde gezeugt im März 2003 ( übrigens wußte ich vorher schon, daß sie ein Mädchen werden und Lee-Lou heißen würde ).
Ihre Mutter und ich wußten sofort, daß es geklappt 
hatte.                                                                                                                                                                                                                                                


Ihre Mutter, das ist Martina Schulze. Sie ist jetzt 42 Jahre alt [ Stand Ende 2008 ] und eine hochtalentierte und sehr intelligente Frau. Leider ist sie aber offenbar ziemlich geistesgestört, oder zutreffender: seelisch gestört. Fachleute nennen diese Störung "Endogene Depressionen", deswegen ist sie auch schon mit Anfang Dreißig in Rente gegangen. Sie selbst bestreitet diese Störung und spricht statt dessen stets von einem "Posttraumatischen Belastungssyndrom", was aber nichts an ihren Defiziten ändert.

Und sie wuchs größtenteils ohne ihren Vater auf, was zu solchen Störungen führen kann.

Das schlimme ist, daß sie auch noch eine sehr gute Schauspielerin ist. Sie kann Dir mit ganz wenigen Worten eine Geschichte erzählen ( manchmal sogar ohne überhaupt etwas genaues zu sagen ), die Du dann für wahr hältst, ohne daß Dir etwas daran merkwürdig vorkommt. Dabei hat sie manches, was in dieser Geschichte vorkommt, gar nicht gesagt, oder nur sehr vage angedeutet. Du glaubst es trotzdem.
Das ist zwar an sich schon ziemlich verrückt, aber trotzdem, oder vielleicht eben darum, glaubst Du es erst recht und sie selbst wahrscheinlich irgendwann auch.
Das nennt man Suggestion & Autosuggestion.
Wenn beides in einem ausreichendem Maße zusammenkommt und entsprechend geschickt dargestellt wird, kann man so ziemlich jedem nahezu alles mögliche vorgaukeln und hinterher sogar noch behaupten, daß man es gar nicht ( so ) gesaht hat.
Wenn man sein Leben großteils darauf aufbaut, ist das schon ziemlich irre, finde ich.
Lee-Lou's Mutter kann das und macht das auch.

Ich kann es nicht und finde so etwas auch ganz u. gar nicht richtig.                                                                                    


Zurück zu Lee-Lou:
Ich habe ihr sofort geschworen, solange ich lebe für sie da zu sein und alles dafür zu tun, daß es ihr gut geht. Dabei gab es sie ja noch kaum. Aber sie entwickelte sich erstmal ganz normal, wie Embryonen, Föten u.s.w. das so tun.                                     
Als sie ( oder, wie man so sagt, ihre Mutter ) am Ende des zweiten Schwangerschaftsmonats war, also ziemlich genau an meinem Geburtstag 2003, bekam ihre Mutter einen ziemlich heftigen depressiven Anfall.
Ich muß dazu sagen, daß das öfter bei ihr vorkam, wenn auch meist nicht in so starkem Maße. Sie behauptet, daß sie das erst seit dem Tod eines ihrer Ponies hat und nennt es deshalb PTBS ( posttraumatische Belastungsstörung ), ich glaube allerdings, daß das eher daran liegt, daß auch sie ihren Vater früh verloren hat und ihre Mutter ( also Lee-Lou's Oma, Ingrid Dörsing, die wohl übrigens auch nicht viel von ihren Eltern hatte, sie ist, laut Aussage von Martina Schulze, im Heim aufgewachsen ) daran nicht ganz unbeteiligt war. Inwiefern, bzw. wie stark sich das genau auswirkt, möchte ich hier nicht einschätzen, da ich darüber nur das weiß, was sie selbst mir erzählt hat ( plus ein paar Infos von ihrem Ex-Ehemann, der ihre Verrentung unmittelbar begleitet hat ), aber daß da etwas bei Lee-Lou's Mutter ziemlich "aus dem Ruder gelaufen" ist, scheint mir doch recht sicher. So etwas nennt man übrigens "elterlich induzierte Entfremdung", oder "PAS" ( das ist eine englischsprachige Abkürzung für Parental Alienation Syndrome ). Besser, weil umfassender und übergreifender ist m. E. der kaum bekannte Begriff Eltern-Kind-Entfremdung, abgekürzt EKE.  
                                                                
Und an jenem Tag im Mai 2003 (möglicherweise Donnerstag, der achte ) kam es reichlich heftig!
Sie wollte das Kind, auf das wir uns beide gefreut hatten wie die Schneekönige, abtreiben lassen!
                                                                                                                 
Das war mit Fiete aber nicht ( mehr ) zu machen. Ich muß dazu sagen, daß ich ihren "Wunsch" in den ersten Tagen der Schwangerschaft wahrscheinlich wohl, wenn auch gar nicht gern, akzeptiert hätte. Aber nach ca. acht Wochen in denen sich die Entscheidung für dieses Kind immer mehr verfestigt hatte, stand meine Meinung zu dem Thema fest.
Es wurde eine ziemlich dramatische Szene. Die genaue Schilderung spare ich mir, aber es gelang mir irgendwie sie zu überzeugen, daß wir nun zu unserer  Entscheidung stehen müssten. Ich bildete mir ein, Lee-Lou schon irgendwie wahrzunehmen und auf eine schwer zu beschreibende Art irgendwie mit ihr in Verbindung zu stehen.
Das glaube ich übrigens auch im Nachhinein immer noch.
Und schwor ihr an diesem Tage zum zweiten Mal, alles in meiner Macht stehende für sie zu tun.                                                

Seit etwa diesem Tag warf mir ihre Mutter, scheinbar scherzhaft, immer wieder vor, ich hätte nicht "aufgepasst". Ich scherzte dann zurück: "Wieso, hat doch gut geklappt, oder nicht?"
                                                                                                                              
Im siebten oder achten Schwangerschaftsmonat wurde dann festgestellt, daß Lee-Lou sich aufrecht hingesetzt hatte und keine Anstalten machte, ihre Haltung zu ändern. Es mag um den Tag herum gewesen sein, als ich jene Ohrfeige austeilte, von der Du ja anfangs schon am Rande gelesen hast. Der Zeitpunkt könnte ungefähr passen.                                                                                                

Wir machten uns ernsthafte Sorgen, denn das war eine sogenannte Beckenlage, die keine natürliche Geburt zuließ. Es wurden ein paar Versuche unternommen da im letzten Moment noch etwas dran zu ändern, aber es nützte alles nichts.              
Ein paar Tage vor ihrer Geburt gab es schließlich keinen Zweifel mehr, daß Lee-Lou per Kaiserschnitt auf die Welt kommen und eine ziemlich verbogene Wirbelsäule haben würde.
Klassischer Schiefhals bis hin zur Verstellung des Beckens, oder so ähnlich heißt das.                                                                                              
Ich nahm mir frei, um dabei zu sein.                                                                                      


An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei den Ärzten, Schwestern, Pflegern und sonstigen Teammembers des Franziskus-Hospitals Harderberg bedanken und ganz besonders bei der Hebamme  Anna Wenta. Sie haben alle sehr gute, professionelle, umfassende und wo es nötig war auch schnelle Arbeit geleistet und sind unbedingt zu empfehlen.
                       
                                                                Respekt Leute, Ihr seid Klasse!
                                                                                                                    


Lee-Lou's Mutter hatte sich für eine spinale Anästhesie ( also eine sog. "Rückenmarksnarkose" ) entschieden, vielleicht hatte sie vorher gehört, daß man dabei etwas schummeln kann. Das versuchte sie dann auch. Die Ärzte bemerkten das aber ziemlich schnell ( Beschreibung gibt's nicht, weil ich denke, daß das Blödsinn ist. Die Sache ist durch und durch ausgeforscht, Schummeln ist nach meiner Meinung eher contraproduktiv ).                                                
Die Sache ging dann sehr flott vonstatten. Nachdem Lee-Lou quasi "in die Welt gedrückt" und die Nabelschnur durchtrennt war, konnte Lee-Lou's Mutter sie allerdings nur sehr kurz sehen, dann verschwand die bereitstehende Schwester mit Lee-Lou aus dem Raum und der Anästhesist bedeutete mir ziemlich energisch, daß ich zusehen sollte, daß ich hinterherkäme.              
Ich wollte Lee-Lou's Mutter zwar eigentlich noch ein bißchen Zuspruch auf dem Weg ins Kasperland ( Vollnarkose ) zukommen lassen, aber die kriegte schon nichts mehr mit und die Ärzte waren auch schon intensivst beschäftigt, also machte ich, daß ich 'raus kam. Das war am Donnerstag, den 4. November 2003, um ziemlich genau 9 Uhr und 18 Minuten.
                             
Die Schwester, die die Erstversorgung machte, war recht flink, ohne dabei unsensibel zu wirken und unterhielt sich nebenbei mit mir, vermutlich auch um einzuschätzen, ob sie mich mit Lee-Lou allein lassen könne, oder nicht. Sie merkte offensichtlich sehr schnell, daß es keine Probleme geben würde ( und es wäre ein großer Schritt für die Bevölkerung in und um Osnabrück, wenn wenigstens ein wesentlicher Teil der osnabrücker Kinder- und Jugend-"schutz"-institutionen ähnlich qualifiziert besetzt wäre, leider offenbar Fehlanzeige ).
Nach der Erstversorgung erklärte sie mir noch kurz, wie die Heizung über der Unterlage für das Kind funktioniert, fragte noch mal nach, ob ich klar käme, drückte mir mein Kind in die Hand und war verschwunden.                                                    


                                                     Tja, da standen wir nun, Papa & Lee-Lou.

Und? Wie fühlten wir uns?
Schwer zu sagen, am ehesten trifft es wohl die Formulierung "wie immer". Als wenn wir nie etwas anderes gemacht hätten.
Lee-Lou probierte ein paar Geräusche aus und staunte so vor sich hin, in der neuen Situation und ich machte eigentlich nichts anderes, mit dem kleinen Unterschied, daß ich schon Worte kannte, Lee-Lou noch nicht.
Während wir uns so unterhielten und im Raum ein wenig herumwanderten, schwor ich ihr ein drittes Mal, daß ich ihr den Rest meines Lebens, so gut es überhaupt geht, widmen würde.
Ich schätze das war der schlimmste Fehler, den ich ihrer Mutter gegenüber überhaupt machen konnte, denn es war klar, daß ich ihr das offen und ehrlich sagen würde.
So bin ich nunmal. 
                                                                                                         
Du siehst, manchmal können Offenheit und Ehrlichkeit, sogar Liebe, schwerste Katastrophen auslösen. Falls Du das nicht verstehst, lies einfach weiter oder vergiss die Geschichte.
                                                                                      
Ich legte sie, als sie nach einer Weile schläfrig wurde, auf die vorgewärmte Unterlage, stellte einen Stuhl davor, setzte mich und schaute ihr zu, wie sie ein Bißchen döste, lauschte und was Neugeborene in solchen Momenten noch so tun.
 
                                                                       Sie schlief bald ein.

Psst, Lee-Lou schläft                                            


Soweit, so gut.
Gleich nächsten Tag kam ihre Oma sie besuchen.
Ich bekam sie erstmal nicht so viel zu Gesicht.
Die nächsten Tage wurden ziemlich hektisch. Ein bis zwei mal am Tag besuchte ich sie und ihre Mutter kurz im Krankenhaus, richtete nebenbei die Wohnung ein Wenig her und erledigte das was man dann noch so tun muß.                          
Zum Beispiel muß man dem Kind einen Namen geben und es beim zuständigen Standesamt anmelden.
Das war gar nicht so einfach.                                                               
Zuständig ist nämlich das  Standesamt am Geburtsort des Kindes. Also in diesem Fall in Georgsmarienhütte, weil Lee-Lou ja in einer Klinik in Harderberg geboren war. Das ist zwar ziemlich dämlich, weil wir in Lotte wohnten, ist aber so.
Deutschland eben.
Ich gurkte also mit meinem derzeitigen Plastik-Roller nach G.-M.-Hütte zum zuständigen Amt und wartete geduldig auf einem leeren Flur, bis die Standesbeamtin Zeit für mich hatte. Ich schätze so circa nach einer Stunde, oder so, kam ich dran.                                                                                                                 
Die fragte mich dann, wie das Kind heißen solle.
Ich sagte :  "Leeloo, genauer gesagt, Stella Trixie Leeloo Mahler, Leeloo unterstrichen, weil das der Rufname sein soll."
Das hatten Lee-Lou's Mutter und ich uns so ausgedacht. Das heißt, ausgedacht habe eigentlich mehr ich, aber Lee-Lou's Mutter war dabei, und fand das ganz okay, also haben wir es dabei belassen.
Die Reihenfolge hörte sich so am besten an, Lee-Lou sollte die Möglichkeit bekommen, sich den Namen auszusuchen der ihr am besten gefällt und man kann Rufnamen ja durch Unterstreichung kennzeichnen.
Dachten wir.                                         
Falsch gedacht!
So ging das schon mal gar nicht.
Da Lee-Lou's Mutter vorher mit Theo verheiratet war, bevor sie mit mir zusammen sein wollte, und die beiden noch nicht voll und ganz geschieden waren ( sowas ist in Deutschland nämlich auch nicht ganz so einfach und dauert seine Zeit ), mußte Lee-Lou erstmal Theo's Nachnamen tragen. Das geht in Deutschland nicht anders, die Gesetze kennen da keinen echten Vater sondern nur einen Ehegatten, der dann "rechtlicher Vater" genannt wird, selbst wenn er garnix mit der Sache zu tun hatte.     
                                                            
Und "Leeloo", das ging schon mal überhaupt nicht. Die Beamtin war felsenfest überzeugt, das Vornamen, die ihrer Meinung, nach eventuell "indische Wurzeln" haben könnten und mit "Lee" anfangen in Deutschland verboten sind.
Wo genau das steht wußte sie zwar auch nicht und ich habe ihr Stein und Bein geschworen, daß in Hasbergen eine Frau wohnt, die Leela Wolf heißt und das stimmt auch, aber da war nix zu machen.
Wenn ein deutscher Beamter meint, daß etwas verboten ist, dann ist das verboten. Basta!

Aber Lee-Lou sollte Lee-Lou heißen, ob nun Leeloo, oder Lilu, oder wie auch immer geschrieben, Hauptsache Lee-Lou. Das wußte ich schon seit Jahren, schon bevor ich wußte, ob ich überhaupt jemals ein Kind haben wollte.
                                                      
                                              Also mußte ich mir etwas einfallen lassen                                                          
Ich fragte die Beamtin dann, ob denn der englische Namensteil "Lou" in Deutschland anerkannt wäre, wie bei Emmilou, Marylou, oder Lou-Ann.
Lou van Burg (ein Holländer) hab ich lieber verschwiegen, denn der war ja ein Mann, das hätte sicher wieder Probleme gegeben.
Sie überlegte, war sich nicht sicher, schaute in ihr dickes Buch und meinte dann, das ginge wohl und wollte das dann eintragen. Trixie-Lou meinte sie, würde sich doch auch sehr schön anhören. Ich meinte :"najaa, äh, geht denn auch der ebenfalls englische Name oder Namensteil "Lee", wie zum Beispiel Ricky-Lee, Cindy-Lee oder Lee-Ann?" Lee van Cleef, Lee Harvey Oswald und Bruce Lee ließ ich lieber wieder weg, ich denke Du verstehst schon warum.
Die Dame wurde langsam ungeduldig, wir diskutierten ja auch schon eine ganze Weile herum, sie schaute wieder in ihr Buch, blätterte hin und her, klappte es wieder zu und meinte dann, das wäre auch als Einzelname und sogar für Jungen zulässig. Ich schwitzte langsam etwas und sagte schnell:  "Nee, nee, äh, is schon'n Mädchen". 
Sie meinte dann "Lou-Lee" wäre doch auch nicht schlecht.
Das machte mir so langsam echte Sorgen, also ging ich auf's Ganze: "Wie wär's denn mit Lee-Lou? Das hört sich doch viel besser an. Lee als Name mit dem Namensteil Lou mit Bindestrich verbunden,....oder so, hmm?"                
Sie wechselte ein Bißchen die Gesichtsfarbe, griff zu ihrem Buch, fing an herum zu blättern, legte es wieder weg und sagte schließlich: "Na gut, ja, das äh, können wir wohl so eintragen."
                                
                   Püühüh, ich zahlte, grinste, bedankte mich recht herzlich und machte, daß ich weg kam!                                                     


Okay, als nächstes kam dann das Problem mit der Milch.                                                                                          
Weil Lee-Lou ja nun mal ziemlich schief und krumm war, hatte sie es nicht leicht mit dem Anlegen zum Stillen.
Das machte ihr Schmerzen.
Also abpumpen die Milch und aus der Flasche füttern.
Ging etwas besser, aber auch nicht so richtig gut.
Aber da gab es ja auch noch Anna Wenta, die Hebamme vom Franziskus-Hospital.
Die hatte reichlich Ahnung, noch mehr Erfahrung, jede Menge Ideen und gab auch nicht so leicht auf. Sie kam immer wieder  vorbei, half Lee-Lou's Mutter, übte mit ihr, gab Tipps und war echt hartnäckig, wenn meine Überredungskünste langsam nachließen. Lee-Lou's Mutter behauptet, sie wäre 7 Wochen lang jeden Tag da gewesen
. Das stimmt zwar nicht so ganz, weil Anna Wenta ja Hebamme am Krankenhaus war und, glaube ich, auch noch ist. Sie leistet auch sehr viel Nachsorge, wenn die Mütter wieder zu Hause sind und das sind ganz schön viele, einige davon haben auch Probleme, z.B. eben mit dem Stillen und Anna Wenta läßt keine im Stich. Und "nebenbei" gibt sie auch noch Geburtsvorbereitungskurse, und... und... und.....
Aber zwei bis drei mal die Woche war sie bestimmt da und hatte auch immer etwas neues auf Lager.
Zum Beispiel, daß ein anderes Stillkissen vielleicht gut wäre, oder die Sache mit den Silberhütchen, als die Milch weniger wurde, weil Lee-Lou die Produktion nicht genug förderte, und so weiter.....
                               
                          Die Sache mit dem Stillen fing also auch langsam an einigermaßen zu klappen.     


                                   
Als nächstes kamen dann die berühmten "Dreimonatskoliken".                                                                                  
Von wegen drei Monate!
Etwas über ein Jahr dauerte der "Spaß" bei uns. Das lag zum Teil wieder daran, daß Lee-Lou's Rückgrat  schief und krumm war. Und außerdem schlief sie dadurch manchmal schlecht. Was unter anderem auch daher kam, daß sie beim Trinken viel Luft schluckte, was wiederum Koliken verursachte, wodurch sie dann schlecht schlief, dadurch wieder Schmerzen hatte, weil sie ja schief und krumm war, deshalb schrie sie natürlich manchmal auch, hatte dann auch keine rechte Lust zu trinken und so weiter..............................................    

Du siehst, die Sache war nicht ganz einfach, eher schon kompliziert.                                                                     
Es mußte etwas passieren.                                                                                                                                        
Ich hatte mal gehört ( im Fernsehen gesehen, oder in einer Zeitung gelesen ), daß es da etwas ganz Neues gab.
Da wurden Menschen, die zum Beispiel ein krummes Kreuz hatten, oder derbe Verspannungen, wieder "geradege(d)rückt". Oder so ähnlich.
Manche meinten, das wäre so'ne Art Massage, manche meinten, das wäre so'ne Art Handauflegen ( also wie z.B. Reiki, oder so ), manche meinten eher, daß das quasi Krankengymnastik wäre, und manche meinten auch das wär alles Quatsch. Also erst mal sehen, daß man ein paar Informationen dazu kriegt, wie immer.
Dann hin zum Orthopäden und fragen was der dazu sagt.                                                                                              
Das hat dann übrigens - und zum Glück - Lee-Lou's Mutter mal praktisch ganz allein gemacht und das war auch gut so. Der Orthopäde, Herr Herrberger war nämlich, nach allem was ich so gehört hab, garnix für Fiete.
Man mußte lange warten, er schwafelte offenbar gern lang und hochtrabend herum und überhaupt hatte er wohl einen ziemlich eigenwilligen Stil. Und vermutlich hat er den noch.                                                                                       
Aber er wußte wenigstens, worum es uns ging, nämlich um Osteopathie, so heißt das, wenn man wieder "geradegebogen" wird. Und er stellte auch erstmal ein paar Rezepte aus, für die Lee-Lou's Mutter dann wieder mit Lee-Lou lange im Wartezimmer saß.                                 
Tja, und dann war da noch die Schwatte, pardon, "Oberschwester Michaela", das war eine Kundin von meinem Chef, das heißt, sie hatte ein Pferd und das hieß Ötte. Du mußt wissen, ich hab derzeit bei einem Hufschmied gearbeitet. Ich hab die Pferdefüsse festgehalten ( zum Beispiel von Ötte ) und Peter, so heißt der Schmied, hat dann "die Hufe gemacht", wie man so sagt, also das Horn ausgeschnitten, Eisen druntergenagelt und so was alles.
Aber das ist wieder eine andere Geschichte.                                                        
Naja, jedenfalls hat die Schwatte, pardon, Oberschwester Michaela, derzeit gerade eine Umschulung gemacht.
Bingo!
Zur Osteopathin.
Und wie der Zufall so will, in genau der Krankengymnastik-Praxis für die Lee-Lou ( oder besser ihre Mutter, naja, eigentlich ja doch Lee-Lou ) Rezepte vom Herrn Herrberger bekommen hatte.                                                  
Zur gleichen Zeit zogen unter uns Melanie und Robert ein. Ja, ich weiß, das wirkt jetzt etwas verwirrend, aber wart's ab und lies einfach weiter, Du wirst sehen, das ergibt einen Sinn.  Melanie nämlich, die arbeitete in einer Krankengymnastik-Praxis.
Rate mal in welcher.
Nochmal Bingo!
Wir bekamen also langsam die nötigen Tipps und Verbindungen, um die Sache allmählich in die richtigen Bahnen zu lenken. Wir suchten ja auch noch nach dem richtigen Kinderarzt. Ein Kind muß einen guten Arzt haben, besonders wenn es schief und krumm ist, Koliken hat......., naja, Du weißt schon.                                                                     
Imke schließlich, ( okay, das wird Dir sicherlich langsam zu viel, ich kürz das ein Bißchen  ab ), also Imke, die hat ein plattfüßiges Quarterhorse (auch'n Pferd), das heißt Turbo und ist ne echt nette ( nee, nich das Pferd, die Imke natürlich, aber das Pferd ist auch kein so schlechtes ). Jedenfalls hat sie zum Thema Kinderärzte und Orthopäden auch noch ein paar Erfahrungen beigesteuert, eine andere Kundin wußte auch noch was ( keine Angst, ich hab ihren Namen sowieso vergessen ), so kam dann endlich System in die Sache.  
              
Lee-Lou hatte bald einen, wie ich meine recht guten, Kinderarzt, den Herrn Dr. Wenner, einen ordentlichen ( "zusätzlichen" ) Orthopäden, den Herrn Limbrock, bekam ausreichend Osteopathie-Rezepte, kurz: Es fing an besser zu laufen.     
                                                         
Ihre Mutter war dann auch überzeugt, daß Babyschwimmen eine gute Sache ist ( das war eigentlich schon etwas eher, paßte aber noch nicht so gut in den Text ), zum Turnen ging Lee-Lou etwas später auch ( ebenfalls mit ihrer Mutter, weil ich ja Werktags meistens arbeiten war ).                                                                                                                                                                                                                                   
Prompt wurden auch die Koliken besser, sie schlief besser, sie aß besser ( gestillt wurde sie dann bald nicht mehr, was ich wiederum nicht so toll fand ).
Du siehst, manchmal muß man einfach etwas Glück haben, dann läuft der Laden auch irgendwie.                      
Und das war auch nötig, denn ich mußte langsam mal einiges an Schlaf nachholen.
Du mußt wissen, Lee-Lou's Mutter schläft sehr spät ein, dann aber sehr fest und lange. Also war die zweite Nachthälfte  sozusagen Fiete's Dienst. Wenn Lee-Lou dann aufwachte, mußte ich sehen was zu tun war ( Windeln wechseln, trösten wenn aua, und so weiter ).
Morgens vor der Arbeit war dann Lee-Lou's und meine schönste Zeit.
Kurz ( ca. eine bis eineinhalb Stunden ), aber gut.
Lee-Lou hat meist ein Bißchen gespielt, nachdem sie wach wurde, und ich hab Brote geschmiert, Tee oder Kaffee  gekocht, u.s.w.... und nebenbei machten wir das, was wir am Besten konnten.
Einfach wir sein,
                                             
                                                                   Papa&Lee-Lou.                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Am Wochenende, oder wenn ich frei hatte, haben wir dann richtig Zeit für einander gehabt.  Ich hab zwar manchmal auch etwas länger geschlafen, aber eher selten. Meist haben wir uns morgens erst mal ausgiebig miteinander beschäftigt, dann vielleicht schon mal zusammen Frühstück vorbereitet, oder so...

Du mußt wissen, Lee-Lou hat derzeit noch sehr gern geholfen.

Papa's little Helper
Fegen oder lieber wischen?
                              
                                                                 Aber das ist lange her.....                                                                                                                                       


Man könnte fast denken, daß die Geschichte von da an eigentlich wieder ganz normal vor sich hin laufen könnte.
Manchmal dachten wir das sogar selber.

Ich baute für uns ein hübsches kleines Gewächshaus, Lee-Lou wurde nach und nach immer gerader, ihre Mutter hatte eine Zeitlang auch nicht so viele und so heftige Anfälle, kurz: es war manchmal richtig gemütlich.
Wir bekamen neue Nachbarn, die auch ganz nett waren ( und das sind sie immer noch ).
Prima, oder ?

Ein 1,20 tiefes Loch
Fundament aus Stahlbeton
Die richtige Füllung aus, Holz, Mist Laub, Kompost
            und Erde macht's
Eben das Haus zusammengebaut
Ein paar Restarbeiten noch, derweil die ersten
            Radischen u.s.w. schon fleißig wachsen
Fertig. Gurken, Tomaten u.s.w. satt
Zeit zum spielen



                                                                       Pustekuchen!

Seit einiger Zeit fing Lee-Lou an, öfter krank zu werden.
Erkältungen.
Ihre Mutter und ich dann auch.                                                           
Du must wissen, es ging derzeit so ein mieser, zäher Virus um.
Wenn einer von uns gerade mal wieder halbwegs gesund wurde, schleppte der andere das kleine Mistvieh wieder an.
Zum Beispiel Lee-Lou von ihren Krabbelgruppenfreunden, oder später aus dem Kindergarten, oder ich von der Arbeit, oder ihre Mutter von wer-weiß-wo, oder so.
Einmal mußten Lee-Lou und ihre Mutter deswegen sogar ins Kinderhospital, weil beide anfingen zu dehydrieren. So nennt man das, wenn mehr Wasser aus einem herauskommt, als reingeht.
Das merkwürdige an diesem Hospital ist, daß die Mütter ( manchmal vielleicht auch Väter ) da aufpassen müssen, daß sie nicht selbst zu sehr krank werden, sonst schmeisst man sie wieder raus. Lee-Lou's Mutter hatte Glück und wurde gerade eben nicht rausgeschmissen ( war aber knapp ).
Ich wurde derzeit auch von Ende 2004 bis Mitte 2005 einfach nicht wieder richtig gesund. Aber ich kann eine ganze Menge ab.
Bei Lee-Lou dauerte das schließlich von etwa Herbst 2004 bis Frühjahr 2006, mal mehr mal weniger, oftmals eher mehr. War sie dann mal halbwegs wieder fast gesund, konnte ihre Mutter es nicht abwarten und ging mit ihr z.B. zum Schwimmen und schon hatte sie es wieder. Oder im Kindergarten, oder der Krabbelgruppe steckte sie jemand an, oder so..., sie wurde es jedenfalls einfach nicht richtig wieder los.
                          
Das konnte nicht so weitergehen!

Es mußte etwas passieren!                                           
Also fuhr ich, wenn es irgend möglich war, mit zu Lee-Lou's Ärzten und wir überlegten gemeinsam, was man da machen könnte.
Das war nicht so einfach.
Lee-Lou hatte nun schon zweimal Antibiotika bekommen, ihre Entwicklung ließ auch langsam etwas nach und dieser Virus ging immer noch um.
Der Doktor Wenner meinte schließlich, das beste und einfachste wäre, wenn Lee-Lou erstmal irgendwohin kommt, wo sie sich erholen kann, ohne ständig reinfiziert, also immer wieder neu angesteckt, zu werden.
Das leuchtete uns ein.
Ein Ortswechsel. Am besten weiter weg, in gesunder Umgebung.
Aber wie machen?
Ich konnte ja nicht weg, wegen der Arbeit und wir hatten ja auch kaum Geld. Du must wissen, in meinem Job muss man zwar reichlich und hart arbeiten, aber Geld gibt's dafür nur recht wenig. Deswegen wollte ich mir auch auf die Dauer eine andere Arbeit suchen, am besten als Fahrer, oder so. Aber ich hatte meinen Führerschein erst vor kurzem, nach sehr langer Zeit, wieder neu gemacht, nicht zuletzt wegen Lee-Lou und hatte auch noch gar keine Zeit gehabt, etwas passendes zu suchen.
Und Lee-Lou's Mutter war ja Rentnerin, wegen ihrer Depressionen, na zumindest wegen psychischer Störungen.
Mal eben verreisen war also nicht drin.
                                                        
Und so kamen der Doktor Wenner und ich auf die Idee, daß es das Beste wäre, die beiden in Mutter-Kind-Kur zu schicken.                                                                                                                                                                   
Lee-Lou's Mutter mußte ein Bißchen überredet werden. Ich fand es ja auch nicht gerade toll, die beiden für ein paar Wochen los zu sein, aber was hätte man denn sonst machen sollen?
Der Doktor meinte, Gebirge wäre nicht schlecht.
Als alter Norddeutscher war ich aber mehr für die Nordsee, wegen der guten Luft und weil das nicht ganz so weit weg ist.
Lee-Lou's Mutter, die, genau wie ich, aus Hamburg kommt, fand das auch besser. Das verstand der Doktor wohl. Obwohl er sich wegen des Reizklimas nicht ganz sicher war, wurde also beschlossen, daß die beiden nach Möglichkeit an die See sollten.
Nach Möglichkeit, weil die Kasse, die das ja zahlen sollte, auch noch was zu sagen hatte.
Und das tat die denn auch.
Erstmal wurde die Kur nämlich abgelehnt.
Frage mich nicht warum, ich weiß es nicht mehr.
Es gingen dann ein paar Briefe hin und her.
Doktor Wenner setzte sich noch mal dafür ein und wir bekamen ein neues Antragsformular zum Ausfüllen.
Da schrieb Lee-Lou's Mutter dann in das dafür vorgesehene Feld, so quasi als "zusätzliches Argument": "...schwieriger Partner".
Ich stutzte zwar etwas, dachte dann aber : "Egal, wenn's hilft isses okay", und unterschrieb das Papier.                                                                                     
Der Antrag wurde auch prompt genehmigt.
Mit dem Antwortbrief kam auch gleich ein Satz Unterlagen und Broschüren über die Kurklinik.
Im Ruhrpott!
Das ging gar nicht!
Also wieder hin zum Doktor, noch einen Brief verfasst, dann klappte die Sache endlich.
Hatte jetzt auch schon mehr als drei Monate insgesamt gedauert und Lee-Lou war immer noch am Kränkeln.
               
Bordelum, kurz vor der dänischen Grenze.
Das machte einen guten Eindruck.                    
Wir beschlossen, mit dem Auto von Lee-Lou's Mutter eine schöne, ruhige Überlandfahrt dahin zu machen.


Vorher gab es aber noch ein ganz anderes Abenteuer, daß ich Dir auch nicht vorenthalten möchte. Es war so ziemlich das größte, was wir als Familie, also alle drei zusammen, erlebt haben.


                                                   Papa, Mama & Lee-Lou gehen in die Luft!

Im Frühjahr ist in Bad Essen immer ein "Flugtag", das heißt, da treffen sich ganz viele Flieger auf dem dortigen Flugplatz und zeigen ihre Maschinen, führen vor was sie damit alles machen können, lassen auch mal jemanden für ein paar ¤uro eine Runde mitfliegen und feiern ihren Spaß an der Fliegerei. Das wollten wir uns auch einmal anschauen, also fuhren wir da hin.
Und das war wirklich eine ganz tolle Angelegenheit, da gab es alle möglichen Flugzeuge, vom ganz kleinen Modell, das man aus der Hand starten konnte, bis zu gaaanz alten Maschinen, in denen auch mal einige Leute mitfliegen konnten.
Imke trafen wir dort auch ( Du weißt, die mit dem Westernpferd, das an dem Tag aber natürlich nicht dabei war, denn Pferde mögen den vielen Motorenlärm nicht ). Sie wohnte gar nicht weit entfernt und war mit ihrer Familie gekommen, um auch die Flugzeuge zu bestaunen und ihren Kindern ein paar leckere Würstchen zu spendieren.

Tja, und dann waren da zwei wirklich sehr alte Doppeldecker. Antonov AN II heißen die und das waren mal die größten Doppeldecker der Welt, na, zumindest die größten, die nur einen Motor hatten und wahrscheinlich sind sie das heute noch.
Und was für einen Motor!
Der hatte neun riesige Zylinder und tausend PS.

Sternmotor mit neun Zylindern

Da konnte mindestens rund ein Dutzend Leute rein, wie in einen kleinen Bus.
Das schauten wir uns natürlich ein paar mal an, wie diese beiden alten Fluzeuge aus Russland starteten und landeten und zwischendurch ihre Runden in der Luft drehten. Das konnten die sogar sehr, sehr langsam, richtig gemütlich sah das aus. Nicht nur Lee-Lou staunte, alle die das sahen waren begeistert und fasziniert davon.

Gar keine Frage, das wollten wir auch mal ausprobieren!

Wir fragten also jemanden, der zu den Leuten gehörte, die die Karten verkauften, was das denn kosten würde. Na ja, billig war das nicht gerade, aber uns wurde gesagt, daß man das Kind ja auf den Schoß nehmen könne, dann bräuchten wir nur zwei dieser Flugkarten zu bezahlen, weil wir ja auch nur zwei ( Sitz-)Plätze bräuchten.

Gesagt, getan!

Und schon standen wir mit ein paar anderen Leuten in einer Warteschlange, als das nächste mal eine der beiden Maschinen gelandet war.

Tante Anna landet

Wir stiegen ein, die Mama setzte sich auf einen Platz links vom Gang und Papa rechts, mit Lee-Lou auf dem Schoß. Es dauerte noch ein wenig, bis alle über die kleine Treppe in das Flugzeug geklettert waren, der Pilot erzählte auch noch ein wenig darüber und wir durften einmal nach vorne zum Cockpit kommen und hineinschauen. So viele Schalter und Hebel und Knöpfe und Instrumente mit Zeigern und Zahlen hatten wir noch nie gesehen, noch dazu auf so engem Raum.
Aber wir waren ja auch noch nie geflogen.

Hebel, Knöpfe und Schalter

Dann mußten wir uns aber wieder hinsetzen und anschnallen, denn der Pilot, besser gesagt, beide Piloten, starteten den Motor. Da wurden Hebel bewegt, und Schalter umgelegt und Knöpfe gedrückt, ein kleiner Motor fing an zu summen, eine Pumpe pumpte Luft irgendwo hinein, irgendetwas fing an sich immer schneller und schneller zu drehen, wieder wurden Hebel bewegt, und Schalter umgelegt, Knöpfe gedrückt und das was da drehte wurde wieder langsamer und dann fing endlich der große Propeller an mitzudrehen und einige Zylinder knallten ein paar mal, dann mehr Zylinder und schließlich brummte der Motor los, immer gleichmäßiger.
Das Flugzeug rollte langsam an, holperte über das Gras und wurde etwas schneller. Der Pilot schaltete, fast so wie bei einem alten Bus oder Lastwagen, irgend etwas zischte irgendwo und es wurde noch etwas schneller.
Tja, und dann hörte das Geholpere einfach auf und alles wurde ganz ruhig, nur der Motor brummte zufrieden vor sich hin.
Es schaukelte ein wenig, aber nur ganz wenig.

Wir flogen!
Immer höher.

Wir konnten den Wald sehen, die Strasse in der Imke wohnte und den Hof von Bauer Schorse, wo Papa immer mal mit Peter, dem Hufschmied, den Pferden die Füsse pflegte.

Wir fliegen!

So flogen, schauten und staunten wir vor uns hin.

                                                         Papa, Mama und Lee-Lou.........

Leider ging der Flug viel zu schnell zu Ende.
Schon waren wir wieder auf dem Weg zum Flugplatz, hopsten über das Gras, das Holpern fing wieder an, der Motor wurde immer langsamer, stand still, und das Abenteuer war vorbei.
Das hätten wir gern öfter gemacht und wir nahmen uns vor, nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dorthin zu fahren und mit einer der beiden alten Antonovs zu fliegen.

                                                     Aber dazu sollte es nie mehr kommen.


                                                         Die Überlandfahrt nach Bordelum

Tja,....                                                                                                             
Ganz so ruhig wurde die dann aber doch nicht.
Irgendwie passte Lee-Lou's Mutter die Sache nicht so richtig.
Frag mich nicht warum, aber sie wurde immer genervter und es war ziemlich schnell vorbei mit der Ruhe.
Irgendwann wurde Lee-Lou dann auch ein wenig nervös, hielt sich aber recht tapfer.
Sie war jetzt ja auch schon zweieinhalb Jahre alt und gab sich richtig Mühe ein nettes kleines Mädchen zu werden, mit dem man gut klarkommen konnte, wenn man wollte.
Trotz der ganzen Probleme, die sie schon erlebt hatte.
Und sie wußte ja auch, daß sie jetzt mit ihrer Mama ans Meer sollte, ein riesengroßes Wasser und Wasser liebte Lee-Lou über alles.
      
                                                              Ein echtes Abenteuer also.
                                                                   
Nun gut, wir kamen schließlich in Bordelum an, schauten uns die Klinik an, wurden ein Bißchen herumgeführt und luden das Gepäck aus.                                                            
Okay, die Sache war also einigermaßen in Gang gebracht und ich mußte langsam auch wieder los. Ich hatte ja noch ein paar hundert Kilometer abzuspulen, bis ich wieder in Lotte war.
Ich nahm
also meine beiden Mädels noch ein paar mal kräftig in den Arm, wünschte ihnen viel Spaß und gute Erholung und sah zu, daß ich wegkam.
Wat mutt, dat mutt, wie wir "Fischköppe" so sagen.
Na ja, die drei Wochen, das sollte ja wohl zu machen sein.
Ich hatte Lee-Lou's Mutter zwar gesagt, daß sie am besten schon in der ersten Woche Verlängerung beantragen solle, da fünf Wochen Kur natürlich besser sind als drei, aber irgendwie machte es den Eindruck, als ob sie das von vornherein nicht so richtig wollte.
Du hast vielleicht schon gemerkt, daß sie ganz schön rätselhaft sein konnte und man manchmal nicht so recht schlau aus ihr wurde.
Vielleicht hast Du's auch nicht gemerkt, na, dann lese einfach weiter und bilde Dir Deine eigene Meinung.
 



Die drei Wochen lief alles eigentlich ganz locker.
Zumindest auf den ersten Blick.
Ich holte etwas Schlaf nach, bastelte und putzte zwischendurch ein Bißchen an meinem Motorrad
, oder an Lee-Lou's Fuhrpark ( falls es Dich interessiert, ich hatte derzeit eine alte BMW, ein ausgedientes Polizeifahrzeug in original Grün-Weiß, mit einer ziemlich schweren Unfallschutzverleidung dran, hinter der man so geschützt war, daß man selbst bei schneller Fahrt manchmal noch ganz schön schwitzte ).

Original-grünweiße Gummikuh

Du mußt wissen, Lee-Lou hatte derzeit auch schon 'ne Menge Fahrzeuge.
Allein um draußen damit herumzukurven hatte sie einen Trecker ( dem ich bloß ein Paar neue Pedale basteln brauchte ), einen richtigen kleinen Unimog ( da fehlte auch ein Pedal, aber die Kinder kamen auch so damit klar ), ein neu bereiftes Bobbicar, ein Trike mit Elektromotor ( mit dem man, nachdem ich die Bremse etwas umgebaut hatte, sogar wieder anhalten konnte ), ein Laufrad ( das ich so umgebaut und tiefergelegt hatte, daß Lee-Lou mit den Füssen den Boden erreichte ) und genügend Anhänger ( Kipper, Güllefass - da kam natürlich keine Gülle rein, sondern Wasser - und so weiter... ).
 
Bobbycarrennpilot
Treckerfahrn

Die hatte ich alle von guten Kunden für Lee-Lou geschenkt bekommen, großteils übrigens von Imke.                                                            
Nebenbei lernte ich die Nachbarn und ihre Kinder immer besser kennen.
Lee-Lou und ihre Mutter hatten, soweit ich das im Nachhinein beurteilen kann, auch eine Menge Spaß und erholten sich ganz gut.
Ganz genau weiß ich das aber nicht.
Du wirst schon noch sehen warum, es wurde nämlich ab etwa der Zeit ( Ende Mai 2006 ) alles ziemlich seltsam in unserer kleinen Familie.
Wenn Du es wirklich wissen willst, lies einfach weiter, wundere Dich nicht allzu sehr und mach Dich auf ein paar Merkwürdigkeiten gefasst.
Wenn Du meinst, daß es Dir zu viel werden könnte und es bis jetzt ja eigentlich eine ganz nette Geschichte zum Schmunzeln war, dann hör besser hier auf, nach den nächsten Absätzen ist der Spaß nämlich erst einmal zu Ende.
Bis heute ist praktisch
gar nichts Nettes mehr passiert, das sich aufzuschreiben lohnen würde und ein Ende dessen ist noch lange nicht abzusehen.
                                                                  Wenn überhaupt.....



Okay, also erstmal zum netten Teil der Kurgeschichte.
Lee-Lou's Mutter machte eine Menge Fotos, von denen ich hoffe, daß ich einige davon noch irgendwann hier einfügen oder verlinken kann. Ich hab nämlich noch keine Ahnung, wie man das macht, muß es also erst noch lernen ( aber auch das habe ich mittlerweile schon einigermaßen kapiert, wie Du ja sehen kannst ).
Als ich diese später betrachtete und mit meinen beiden Kurlaubern darüber sprach, kam ich zu dem Schluß, daß es eine sehr schöne Kur gewesen sein muß.
Ich sah Lee-Lou am Strand, auf der Lorenbahn, die durch's Watt fährt, ich sah sie auf dem Spielplatz der Klinik ( es war eigentlich mehr eine Wohnanlage mit eigenem Schwimmbad und was noch so zum Kurbetrieb gehört ) mit anderen Kindern spielen, sah sie mit dem Ausflugsschiff "Hauke Hayen" auf Halligfahrt, sah Seehunde, sah sie die, extra für die Ausflügler gefangenen, Fische, Krabben und sonstige Nordseetiere im Aquarium betrachten, sah sie mit einer kleinen Scholle in der Hand staunend an Deck sitzen.

Auf der Lorenbahn
Hauke Hayen
Seehunde
Seewasseraquarium
Oh! Fisch

Ich sah auch ein paar Bilder von anderen Kurgästen, denen es offensichtlich auch nicht schlecht dort erging.

Immer wenn ich diese Bilder sehe, wünschte ich, ich hätte das mit Lee-Lou erleben können.
Leider sah die Sache für mich derzeit aber ganz anders aus.

Wir telefonierten nahezu täglich.
Ich sprach auch mit Lee-Lou, aber die konnte mit der Technik noch nicht viel anfangen
( Papa in so einem kleinen Ding, warum kommt er da nicht raus und warum hört er sich so komisch an? ). Es war ja auch das erste Mal, daß sie es versuchte.
Aber sie machte einen ganz vergnügten Eindruck.

Ihre Mutter allerdings gar nicht.
Die Klinik wäre ja wohl das Letzte, viel zu hellhörig und laut ( war tatsächlich etwas hellhörig, wie ich mich selbst überzeugt habe, aber laut? Nicht als ich da war ).
Das Personal könne man vergessen, es hätte keine Ahnung, keine Zeit, wäre abweisend und unpersönlich.
Die zwei oder drei Mitarbeiter, die ich erlebte, waren nett, zuvorkommend und hilfsbereit.
Sie beschwerte sich über die Anwendungen, kurz: es war scheinbar alles Mist.

Selbst an Lee-Lou ließ sie kaum ein gutes Haar.
Das Kind wäre nur noch schwierig, oft rebellisch, würde überhaupt nicht hören was man ihm sagte, würde Sachen kaputt machen, fast alles verweigern und jede Menge mehr Probleme bereiten.

Das machte mir natürlich ernsthafte Sorgen, denn so kannte ich mein Lee-Loudelken gar nicht.
Klar, daß ein Kind nicht immer nur vorbildlich brav sein kann, aber so extrem war Lee-Lou bis dahin nie gewesen.

Und noch etwas machte mir Sorgen.



Dazu muß ich mal wieder etwas ausholen, aber das bist Du ja schon gewohnt von mir.

Ein paar Wochen vorher hatte sich etwas abgespielt, was ich einfach nicht vergessen konnte, weil es völlig unverständlich war.



Es muß ungefähr etwa Anfang Mai 2006 gewesen sein.
Es war sehr schönes Wetter, weshalb Lee-Lou und ihre Mutter im Garten waren.
Wie so oft, kamen auch die Nachbarskinder dazu, die Lee-Lou  sehr gern mochten.
Ich war eigentlich im Keller beschäftigt ( reparierte wahrscheinlich irgendeinen Haushaltsgegenstand ), aber um das Wetter auszunutzen, kam ich zum Rauchen nach draußen und setzte mich auf den großen Betonklotz, der in der Mitte zwischen unserem und dem Nachbarhaus auf dem Rasen lag.
Der Nachbar, der auch gerade Lust hatte eine kurze Zigarrettenpause zu machen, setzte sich dazu und wir unterhielten uns ein wenig.

Nach ein paar Minuten kam Jackie, die jüngste Nachbarstochter ( derzeit etwa 6 Jahre alt ) um die Hausecke geschlendert.
Gut gelaunt kam sie auf uns zu und sagte zu mir:
"Du...Fiete",
ich:"Ja, Jackie?",
sie: "Mit Dir kann man ja gar nichts mehr anfangen"
und strahlte, als ob das ein besonders lustiger Witz wäre.
Ich ( ziemlich verwirrt ): "Äh, wie meinst Du das, Jackie, warum kann man denn mit mir nix anfangen?"
Jackie: "weil Du nämlich völlig unzuverlässig bist",
und lachte über das ganze Gesicht.
Der Nachbar, der aussah wie vom Donner gerührt, fragte: "Sag mal, was erzählst Du denn da für einen Mist?"
Ich machte eine beschwichtigende Handbewegung und fragte: "Wie kommst Du darauf, wer erzählt denn sowas?"
Jackie: "Hat Tina gesagt",
und versuchte, offensichtlich etwas verunsichert, zu zeigen, daß das wohl sehr lustig sein sollte.
Ich: "Da hast Du bestimmt was nicht ganz richtig verstanden, denke ich, oder?".
Der Nachbar: "Das soll Tina zu Euch Kindern gesagt haben, das glaube ich aber nicht".
Jackie: "Doch das stimmt, das hab ich genau gehört, das hat sie uns so gesagt".
 
Wir redeten noch einen Moment so hin und her, dann trollte Jackie sich.
Der Nachbar sagte zu mir: "Wenn das stimmt, dann ist da aber was im Busch. Das würde ich mir nicht gefallen lassen".
Ich sagte ihm, daß ich überhaupt nicht kapiere was da los ist und daß ich Lee-Lou's Mutter darauf mal ansprechen würde, aber nicht im Beisein der Kinder.
Abends, nachdem Lee-Lou schlafen gegangen war, erzählte ich ihr davon und fragte sie, ob sie mir erklären könne, was da wohl hinterstecken könnte.
Sie tat die Sache sehr kurz und offensichtlich genervt ab und sagte etwas wie: "Die Blagen kapieren doch sowieso nix und Jackie erzählt eh nur Blödsinn."
 
Mir war diese Erklärung zwar deutlich zu mager, aber es lohnte nicht weiter nachzubohren,
es wäre doch nichts Rechtes dabei herausgekommen, das war klar.



Okay, ich hatte mir sowieso vorgenommen, die beiden Kurlauber einmal zu besuchen und da ich keine klaren Rückmeldungen bekam, ob es den beiden wirklich gut ging, fuhr ich lieber zweimal hin.
Ich schaute mir den Betrieb dort recht genau an und wir unternahmen zwei kleine Ausflüge, einmal ins Watt ( oder besser gesagt,  zu einem Weg, der zu einer Hallig führt ) und einmal wanderten wir ( sehr langsam, da ich sehr schlecht laufen kann ) zu einer nahegelegenen Quelle.
Auch nahm ich an den Mittagsmahlzeiten teil und konnte nichts feststellen, was zu den telefonischen Klagen von Lee-Lou's Mutter passen könnte.
Lee-Lou war recht gleichmäßig gut gelaunt, ruhig und ausgeglichen ( innerhalb der üblichen Schwankungsbreite eines zweieinhalbjährigen Kindes ) und der Aufenthalt dort schien ihr sehr gut zu tun.
Natürlich freute sie sich auch, daß Papa da war, das machte sie vielleicht noch etwas "pflegeleichter".
Ich war also erstmal einigermaßen beruhigt und führte die Beschwerden von Lee-Lou's Mutter auf ihre eigenen Stimmungsschwankungen zurück, die wir gewohnt waren und mit denen wir uns, so gut es ging, arrangierten.

                                       Im Nachhinein betrachtet ein vermutlich fataler Fehler



Logisch, daß ich meine beiden Mädels auch wieder abholte, als die Kur vorbei war.
Und dabei passierte die nächste Seltsamkeit.

Ich kam gegen Mittag, wie abgesprochen, in Bordelum an.
Wenn ich mich recht erinnere, hatte Lee-Lou ihren Mittagsschlaf allerdings schon beendet.
Normalerweise hätte mir das auffallen müssen, es ging aber in den folgenden Ereignissen einfach unter.
Nun, auf jeden Fall war Lee-Lou gut gelaunt und freute sich, mich zu sehen.
Auch ihre Mutter machte zunächst einen recht ausgeglichenen Eindruck.
Sie schlug vor, daß Lee-Lou und ich noch zusammen nach draußen spielen gehen sollen, da sie der Meinung war, sie könne das Gepäck der beiden besser allein zusammenpacken, als mit unserer Hilfe.
Lee-Lou fand das okay und ich sagte, daß sie uns einfach bescheid sagen solle, wenn sie fertig ist, damit wir dann zusammen einladen können.

Also trollten wir beiden uns in die Sandkiste und machten uns noch eine recht vergnügte Stunde. Es gab ja einiges zu erzählen und es kamen auch ein paar andere Kurgäste und deren Kinder vorbei, von denen sich Lee-Lou verabschiedete.

Da Spielplatz und Parkplatz direkt aneinander grenzten und unmittelbar vor der Eingangstür zur Kurklinik lagen, machten wir uns auch gar keine Gedanken, daß irgendetwas schief gehen könnte. Wir gingen davon aus, daß alles so laufen würde, wie wir es abgemacht hatten.
Dementsprechend erschrocken waren wir auch, als plötzlich die Tür des Hauses aufging, Lee-Lou's Mutter mit hochrotem Kopf und 2 schweren Koffern herauskam und ziemlich lautstark ihren Unmut abließ.
Wir konnten in der Sandkiste, also schon einige Meter entfernt, jedes Wort deutlich verstehen, nur was uns das sagen sollte, verstanden wir gar nicht.

Die genauen Formulierungen weiß ich nicht mehr, aber es war eindeutig, daß sie der ganzen Welt klar zu machen versuchte, daß wir ( also haupsächlich wohl ich, Lee-Lou war ja gerade mal gut zweieinhalb Jahre alt ) ihr grundsätzlich jede Arbeit allein überlassen würden und nun auch bloß nicht auf die Idee kommen sollten, doch noch helfen zu wollen.
Ich versuchte noch einzuwenden, daß wir lediglich, wie abgesprochen auf sie gewartet hätten, aber sie war bereits wieder im Haus verschwunden.
 
Also gingen Lee-Lou und ich zum Auto, verstauten die Koffer und folgten ihr dann in's Haus.
Ein paar Kleinigkeiten gab es denn doch noch für uns zu tragen.
Ich muß dazu sagen, daß Lee-Lou's Mutter, als wir in das Zimmer kamen, wieder einen relativ umgänglichen Eindruck machte. Man hätte fast denken können, daß es sich bei ihrem Gemecker vorher um eine Art Scherz gehandelt haben könnte.
 
Auf die Leute, die den Vorfall vor der Kliniktür mitbekommen hatten, hatte es aber sicherlich überhaupt nicht scherzhaft gewirkt.



Diesmal beschloss ich, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen.
Nach "gemütlicher Überlandfahrt" stand mir der Sinn überhaupt nicht ( mehr ), es war aber auch gar nicht die Zeit dafür.
Seltsamerweise schien Lee-Lou's Mutter aber ungefähr die erste Hälfte der Fahrt ein ziemlich starkes Mitteilungs- bzw. Besprechungsbedürfnis zu haben.
Sie erzählte in einer Tour über alles mögliche und schien auch entsprechende Antworten zu erwarten.
Dummerweise war nichts sonderlich entspannendes oder gar den Bedürfnissen von Kindern entprechendes dabei.

Kurz gesagt, die Fahrt wurde etwas stressig.
Lee-Lou's Mutter bewertete Gott und die Welt, den Kuraufenthalt, unsere Nachbarn, ihr soziales Umfeld und was man noch so alles mal bei einem Kaffee unter 4 Augen hätte bereden können ( und zwar durchweg ziemlich negativ ), während Lee-Lou und ich ab und zu ein Bißchen locker zu plaudern versuchten.

Spätestens ab etwa Bremen war die allgemeine Laune auf Null.
Irgendwie standen wir es aber durch und kamen ohne ernsthaften Streit zu Hause an.



Tja, von nun an ging's bergab, hätte Hildegard Knef den Rest unserer familiären Gschichte wohl überschrieben.

In Lee-Lou's Beisein gaben wir uns zwar Mühe uns relativ normal zu verhalten und sicherlich gab es auch Momente, in denen es fast so aussah, als würden wir wieder ein einigermaßen brauchbares Verhältnis miteinander aufbauen können, aber wenn Lee-Lou nicht gewesen wäre, hätte ich wohl schon wenige Wochen nach der Kur die Beziehung zu Lee-Lou's Mutter beendet.
 
Für sie schien es nur noch ihre eigene Welt zu geben.
Sie unterhielt sich zwar gelegentlich mit mir darüber, aber wirklichen Zugang zu dieser Welt hatte ich nicht.
Umgekehrt waren auch kaum noch Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Es war bestenfalls ein Aneinandervorbeileben.
Egal was sie mit mir besprach, sie stellte es überwiegend negativ dar, wechselte ansonsten plötzlich das Thema, oder verließ - manchmal mitten im Satz - den Raum.

Versuche sie aufzumuntern, Dinge in ein positives Licht zu rücken, oder einfach sachlich darüber zu reden, erreichten sie scheinbar nicht.

Später ( leider erst sehr viel später ) erfuhr ich, daß sie derzeit ( möglicherweise auch schon vorher ) anfing, sich bei Bekannten über unsere Beziehung und meine angebliche Rolle darin, zu beklagen.

Und das zum Teil wohl auch in Lee-Lou's Beisein!
So erzählte mir ihr Ex-Ehemann Theo, über ein Jahr später, die folgende, sehr seltsame Begebenheit.



Ich kann natürlich nur versuchen, das sinngemäß wiederzugeben, was er mir erzählt hat und das ist logischerweise sehr subjektiv gefärbt.

Es muß etwa kurz vor oder nach der Kur gewesen sein, als Lee-Lou's Mutter mit Lee-Lou einen Bekannten besuchte, zu dem ich schon seit Jahren praktisch keinen Kontakt mehr hatte.
Es müssen außer Theo auch noch einige andere ( zum Teil recht gute ) gemeinsame Bekannte dort anwesend gewesen sein.
Man unterhielt sich und irgendwie kam das Gespräch auf das Thema Kinderwunsch und Familienplanung.
Lee-Lou's Mutter erzählte den Anwesenden ( wahrscheinlich in Lee-Lou's Beisein ), daß wir uns auch unbedingt ein zweites Kind gewünscht hätten. Das wäre jedoch ein utopischer Wunsch und zwar angeblich aus den folgenden Gründen:
Wir hätten wir es bereits ausgiebigst versucht und nach langem "Üben", wäre sie angeblich auch schwanger geworden.
Allerdings hätte sie eine Fehlgeburt im Krankenhaus erlitten, für welche offenbar ich verantwortlich wäre, da ich nämlich nur über qualitativ minderwertiges Erbmaterial verfügen würde......u.s.w.

Angeblich hätten die Anwesenden darüber dann auch noch ein wenig herumgefrozzelt, was hätten sie bei so einer Geschichte auch sonst tun sollen?

Zu deutsch: es wurde munter absoluter Unsinn geschwatzt, der mich in ein ziemlich seltsames Licht rückte und zwar wahrscheinlich vor Lee-Lou, die das alles mit Sicherheit überhaupt nicht verstehen konnte.

Nur der Vollständigkeit halber: Von irgendwelchen genetischen oder sonstigen erblichen Unzulänglichkeiten Lee-Lou's ist mir nichts bekannt ( obwohl sie auf den ersten Blick leicht erkennbar meine Tochter ist und derzeit auch meinen Nichten und Neffen recht ähnlich sah ).

Auch von irgendwelchen Schäden in meinem, oder meiner Familie Erbgut habe ich noch nie etwas gehört.

Zumindest staunte ich nicht schlecht, als ich mir diese Geschichte anhören mußte.
Ob sich Lee-Lou's Mutter das wohl selbst geglaubt hat?
Möglich ist das, vermute ich, aber........


Tatsächlich ist es so, daß Lee-Lou's Mutter sich derzeit ein zweites Kind gewünscht hat und mich mehrfach dazu zu überreden versuchte, ebenso wie sie mich einige Male angesprochen hat, ich solle sie doch heiraten und mich ebenfalls verrenten lassen.
Alles drei habe ich allerdings abgelehnt.
Eine Heirat, und das wußte sie, kam für mich noch nie in Frage.
Außer eben als inoffizielle persönliche Entscheidung der beteiligten Partner, den Rest des Lebens miteinander verbringen ( und das auch irgendwie rituell zelebrieren, bspw. im Freundes- u. Bekanntenkreis feiern ) zu wollen.

Und das wollte ich mit Lee-Lou's Mutter eigentlich, also etwa bis es zu diesen seltsamen und schrecklichen Ereignissen kam, die unsere kleine Familie zerstörten.
Ob aus gegenseitiger Liebe, oder der Liebe zum gemeinsamen Kind, oder im Idealfall natürlich beides, lasse ich dabei mal offen.
 
Diese Entscheidung hatte ich lange vorher getroffen und auch das wußte sie, schließlich hatte sie ja an diesen Entscheidungen mitgewirkt und zumindest so getan, als ob sie darin mit mir übereinstimmen würde.
Im Nachhinein vermute ich allerdings, daß es ihr dabei möglicherweise eher um die Sicherung erhöhter Unterhaltsansprüche, oder etwas ähnliches ging.
Vielleicht auch schlimmeres.

Theoretisch hätte ich zwar eigentlich auch gern ein zweites Kind gehabt, aber es sprach einfach zuviel dagegen.
Mal abgesehen davon, daß wir sowieso schon zuviele Menschen auf der Welt sind ( wie man an den Folgen unserer "kulturellen Bemühungen" deutlich erkennen kann ), wirkte Lee-Lou's Mutter mit Lee-Lou doch mittlerweile stark überfordert.
Zumindest dachte ich das, nach den merkwürdigen Ereignissen und ihren für mich oft unverständlichen Reaktionen in der Zeit.

Daß das erste Kind für eine psychisch vorbelastete Frau nicht unbedingt eine leichte Aufgabe darstellt, ist eine Sache, zumal ich meist an ungefähr vier Tagen die Woche arbeitete ( und zwar hart und lange ).

Daß sie aber immer öfter Sachen sagte wie z.B.: "Ich habe ja gar keine Freizeit mehr, immer nur das Kind am Arsch", obwohl ich sie nach Kräften unterstützte ( man kann sagen, sobald ich zuhause war übernahm ich praktisch die gesamte Verantwortung für unsere Familie ), war eine andere Sache, die mir sehr zu denken gab.
 
Nach meiner Auffassung ( vielleicht hast Du das schon geahnt ), sind Kinder nunmal kein Besitz, Eigentum oder Gebrauchsgegenstand, den man willkürlich mal annehmen, mal beiseite tun kann.
Es sind eigenständige, noch dazu schutzbedürftige Lebewesen, für die man die Verantwortung übernommen hat und die jede Hilfe und Förderung absolut verdient haben.
Sie können nichts dafür, daß man sie in die Welt gesetzt hat.
Man kann ihnen, im entsprechend geschützen Rahmen, ein kleines Stück persönlicher Freiheit ermöglichen, das Erwachsene nicht mehr haben ( oder zumindest nicht so ohne weiteres ). Das ist in meinen Augen so ziemlich die wichtigste Aufgabe der Eltern.
Entweder ist man bereit für sie zu leben, oder man hat die falsche Entscheidung getroffen.

Da muß man seine eigene persönliche Freiheit schon mal etwas einschränken und das Kind an erste Stelle setzen.
So sehe ich das zumindest.

Und das heisst ganz und gar nicht, daß man "etwas aus ihnen machen" kann, wie manche meinen, sondern im Gegenteil. Sie haben ein Recht auf ihr eigenes Leben und die Eltern haben dies zu erkennen, zu akzeptieren und alles dafür zu tun, daß sie eben nicht zum Produkt elterlicher, oder sonstiger, Willkür oder deren Wunschdenken werden.
 
Klar, daß das nicht immer ganz einfach ist.

Eben deshalb war ich von dem Moment an, wo ich von der Arbeit kam, bis zum nächsten Verlassen des Hauses, für Lee-Lou ( und natürlich auch für ihre Mutter ) da.
Wenn ich etwas im Keller bastelte, nahm ich Lee-Lou üblicherweise mit, wenn sie wollte. Wenn die beiden z.B. Arzttermine hatten, kam ich, wenn es eben ging, mit, u.s.w..
Wenn Lee-Lou's Mutter allein weg wollte, oder mußte, blieb ich mit Lee-Lou zuhause und wir hatten immer jede Menge Spaß miteinander.

Einzige Ausnahme war, daß ich alle ca. 6-8 Wochen, meist von Freitags abends bis Samstags morgens, mit dem Motorrad unterwegs war, 2-3 mal im Jahr auch bis Sonntags morgens.

Da Lee-Lou's Mutter trotzdem immer weniger der Sache gewachsen zu sein schien, entschied ich mich, nach einiger Überlegung und auch bestimmt nicht gerade gern, gegen ein zweites Kind.

Logisch, daß ich ihr das auch ausführlich erklärte und sie schien, wie bis jetzt fast immer, auch damit einverstanden zu sein.

So gut es eben geht für Lee-Lou da zu sein, schien mir besser, als das Risiko einzugehen, daß ihre Mutter den Belastungen des elterlichen Alltags nicht mehr gewachsen wäre.

Es kam ja auch noch hinzu, daß sie ihre 3 Ponies zu versorgen hatte und zu allem Überfluss in Jahr 2006 auch noch in einem Verein zur Gründung einer Waldorfschule sehr aktiv war.
Sie hatte dort die Posten des Kassenwartes, des zweiten Vorsitzenden, des Protokollführers und des "Mädchen für alles" übernommen.
Zumindest behauptete sie das und war entsprechend oft, meist nachmittags, nicht zuhause.
Glücklicherweise konnte sie Lee-Lou dort aber normalerweise mit hinnehmen, da auch andere Eltern ihre Kinder mitnahmen, die dann abwechselnd von jemandem  betreut wurden.

Prompt wurde sie schwanger. Obwohl sie angeblich die Pille nahm.
Sagte sie zumindest.
Ob es stimmte,.........ich weiß es nicht, im Nachhinein habe ich allerdings starke Zweifel an der Geschichte.

Eigentlich war sofort klar, daß das in der Situation zu große Probleme für unsere kleine Familie mit sich bringen würde.
Besonders auch für Lee-lou, da sie ja unter allem, was hätte passieren können am meisten würde leiden müssen.
 
So schwer es mir auch fiel, es blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich gegen das zweite Kind auszusprechen und Lee-Lou's Mutter schweren Herzens zum Schwangerschaftsabbruch zu raten.

Eine ziemlich miese Aufgabe!

Sie schien zwar in den Gesprächen, die sich darum drehten, grundsätzlich etwa der gleichen Meinung zu sein, wie ich, aber ihre Launenhaftigkeit wurde immer schlimmer.

Der Eingriff wurde ( nach Darstellung von Lee-Lou's Mutter, der ich derzeit immer noch 100%ig vertraute ) angebl. so früh wie möglich vorgenommen und verlief erfolgreich und ohne Komplikationen.
Körperlich schien es überhaupt kein Problem zu geben, noch nicht mal ein deutliches Unwohlsein o.ä..
Eben das macht es allerdings im Nachhinein für mich nicht gerade glaubwürdiger.

Unsere Paarbeziehung war ungefähr seitdem aber kaum noch als solche zu bezeichnen.
Egal wie ich auf sie zu- bzw. einzugehen versuchte, ich drang einfach nicht zu ihr durch.
Vor Lee-Lou gaben wir uns Mühe Papa und Mama zu sein ( zumindest wenn ich dabei war ), was ihr aber auch zusehens schlechter gelang.
Wenn wir zwei allein waren, beschränkte sich unser Kontakt allerdings fast ganz auf unvermeidliche Absprachen.
Das kam natürlich nicht auf einmal, sondern zog sich von ungefähr Frühjahr 2006 bis ziemlich genau September des Jahres hin.


Bis Anfang 2006 hatten sie meine Kontakte mit anderen Motorradfahrern nie gestört, eher im Gegenteil. Sie war gern mit auf deren Parties und Treffen gewesen und hatte ein scheinbar sehr gutes Verhältnis zu manchen meiner Freunde gehabt.
Noch als ich die "Gummikuh" ( also die grün-weiße BMW ) bekam, war sie ziemlich enttäuscht, als ich ihr mitteilen mußte, daß man darauf leider keine Sozia mitnehmen konnte. Tat mir ja auch leid, aber das ging nunmal einfach nicht.

Das - und mehr - änderte sich sehr plötzlich, als ich im Sommer 2006, nach diversen unentschlossenen Jahren, dann meinem Club als Probemitglied beitrat.
Der Schritt war lange schon absehbar und mit Sicherheit nichts Spontanes oder gar Unerwartetes gewesen. Es änderte sich dadurch auch nichts, außer daß ich jetzt auch offiziell dazu gehörte.

Was sich änderte war Lee-Lou's Mutter!
Mit einem mal war es der verhasste "Scheißclub", das "Mistmotorrad" u.s.w..

Daß sie in ihr Hobby ( die Ponies ) und ihre "Vereinsverpflichtungen" täglich mehrere Stunden investierte - mindestens rund drei, oftmals eher fünf ), während ich kein Bißchen mehr Freizeit beanspruchte als vorher auch, war ihr egal.

Das Fahrzeug brauchte ich sowieso, pflegte es eh nur soviel wie unbedingt notwendig ( und nebenbei hielt ich ja auch ihr Auto in Schuss ) und ich fuhr auch nicht öfter weg, als vorher.

Und wenn ich zuhause war und mich ihr zu widmen versuchte, war ihr das auch nicht recht.
Wenn wir uns verabredet hatten, um miteinander zu reden, hatte sie, nachdem wir Lee-Lou in's Bett gebracht hatten ( hauptsächlich immer mehr meine als ihre Aufgabe, zum Schluß war sie oftmals gar nicht da, oder ging mitten in der "Zu-Bett-bring-Zeremonie" einfach wortlos weg, manchmal ohne Lee-Lou gute Nacht zu sagen, was das Kind ziemlich enttäuschte und verwirrte ), dann doch "keine Zeit" für Gespräche.
Wenn nichts angesagt war und ich schon während der Tagesschau vor dem Fernseher einschlief, oder ( was derzeit noch alle paar Wochen mal vorkam ) danach ausnahmsweise noch mal einen Film sehen wollte, fing sie plötzlich an mit mir reden zu wollen ( allerdings fast immer in ziemlich vorwurfsvoller Art und Weise ) oder brauchte mit einem mal Hilfe ( wollte angebl. Bettwäsche zusammenlegen oder ähnliches ).
 
Kam dann mal ein Gespräch zustande, lief das meist so ab, daß sie einen Monolog aus Vorwürfen hielt, laut wurde, wenn ich darauf einzugehen versuchte, um dann ziemlich schnell das Gespräch zu beenden, indem sie entweder mitten im Satz die Küche ( oftmals auch die Wohnung, bzw. das Haus, und zwar oft für mehrere Stunden ) verließ, oder ( zum Schluß immer öfter ) noch ein paar mal die Küchentür heftig zuknallte, bevor sie ( nicht ohne auch die Wohnungstür zuzuballern ) verschwand.

Und die Küchentür war gerade mal einen knappen halben Meter von der Kinderzimmertür entfernt!

Kurz gesagt:
Ging ich auf sie zu, bot ihr Hilfe an, oder fragte nach gemeinsamen Unternehmungen oder Interessen, war es so gut wie immer falsch.
Ließ ich sie in Ruhe, war es so gut wie immer falsch.
Schlief ich ein ( oder erdreistete mich sogar in's Bett zu gehen ), war es so gut wie immer falsch.
Blieb ich wach, falls sie doch noch irgendetwas von mir wollte, war es so gut wie immer falsch.
Seltene Ausnahmen, wo sie erstaunlicherweise mal nahezu normal mit mir kommunizierte, bestätigten nur noch die Regel.
Und kamen immer weniger vor!

Es war die Hölle!

Aber es war mir, wenn auch nicht gleichgültig, so aber doch nicht das Wichtigste im Leben.

                             Denn das war die selbstgewählte Aufgabe, für Lee-Lou da zu sein!



Das soll nicht heißen, daß es nicht zwischendurch auch mal ein paar echte Lichtblicke gab.
So traf ich im Sommer 2006 zwischendurch beim Einkaufen einmal einen alten Bekannten, der ein Dorf weiter in einem alten Bauernhaus wohnt und den ich mehrere Jahre nicht gesehen hatte.
 
Axel.
Ich erzählte ihm, daß ich eine Tochter habe und wie der Zufall es so will, erfuhr ich, daß er auch zwischenzeitlich Papa geworden war und daß er mit Freunden und Bekannten am nächsten Wochenende ein Sommerfest für Kinder veranstalten wollte.
Logisch, daß ich zusagte, als er uns einlud.

Lee-Lou's Mutter war einverstanden, Lee-Lou sowieso, also fuhren wir nächsten Samstag nachmittag dorthin.

Und waren mittelschwer überrascht!

Es müssen allein ca. 30-40 Kinder da gewesen sein und dazu entsprechend Eltern, Großeltern, Tanten, Onkels, Nachbarn u.s.w.....

Fast wie eine Art kleineres Volksfest, das die Kinder zum sehr großen Teil selbst gestalteten.
Es waren einige Zelte und Pavillons aufgebaut, jede Menge Spielgeräte aller Arten, mehrere Sandkisten, Platz auf dem Rasen und im sonstigen Garten,.........
Kurz: Es war alles reichlich vorhanden, was das Kinderherz so begehrt!

Größere Kinder hatten sich ein paar Zirkusnummern ausgedacht, jeder der wollte, zeigte was er konnte, ein wirklich kunterbuntes Treiben.

Die Erwachsenen saßen oder standen dazwischen herum, bedienten sich an Kaffee, Kuchen, Salaten, Würsten, Saft, Wein und Bier und achteten darauf, daß auch die Kinder nicht zu wenig aßen und tranken.

Mit Abstand das schönste Kinderfest, daß ich je erlebt habe!

Lee-Lou kam aus dem Staunen kaum heraus.

Ich blieb anfangs immer ziemlich nahe bei ihr, da ich befürchtete, daß sie mit soviel Aktion auf einmal überfordert sein könnte.
Dem war aber gar nicht so!

Sie meisterte die Situation bravourös, ich kann es gar nicht anders sagen.

Wir gingen erstmal ein wenig herum und schauten uns alles an.

Dann wollte Lee-Lou in die Sandkiste und spielte dort ein wenig mit den vorhandenen Autos, Baggern, Schaufeln und was da noch so herum- und bereitlag.

Das war gar nicht so einfach, da die Sandkiste ziemlich klein und voller Kinder war.

Ein Junge, ungefähr in ihrem Alter, kam dazu, der mit der Sache scheinbar nicht so gut klar kam.
Er probierte ein paar Spielsachen aus, hatte aber augenscheinlich nicht so den rechten Spaß daran, schaute sich um und nahm Lee-Lou plötzlich das weg, womit sie gerade spielte.
"Das brauche ich jetzt", sagte er und riß es ihr mehr oder weniger aus der Hand.

Ich hielt mich zurück und beobachtete erstmal nur.
Lee-Lou schaute überrascht, sah, daß der Junge sich nicht weiter um sie kümmerte, überlegte einen kurzen Moment, nahm sich etwas anderes, das gerade nicht gebraucht wurde und spielte einfach weiter.

Sie schien es schnell vergessen zu haben, jedenfalls ließ sie sich dadurch nicht weiter stören.
 
Einige Zeit später kam sie aus der Sandkiste heraus und schaute den etwas größeren Kindern zu, die ihre Kunststückchen übten und vorführten.
Ich sah zu, daß ich für sie jederzeit sicht- u. erreichbar blieb, hielt aber weiterhin etwas Distanz.

Sie genoß regelrecht, zu sehen, was andere Kinder alles schon konnten.
Bedenken hatte ich, als einige, schon etwas ältere, anfingen, sich auf Dreiräder, Bobby-Cars und ähnliches zu knien und ziemlich wild damit herumzurollern.

Lee-Lou hatte ja selbst einen umfangreichen Fuhrpark, fuhr leidenschaftlich gern mit ihren Fahrzeugen herum und ich hoffte bloß, daß sie nicht versuchen würde mitzumischen. Lee-Lou war unter drei und diese Kinder waren etwa fünf bis sieben Jahre alt und kurvten schon ganz schön halsbrecherisch herum.

Meine Sorge war unbegründet. Sie staunte glücklich lächelnd vor sich hin und hatte scheinbar überhaupt kein Verlangen daran aktiv teilzuhaben.

Sie verhielt sich immer sicherer und selbstständiger, suchte seltener Blickkontakt und fühlte sich offenbar sehr wohl.

So hatte ich Gelegenheit, mich mit einigen Leuten zu unterhalten, die ich z.T. auch schon Jahre nicht mehr gesehen hatte.

Von Lee-Lou's Mutter bekam ich wenig mit. Ich hatte den Eindruck, daß es ihr dort auch einigermaßen gefiel.
Trotz aller Probleme, die wir hatten, war es

                                                                  Ein wunderbarer Nachmittag

Spass in der kleinsten Sandkiste




Im September begann es dann allerdings richtig haarig zu werden, was ich zunächst erstmal gar nicht kapierte.

Es war ja so, daß Lee-Lou's Mutter, so lange ich sie kannte, schon immer ihre Phasen hatte, in denen sie seltsam und unberechenbar war.
Depressionen eben.
Aber ich ging immer noch davon aus, daß sie sich von dem, was sich im Laufe des Jahres 2006 bis dahin abgespielt hatte, soweit wieder erholen würde, daß wir zumindest Lee-Lou gegenüber als gute Eltern bestehen bleiben konnten, zumal ich immer den Eindruck hatte, daß sie sich zumindest als Mutter doch etwas mehr Mühe gab, als mir gegenüber.

Unser Liebesverhältnis war für mich mittlerweile zwar keinen Pfifferling mehr wert, aber Eltern und somit für sein Kind verantwortlich zu sein, ist ja doch noch etwas ganz anderes!

Von daher verstand ich auch erstmal überhaupt nicht, was sich in den nächsten Wochen abspielte.

Und das begann etwa so:
Irgendwann gegen Mitte-Ende September fuhr ich mal wieder Freitags abends zum Club, wo ich schon wieder über einen Monat nicht gewesen war.
Mit Lee-Lou's Mutter hatte ich abgesprochen, daß ich Samstags vormittags so gegen 10:00 Uhr wieder zurück sein wollte.
Tatsächlich war ich auch ziemlich genau um 9:50 Uhr wieder da.

Niemand zuhause.
Auf dem Küchentisch lag ein Zettel, auf dem hastig und offenbar verärgert gekritzelt stand, daß sie keine Lust mehr hätte, immer nur auf mich zu warten, daß ich völlig unzuverlässig wäre und sie nicht mehr einsähe, sich immer nur nach mir zu richten und ähnliches mehr.

Ehrlich gesagt, ich verstand überhaupt nicht, was das bedeuten sollte.
Ich befürchtete allerdings, daß sie wohl ziemlich in Rage gewesen sein mußte und daß Lee-Lou das mitgekriegt haben könnte.
Der Vorfall mit Nachbarskind Jackie fiel mir wieder ein, ihr Verhalten am letzten Tag in Bordelum und ich war ziemlich besorgt.

Was muß sich in einem Menschen abspielen, der sich dermaßen in Dinge hineinsteigert, die sich scheinbar nur in ihm selbst abspielen?
Ich wußte ja noch nicht mal, was genau ihr nicht in den Kram passte.

Wie wirkt sich das auf das Kind aus?

Wie verhielt sich Lee-Lou's Mutter wohl, wenn ich nicht dabei war?

Und wie sollte ich, als Lee-Lou's Vater, damit umgehen?

Daß Lee-Lou auch schon seit Wochen oder Monaten davon betroffen war, konnte man ihr hie und da schon irgendwie anmerken.
Sie stand manchmal offenbar unter deutlicher Anspannung und wußte nicht recht damit umzugehen.
Sie wurde dann auch schon mal recht trotzig.
Sie wollte sich dann z.B. partout nicht die Zähne putzen, oder haute beim Essen mit Besteck auf dem Tisch herum, oder ähnliches.
Manchmal machte es auch den Eindruck, daß sie versuchte, einen von uns gegen den anderen auszuspielen, aber sehr selten.
Viel öfter schien es mir, daß sie genau das Gegenteil versuchte, nämlich alles zu tun, um die vermisste Gemeinsamkeit wiederherzustellen.
So wollte sie sich z.B. manchmal vom einen nicht die Windel wechseln, oder beim Zähneputzen helfen lassen, das sollte der jeweils andere tun, der eine aber unbedingt dabei bleiben, sonst wurde sie renitent.
Wenn sie damit Erfolg zu haben schien, versuchte sie auch schon mal, sich besonders vorbildlich zu verhalten, als ob sie uns dadurch quasi belohnen wollte.

Sicherlich ein verständliches und eigentlich sozial weit fortgeschrittenes Verhalten, für ein noch nicht einmal 3-jähriges Kind allerdings nicht gerade alltäglich und für mich eher ein Anlass, mir ernsthafte Sorgen zu machen!
Ich hatte ein wenig den Eindruck, daß Lee-Lou, auf ihre Weise und wahrscheinlich wohl eher unbewußt, sich ebenfalls Sorgen machte
und zwar um ihre Eltern!
Um nicht zu sagen, ich befürchtete, daß mein Lee-Loudelken, ohne sich dessen bewußt zu sein, oder gar zu verstehen, was das überhaupt ist, Angst um ihre Familie hatte.

                                      Und nun dieser merkwürdige Zettel auf dem Küchentisch



Aber es ging noch weiter.

An der Küchentür hing eine Pinnwand.
Die war eigentlich immer, wie das bei vielen Pinnwänden so üblich ist, mit allen möglichen Zetteln mehr oder weniger überfrachtet.

An diesen Samstag vormittag fiel mir auf, daß sie frisch aufgeräumt war.
Etwas zu aufgeräumt, für meinen Geschmack!

Das einzige wirklich wichtige, was dort von Anfang an angepinnt gewesen war, waren zwei Telefonlisten.
Oben links die vom Club, oben rechts die von Lee-Lou's Krabbelgruppenfreunden, bzw. deren Eltern.
Diese Listen waren uns immer sehr wichtig gewesen.
Falls einer den anderen, oder sonstwen aus der jeweiligen Gruppe, mal hätte erreichen müssen, warum auch immer, hätte man über die aufgelisteten Telefonnummern wahrscheinlich am schnellsten und sichersten etwas erfahren oder weitergeben können.
Z.B. wenn ich einen Motorradunfall gehabt hätte, oder Lee-Lou plötzlich krank geworden wäre, oder Lee-Lou und ihre Mutter einen Autounfall hätten, oder was auch immer.
Ein Handy kann verloren gehen, kaputt sein oder einen Akkuausfall haben, oder, oder, oder...

Die Pinnwand war nahezu leer, besonders aber der Platz oben links........

Keine Clubliste mehr da!

Ich kenne Lee-Lou's Mutter nun gut und lange genug, um zu wissen, daß das sicherlich kein Versehen war.

Und sie kannte Motorradclubs mindestens so lange und gut wie ich und wußte von daher auch, daß die Kontaktlisten den Mitgliedern, auch aus anderen guten Gründen, ziemlich wichtig sind.

Das war kein Spaß, sondern, in Zusammenhang mit dem wütenden Zettel auf dem Tisch, zumindest eine ziemlich deutliche Provokation!
                                                                         
                                                                           Aber warum?




Nachdem die beiden spät nachmittags wieder nach Hause kamen ( es war das erste Mal, wenn ich mich nicht irre, daß Lee-Lou's Mittagsschlaf, ohne jede Ansage, einfach ausfiel, es sollte nicht das letzte Mal sein ), herrschte eine ziemlich gespannte Stimmung zwischen uns Eltern.

Lee-Lou freute sich aber, daß ich wieder da war und wir beschäftigten uns ausgiebig miteinander, wie jedes Wochenende.

Als das Kind dann schlief, fragte ich seine Mutter, was mit der Pinnwand los sei ( nicht ohne zu erwähnen, daß es sicherlich eine gute Idee war, dort mal für etwas Ordnung zu sorgen ) und wo die Telefonliste geblieben wäre.

Ich bekam die höhnische Antwort, daß ihr der "Scheißclub" völlig wurscht wäre und daß ich ja mal die Müllbeutel durchwühlen könne, wenn ich die "dämliche Liste" wiederhaben wolle.

Ich gab ihr höflich, aber deutlich zu verstehen, daß ich mich nicht auf eine derartiges Gesprächsniveau einlassen würde.

Sie wußte ja genau, wozu beide Telefonlisten an der Pinnwand hingen und es gab keinen Grund, daran etwas zu ändern, im Gegenteil.
Gerade, wenn die familiäre Lage offensichtlich gespannt ist, ist es um so wichtiger, im Notfall Kontaktmöglichkeiten zum Freundes- u. Bekanntenkreis zu haben.

So oder so, es war keine brauchbare Antwort aus ihr herauszubekommen.

Das ging so, mit sich steigernder Eskalation, weiter, bis Ende November 2006.
Also rund zwei Monate!

Egal, wie ich versuchte sie anzusprechen, es wurde mit Fauchen, Gemecker, Türenknallen, plötzlichem Verschwinden und/oder ähnlichem beantwortet.

Vernünftige Gespräche zu der Thematik?
Null!
Nicht eines!

Zwischendurch kam sie allerdings immer mal wieder an und erzählte z.B. von dem Verein zur Gründung einer Waldorfschule, in dem sie Mitglied ( und, laut eigener Aussage, zweite  Vorstandsvorsitzende, Protokollführerin, Kassenwart u.s.w. ) war und wollte offensichtlich in ihren Aktivitäten dort unterstützt werden.
Nun gut, ich fand, daß das grundsätzlich eine gute Sache war und half ihr, so gut ich konnte, mit Ideen und Kommentaren dazu aus, die sie z.T. scheinbar auch umsetzte.

Aber sobald ich z.B. die verschwundene Telefonliste, oder sonstige akute Probleme zwischen uns, ansprach, wurde sie absolut unausstehlich und verlor die Beherrschung.

Lee-Lou versuchte zwar, sich davon nichts anmerken zu lassen, aber Du wirst sicherlich nachvollziehen können, daß sie das eine oder andere von diesem Heck-Meck in irgendeiner Weise mitbekommen haben mußte.

Und das war bestimmt nicht gut für sie!

Zumindest erinnere ich mich noch recht gut daran, wie ich mich als Kind gefühlt hatte, wenn meine Eltern Streit miteinander hatten und wie mich das  (
auch noch als älteres Kind ) mitgenommen hat.

                                  Eine schwere Belastung für ein kleines Kind, wie Lee-Lou!



Am 4. November 2006 hatte Lee-Lou Geburtstag.
Sie wurde 3 Jahre alt.

Dummerweise war für genau diesen Tag, ein Samstag, die Jahresparty des Clubs geplant.
Okay, das war schon seit Mitte Sommer bekannt und wir hatten auch lange vorher schon darüber gesprochen.
Es war eigentlich völlig klar, daß ein Kind von 3 Jahren keinen Unterschied macht, ob es nun samstags oder sonntags Geburtstag hat und daß es von daher das sinnvollste wäre, Lee-Lou's Geburtstag einfach am Sonntag zu feiern.
Da waren wir uns - vorher - scheinbar einig.

Dachte ich.

Nach den Vorfällen in den Wochen davor, war ich mir aber nicht mehr ganz so sicher.
Nicht ganz grundlos, wie ich später erfuhr.

Lee-Lou's Mutter erzählte ihr nämlich unnötigerweise am Samstag, daß das eigentlich ihr Geburtstag wäre und hat das offenbar für mich recht unschön dargestellt.
Was sie anderen Leuten darüber erzählt haben mochte, weiß ich ansonsten  nicht, aber ich denke im Nachhinein, daß sie sich vermutlich bei einigen darüber ausgelassen hat.

Egal, ich war Sonntags morgens zurück, es kamen im Laufe des Tages einige Leute zu Besuch und Lee-Lou und vier ihrer Freunde aus der ( längst ehemaligen ) Krabbelgruppe, sowie ein paar Nachbarskinder ( die aber nur kurz reinschauten ) hatten ihren Spaß.

Papa immer mittenmang dazwischen.

3. Geburtstag, der neue Rucksack, Papa hilft

Ihre Mutter und die Krabbelgruppeneltern ( seltsamerweise nur die Mütter, von den Vätern tauchte keiner auf ) saßen überwiegend in der Küche und kümmerten sich um die Kaffee- u. Kuchenbestände.
Ich glaube, die Damen waren ganz froh, mal mehr oder weniger ohne ihre Kinder zusammenhocken zu können.

Ein paar Leute aus meinem Bekanntenkreis kamen auch ( in diesem Fall paarweise ) und so wurde es ein ganz hübsches kleines Fest.

Obwohl wir alle abends recht erschöpft waren ( besonders ich, da ich die beiden Nächte davor ja kaum zum schlafen gekommen war ), war es ein schöner und friedlicher Tag für

                                                                    Papa & Lee-Lou
                                       Wohl der letzte, der ohne irgendwelchen Streit ablief



Der Alltag in unserer kleinen Familie wurde allerdings immer schlimmer.

Es kam z. B. immer öfter vor, daß Lee-Lou und ihre Mutter erst abends, etwa zur gleichen Zeit wie ich, nach Hause kamen. Manchmal kamen sie auch noch später.
Das war dann per se etwas stressig.

Es mußte ja noch etwas zu Essen gemacht werden, danach sollte Lee-Lou eigentlich noch etwas Zeit haben, um nicht mit vollem Magen direkt in's Bett zu müssen ( was sie gern nutzte, um noch ein wenig mit Papa zu spielen ), oftmals waren ihre Spielsachen vom Vormittag noch wegzuräumen ( was wir nach Möglichkeit gemeinsam machten, allerdings gelang das zum Schluss immer weniger ), Waschen und Zähneputzen mußte ja auch sein ( und das mochte Lee-Lou gar nicht gern in Hektik erledigen ) und sie sollte schließlich ihre Zu-Bett-geh-Zeremonie in Ruhe erleben.

Zähneputzen ist gar nicht so einfach

Und dann wollte sie ja im Bett auch noch eine schöne Geschichte aus einem ihrer Bücher vorgelesen haben.

Vanessa liest die Gute-Nacht-Geschichte

Es wurde also machmal später, als für ein Kind in dem Alter gut ist.

Was danach passierte, wenn Lee-Lou endlich schlief, war überhaupt nicht voraussehbar.

Irgendwie schien Lee-Lou's Mutter regelrecht zu spüren, womit sie mich ärgern konnte.

War ich todmüde, fing sie ein Streitgespräch mit mir an, oder brauchte plötzlich Hilfe im Haushalt.

Versuchte ich, sie auf irgendetwas anzusprechen, hatte sie plötzlich ( oftmals mitten im Satz ) keine Zeit bzw. Lust mehr und verschwand abrupt, oftmals für mehrere Stunden.

Oder sie wurde regelrecht aggressiv und dabei teilweise
auch laut.
Da die Küche direkt an das Kinderzimmer grenzte, versuchte ich alles, um sie zur Ruhe zu bringen. Oft allerdings völlig erfolglos.

Blieb ich im Wohnzimmer sitzen, in der Hoffnung, daß sie irgendwann mal Zeit und Lust hätte, sich dazu zu setzen, passierte genau das garantiert nicht.
Ging ich dann spät abends in's Bett, konnte es aber vorkommen, daß sie genau dann plötzlich mit mir sprechen wollte, angeblich Hilfe brauchte, oder ähnliches.

Tja, keine einfache Situation.

Und die Sache mit der Telefonliste war auch noch nicht erledigt.

Im Gegenteil.

                 Es wurde dann etwas daraus, was ich bis dahin für völlig unmöglich gehalten hatte



                                                                   DER ABSOLUTE WAHNSINN!

( ab hier wird es mittelschwer zur Hardcoregeschichte, ein Drama der schlimmsten Sorte. Wenn Du weiter liest, denk daran, daß ich nur eine Seite der Geschichte darstellen kann und sei versichert, daß ich mir garantiert keinen Müll zurechtphantasiere. Den bisher relativ naiv-lockeren Stil werde ich vermutlich auch nicht in dem Maße beibehalten können.
 
Anders gesagt: langsam wird es ernst!
Was Du davon glauben magst, oder auch nicht, mußt Du schon selbst entscheiden. Manches ist sicherlich dermaßen unglaublich, daß es möglicherweise einfacher für Dich ist, es nicht zu glauben.

Niemand wird es Dir übelnehmen.
Oder Du liest einfach nicht weiter.
Auch okay.
Entscheide selbst! )



Die ganze Streiterei, das aneinander Vorbeileben wurde mir zuviel.

Meine Sorgen um Lee-Lou wurden immer größer.

Es mußte etwas passieren!

Aber was?

Gute Frage!

Zunächst fiel mit nichts besseres ein, als erstmal zuzusehen, daß die eigentlich lächerliche Geschichte um die verschwundene Telefonliste aus der Welt kam.

Das schien auf den ersten Blick relativ einfach.

Es war zwar durchaus etwas peinlich, zum Club zu fahren und zu erzählen, daß ich meine Kontaktliste "verloren" habe, aber was soll's.
Bei der Gelegenheit hätte ich gleich ansprechen können, daß es Probleme in der Familie gab und ich mich deshalb die nächsten Monate noch rarer machen würde, als sowieso schon.

Nicht gerade angenehm, aber nichts, was man nicht hätte lösen können.
Soviel clubinterner Solidarität war ich mir sicher ( zu Recht, wie sich auch später mehrfach herausgestellt hat ).
Also Schritt für Schritt an die Sache herangehen.

Dachte ich so.

Ich hoffte natürlich auch, daß Lee-Lou's Mutter dadurch vielleicht auch wieder etwas kompromißbereiter und kooperativer werden würde.

Am Donnerstag, den 23. November 2006 sprach ich meinen Chef, Peter, den Hufschmied, darauf an.
Er hatte natürlich längst mitbekommen, daß ich mir in den letzten Wochen und Monaten ziemliche Sorgen um meine Familie machte und dadurch ganz schön unter Druck stand.

Ich erzählte ihm die Geschichte von dem eigentlich völlig absurden Streit um die Liste und, daß ich Freitags abends am liebsten zum Club fahren, eine neue Liste beschaffen und mich für die Wintermonate mehr oder weniger abmelden würde. In der Hoffnung so wenigstens einen Stressfaktor einigermaßen aus der Welt zu schaffen.

Er verstand sofort, was für mich dahintersteckte und er wußte auch, daß es sicherlich eine ziemlich anstrengende Sache für mich wäre, da wir eine recht harte Arbeitswoche gehabt hatten, Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschten und ich abends im Dunkeln erst losfahren konnte.
Und er wußte auch, daß ich Samstags morgens sofort wieder die Rücktour antreten würde, pro Weg immerhin etwa 200 Kilometer für die Gummikuh und mich.

Er bot mir spontan an, den ganzen nächsten Tag frei zu haben, um die Sache mit etwas mehr Zeit und Ruhe anzugehen.
Sicherlich auch für ihn nicht gerade einfach, da er seinen ganzen Tagesplan ( und vermutlich auch Teile des Plans für die nächste Woche ) komplett neu organisieren mußte.
Aber er war nunmal, ich wüßte nicht wie ich es anders ausdrücken sollte, ein verdammt guter Chef und wir hatten ein ziemlich freundschaftliches Verhältnis miteinander.

Okay, der erste Schritt wäre soweit geklärt.

Dachte ich.

                                                                            Weit gefehlt!




Abends erzählte ich zuhause erstmal noch nichts davon.

Zum einen dachte ich, daß es für Lee-Lou eine schöne Überraschung wäre, wenn sie merkte, daß Papa frei hätte.
Und gegenüber ihrer Mutter hielt ich es für besser, gar nicht zu viel oder zu früh davon zu erzählen.

Nicht, daß ich irgendetwas geahnt hätte, aber so unberechenbar, wie sie in letzter Zeit war, wollte ich einfach kein Risiko eingehen.
 


26.05.2014

Einschub:
Nach langer Überlegung habe ich mich entschlossen, ab hier den bisherigen Erzählstil aufzugeben. Die folgenden Ereignisse lassen sich auf diese Art einfach nicht mehr darstellen.
Die nette Geschichte und die anschließende "Tour de Farce" sind hier entgültig vorbei.

Ich werde statt dessen großteils auszugsweise aus meinen Aussagen und Schreiben für Gerichte und Behörden ( der besseren Lesbarkeit halber teilweise leicht editiert, ich werde mich aber bemühen die ursprüngliche Formulierung - so gut es eben geht - zu erhalten, auch wenn die sicherlich oftmals holprig und ungeschickt ist ) zitieren, resp. aus deren Schriftsätzen und dazu einige Erklärungen anfügen, wo es notwendig erscheint.


22.09.2016

Achtung!
Solltest Du dies lesen, Lee-Lou, muß ich Dich bitten, den folgenden Rat dringend zu beachten!

Ab hier kommen z.T. Aussagen und Zitate, die Du jetzt ( September 2016 ) wahrscheinlich besser noch nicht lesen solltest. Es geht u.a. um Vorgänge, die für Dich ( und nicht nur für Dich ) sicherlich sehr schmerzhaft waren, das auch immer noch ( bzw. im Nachhinein wieder ) sein könnten und die Du möglw. im Alter von um die dreizehn Jahren nicht "mal eben" verstehen, geschweige denn verarbeiten kannst.
 
Solltest Du das folgende lesen können, resp. wollen, dann beachte bitte unbedingt Dein derzeitiges Alter und überlege gründlich was Du Dir zutrauen kannst!

Die letzten Abschnitte waren schon recht unschön, die nächsten sind echt hardcore und das Ende der Steigerung ist noch lange nicht erreicht.
Es kommen z.B. auch Aussagen, die ich am liebsten niemals niedergeschrieben hätte, die ich aber ggü. den beteiligten Institutionen machen mußte, um die absurden und irrwitzigen Beschuldigungen zu entkräften, mit denen ich überzogen wurde, von denen ich auch manche erwähnen werde.
Vielleicht kommt Dir die eine oder andere davon irgendwie bekannt vor, ich weiß es nicht.
 
Wichtig ist jedenfalls, daß Du Dir sicher bist, alt genug und ausreichend stabil zu sein, bevor Du versuchst Dich damit auseinanderzusetzen. Ich würde schätzen mindestens 15-16 Jahre ( oder so ), je nachdem wie gut es Dir gerade geht.
Wenn Du es Dir im Moment nicht, oder noch nicht, zumuten möchtest ( im Zweifel erstmal lieber nicht ), dann kannst Du Dir diese bewußt technisch sehr einfach gehaltene Seite zunächst vollständig herunterladen und abspeichern, um sie vielleicht später zu lesen. Sie ist nicht sehr umfassend und passt auf jeden Stick, oder Flashkarte ( SD, Micro-SD o.ä. ) oder ein sonstiges, z.Zt. im Handel erhältliches Speichermedium. Wenn Du auf dem Medium auch noch einen  portablen Browser ( bspw. Mozilla Firefox, Seamonkey o. Palemoon ) einrichtest, kannst Du sie auf jedem Windows-PC, Laptop o.ä. lesen, ohne auf dessen Programme zugreifen zu müssen, oder diesen sonstwie zu beeinflussen. Auf Linux- o. Apple-Geräten müßtest Du deren Browser verwenden, was aber auch kein großes Problem ist.
Um die eingefügten Bilder, evtl. verlinkte Dokumente ( PDF ) mit zu laden, brauchst Du ein entsprechendes Extraprogramm ( für Windows-PC wäre z.B. "HTTrack" geeignet, das es auch als "Portable" gibt, Du könntest es also auch ohne Installation - z.B. vom Stick aus - auf den Rechnern von Freunden und Bekannten benutzen, sofern die ein Windows-Betriebssystem verwenden ).
Wenn Du nicht weißt wie das geht, frage einfach mal ein paar Deiner Mitschüler, oder einen in IT erfahrenen Lehrer  ( denen Du vertrauen kannst ), sicherlich wird Dir jemand dabei behilflich sein können ( ich alter Knochen habe es schließlich auch einigermaßen kapiert ).

Ein Smartphone ist allerdings nicht als Speicher zu empfehlen, da erstens die Bedienung zu umständlich sein könnte und zweitens zu befürchten ist, daß Dritte ohne Dein Einverständnis und Wissen darauf zugreifen ( und z. B. die Dateien löschen oder verändern ) könnten.

Und ob diese Seite morgen noch an dieser Stelle im Netz zu finden ist, ist unsicher.
Kann sein, daß sie für eine Zeit verschwindet und vielleicht an anderer Stelle wieder erscheint.

Bitte beachte diesen Rat!
Dies ist kein Spiel!
Es geht ab hier um einen äußerst schmutzigen Krieg und nicht zuletzt auch um Dich selbst!

An alle anderen Mitleser:
Solltet Ihr jünger als ca. 16 Jahre sein, kommt ab hier sicherlich nichts mehr, was Euch interessant erscheinen könnte. Kein Krimi, kein Monstermovie, kein Splatter, kein Killerepos, leider auch kein Happy-End, nichts derartiges. Ihr könnt getrost zu youtube, kinox.to, Instagram, WhatsApp oder was auch immer zurückklicken und Euch etwas lustigeres ( oder meinetwegen auch ekligeres ) reinziehen.
Eine für Teens hübsch krasse Show kommt auf dieser Seite garantiert nirgends vor!

Nur die widerliche, ab hier gnadenlose, für Euch sicherlich langweilige und extrem traurige Geschichte einer radikal zerstörten Familie und des oben schon beschriebenen Kindes, das in diesen Mist brutal und absolut rücksichtslos mit hineingezogen wurde.



Zunächst  geht es weiter mit dem Ablauf des 24.11.2006, also jenes Tages, mit dessen Vorabend die oben erzählte Familiengeschichte als solche endet.

Ich habe dazu schon am 24. u. 25. 11. und in den folgenden Tagen und Wochen relativ detaillierte Notizen gemacht, da die Ereignisse dermaßen bizarr waren, daß ich es für notwendig hielt, mir entsprechende Gedankenstützen anzulegen, die ich dann ab Januar 2007 zur Formulierung meiner Eingaben bei Jugendamt und Gericht verwendet habe:

"Am Morgen des 24.11.2006 bemerkte Frau Schulze, dass ich wohl frei habe. Nach dem Frühstück sprach sie mich darauf an und fragte,  was ich an diesem Tag vor hätte. lch sagte, wie schon des öfteren bei ähnlichen Gelegenheiten, daß ich wie immer  jede Menge vor hätte,  dass ich aber flexibel sei  und  sie  einfach  sagen  solle  was  sie  wolle,  dann  würde  ich versuchen  gemeinsam  mit  ihr  eine  Lösung  zu  finden. 
Sie  erklärte,  daß  sie  nachmittags  zum
"Waldorfschulgründungsverein"  wolle,  wo  sie  sich  derzeit sehr  engagiert  hat.  Sie  hatte  dort, nach ihrer eigenen Darstellung und obwohl sie  schon  mit  Lee-Lou,  dem  Haushalt  und  ihrem  Hobby  ( 3 Ponies,  die  sie  täglich  versorgen musste,  was  sehr  viel Zeit  und  Arbeit  beanspruchte )  stark  überlastet  war,  auch  noch  die Job's  des  3.Vorstandsvorsitzenden,  des  Kassenwarts,  des  Schriftführers,  des "Laufburschen"  und  des  "Mädchen  für  alles"  übernommen,  wovon  ich  sie  auch  nicht abbringen  konnte  und  wohin  sie  Lee-Lou  immer  mitnahm.  lch  ging  also davon  aus,  daß  sie  das auch  an  diesem  Tag  tun  wolle.  Abends  wollte  sie  zu  einer  befreundeten  Bäuerin,  die  an diesem  Tag  angeblich Geburtstag  hatte.  lch  sprach die Vermutung aus,  dass  ich  dann  wohl  abends  auf  Lee-Lou  aufpassen solle  und  sie  bestätigte  das.  Gegen  Mittag  führten  wir  dieses  Gespräch  fort. 
Frau  Schulze
hatte  mehr und  mehr die  Angewohnheit  Gespräche  zu  unterbrechen  in  dem  sie  einfach  (manchmal  mitten  im Satz)  etwas  anderes  tat,  oder  in  letzer  Zeit  auch  einfach  verschwand.  lch  sagte  ihr,  dass  ich immer  noch  auf  eine  Erklärung  zu  den  verschwundenen  Mitgliederlisten  warte  und,  wenn keine  Erklärung  käme, lieber  zum  Club  fahren  würde  um  das  Problem  so  (quasi durch  die  "Hintertür )  zu  lösen,  obwohl  ich  eigentlich erst  wieder  am  06.12.2006  ( Weihnachtsparty  des Clubs )  dort  hinzufahren geplant hatte,  um  mich  zwischenzeitlich  noch etwas mehr  um  Lee-Lou  kümmern  zu können.  Lee-Lou  litt  sicherlich  auch  sehr  unter  der  mittlerweile recht angespannten  Lage  zu  Hause. 
Frau
Schulze  meckerte  erst  noch  ein  wenig  herum,  fragte  mich  dann  aber,  ob  ich,  wenn  sie  mir die  Listen  wieder  beschaffte,  abends  auf  das  Kind  aufpassen  würde. 
Obwohl  ich  die  Art  und
Weise  dieses  "Angebots"  etwas  erpresserisch  fand,  sagte  ich  ihr  dies  zu,  da  ich  ein gutmütiger  und  toleranter  Mensch  bin.  lch  bin  durchaus  bereit  Kompromisse  einzugehen (notfalls  auch  faule)  um  den  häuslichen  Frieden  wieder  herzustellen,  den  Frau  Schulze  durch ihre  Streitsucht  nun  schon  lange  beschädigt  hatte  und  den  Lee-Lou  und  ich  uns  doch  so sehr  wünschten.  Sie  ging  daraufhin  kurz  in  den  Vorratsraum,  wo  sich  auch  der  Altpapierkarton befand.  lch  fasste  schon  ein  wenig  Hoffnung  auf  ein  Ende  dieses  dummen  Streits.  Leider vergeblich.  Als  sie  zurückkam  knallte  sie  die  Listen  vor  mir  auf  den  Tisch,  mit  den  Worten: ,,Da  haste  deinen  Scheiß!",  und  verschwand  aus  der  Küche. 
lch  lief  ihr  nicht  hinterher,  da  das
erfahrungsgemäß  völlig  sinnlos war,  sondern  beschloss  das  Beste  daraus  zu  machen  und nachmittags  gute  Freunde  zu  besuchen.  lch  ging, wie erwähnt,  davon  aus,  daß  Frau  Schulze  Lee-Lou  mit zum  Waldorf-Verein  nehmen  würde. 
Gegen  ca. 14.30  -  14.45  Uhr,  ich  hatte  gerade  geduscht,
kam  Frau  Schulze  in  das  Badezimmer  und  erklärte, daß  sie  jetzt  losfahren  würde.  Da  ich noch  nichts  von  Lee-Lou  gesehen  oder  gehört  hatte  (sie  machte  ja  Mittagsschlaf),  fragte  ich Frau  Schulze  was  denn  mit  dem  Kind  wäre,  woraufhin  sie  erklärte,  daß  Lee-Lou  noch  schläft und  zu  Hause  bliebe.  lch  versuchte  ihr  zu  erklären,  daß  das  nicht  ginge,  da  ich  gleich  zu Freunden  fahren  würde.  Sie  sagte,  daß sie  spät  dran  sei  und  Lee-Lou  jetzt  nicht  wecken würde.  lch  machte deutlich,  daß  ich,  nach  ihrem  Verhalten  vorher,  nicht  bereit  sei  mich  schon  wieder, wie  schon  so  oft  in  den  Monaten  vorher,  vor  vollendete  Tatsachen  stellen  zu  lassen  und gleich  losfahren  wolle.  Es  ging  einfach  nicht  an, daß Frau  Schulze  meine Kompromissbereitschaft  immer  schamloser  ausnutzte.  Sie  sagte  daraufhin nur:  ,,Das  werden  wir ja  sehen",  und  ging  zur  Tür. lch  folgte  und  entgegnete:  ,,Dann fahre  ich  eben  heute abend,  dann  kannst  Du  deine  Party  vergessen".  Sie  antwortete  abermals:  ,,Das  wirst  du schon  sehen",  und  verliess das Haus."


Ich denke, es wird hier schon recht deutlich erkennbar, auf welch provokante Weise Lee-Lou's Mutter Lee-Lou's und mein Leben mittlerweile permanent zu dominieren versuchte.

"lch  setzte  mich  erst  mal  in  die  Küche,  war  natürlich  verärgert  und beschloss  Lee-Lou  noch  bis  15.30  Uhr  schlafen  zu  lassen  und  "auf  den  Schreck"  über  Frau Schulzes  aggressives  Verhalten  erst  einmal  in Ruhe eine  Flasche  Bier  zu  trinken.  Danach  weckte  ich  Lee-Lou,  die  nicht  sehr  gut  aufwachte  (vielleicht  hatte sie  etwas  von  dem  Streit  mitbekommen,  die  Kinderzimmertür  war  nicht  geschlossen gewesen). 
Wir  verbrachten  einen  schönen  Nachmittag  zusammen  ( spielen,  etwas  nach
draußen  gehen  usw. ).
Gegen  17.30  Uhr  machte  ich 
für  uns Abendbrot.
Danach räumten wir zusammen auf  und  ich half  ihr  beim  waschen,  Zähne  putzen  usw.,  machte  sie bettfertig  und  sagte  mit  ihr gute  Nacht.  Wir  hatten  dazu  ein  gemeinsames  Abendritual,  bei dem  wir  an verschiedenen  Stellen,  z.B.  Aquarium, Zimmerpflanzen,  Bildern,  "große  weite  Welt"  (Balkon)  usw.  "gute Nacht"  sagten.  So  hatten  wir  uns  das  alle  drei  ausgedacht. 
Dann  brachte  ich  sie  ins  Bett, las  ihr  noch  eine  Gute-Nacht-Geschichte  vor  und  Lee-Lou  schlief  danach  auch  sehr  gut  ein.
Mir  war  langsam  klar,  daß  Frau  Schulze  wohl  direkt  von  ihrer  "Vereinssitzung"  aus  zu  der Party  gefahren  war,  womit  ich allerdings schon gerechnet  hatte,  also  setzte  ich  mich  vor  den  Fernseher.
Nebenbei  überlegte  ich  ob  und  wenn  ja,  wie  unsere Beziehung  noch  zu  retten  wäre.  Da  ich  im  Laufe  des  letzten  Jahres  und  speziell  seit  Frau Schulze  und  Lee-Lou  in  Kur  waren  (Mai  -  Juni  2006 )  schon  alles  mögliche  dahingehend versucht  hatte, während  Frau  Schulzes  Unberechenbarkeit bis hin zu plötzlicher Aggressivität  immer  mehr  zunahm  (seltsamerweise  kam  sie  im selben  Zeitraum  mit  Nachbarn  und  Bekannten  scheinbar  immer  besser  zurecht,  was  ihr vorher  nicht  so  leicht  gefallen  war), fiel  mir  allerdings nichts  mehr  dazu  ein."


Ich hatte sie zwar zwischenzeitlich schon ein paar mal daran erinnert, daß sie selbst schon vor längerem erwähnt hatte, daß ein Besuch bei ihrem Psychologen längst überfällig war, aber sie machte offenbar keinerlei Anstalten einen Termin desbezüglich zu vereinbaren.

"lch  hoffte  nur,  dass  sie  sich auf  der  Party  gut  amüsiert  und  quasi  ausgetobt  und  dass  sich  ihre  Stimmung  dadurch  etwas gebessert  hätte.  Da ich  jedoch schon befürchtete,  dass  diese  Hoffnung  vergeblich  wäre,  beschloss ich  gegen  23:30  Uhr  diese  Nacht  nicht  mit  ihr  gemeinsam  im  Schlafzimmer  zu  verbringen."

Logischerweise war ich von ihrem Verhalten ziemlich enttäuscht.

"Also  nahm  ich  mir  vor leise  ins  Kinderzimmer  zu  schleichen  und  dort  auf  dem  "Futonbett"  zu  nächtigen.  Das  hatten Frau  Schulze  und  ich  in  entsprechenden  Situationen  bereits  mehrfach  getan.  Bis  dahin  war  es uns  im  allgemeinen  gelungen,  Streit  im  Kinderzimmer  einigermaßen  zu  unterlassen  (Frau Schulze  gelang  dies  in  letzter  Zeit  allerdings  immer  weniger)  weshalb  ich  es  auch  als  eine Art  "neutraler  Zone"  betrachtete  und  davon  ausging,  daß  Frau  Schulze  diese  grundsätzlich ( zumindest  wenn  das  Kind  schlief )  auch  akzeptierte.
Kurz  bevor  ich  mich  dorthin  begeben wollte  kam  Frau  Schulze  nach  Hause  und  war  offensichtlich immer  noch wütend, wie  ich  ihr  sofort  ansah.
Da  sie  nichts  sagte  ( sie  grüßte  mich  schon  seit  Wochen  nicht  mehr,  weshalb  ich  das  auch kaum  noch  tat )  blieb  ich  auch  still.  lch  ging,  nachdem  ich  den  Fernseher  ausgeschaltet  hatte, ins  Kinderzimmer,  zog  mich  dort  leise  aus  und  legte  mich  ins  Bett.  lch  dachte  daran, wie Lee-Lou  sich  freuen  würde,  wenn  sie  morgens  aufwachen  würde  und  merkte,  daß  sofort jemand  für  sie  da  wäre. 
Wenige  Minuten  später  (ich  war  noch  nicht  ganz  eingeschlafen) öffnete  sich  bei  voller  Wohnzimmerbeleuchtung
die Kinderzimmertür ( Frau  Schulze  nahm  in  Sachen  Licht  und Geräusche  wesentlich  weniger  Rücksicht  auf  das  schlafende  Kind  als  ich )  und  Frau  Schulze  kam  herein.  Sie  begann  auf  mich  einzuflüstern,  ich  solle sofort  mit  hinaus  kommen,  sie  wolle  mit  mir  reden.  lch  wies  sie  darauf  hin,  daß  das  Kind schliefe,  daß  ich  jetzt  auch  schlafen  wolle,  dass  ich  mich  jetzt  nicht  noch  mehr  über  sie ärgern  wolle,  daß  ich  im Laufe des Nachmittags und Abends ein paar  Flaschen  Bier  getrunken  hätte,  sehr  müde  sei  usw..  Sie  flüsterte jedoch  immer  weiter  mit  ansteigender  Lautstärke  auf  mich  ein,  weshalb  ich  ihr  sagte  ( immer noch  sehr  leise ),  daß  sie  jetzt  erst  mal  verschwinden  und  sich  abregen  solle,  wir  könnten besser  morgen  miteinander  reden.
Da  sie  ja  vorher angeblich auf  einer  Party  war,  ging  ich  davon  aus,  daß  ihr seltsames  Verhalten  alkoholbedingt  war  und  war  sehr  enttäuscht  darüber,  dass  sie  in  einem solchen  Zustand  auch  noch  Auto  gefahren  war. 
Sie  verschwand  auch  kurz,  kam  aber  nach wenigen  Minuten  vollständig entkleidet  wieder  zurück  und  versuchte  sich  ins  Bett  zu  drängeln, bzw. mich aus dem Bett heraus,  und  mir die  Bettdecke  wegzunehmen.  lch  hinderte  sie  daran,  nahm  an  daß  sie  völlig  durcheinander wäre,  sagte,  sie  solle jetzt  endlich  mit  diesem  Unsinn  aufhören  und  aus dem Zimmer verschwinden.  Woraufhin  sie die  Bettdecke  ruckartig an  sich  riss  und  das  Kinderzimmer  verließ.
Nach kurzem Überlegen  folgte ich  ihr,  schloss  die Kinderzimmertür  und  fragte  sie,  ob  sie  jetzt  völlig  übergeschnappt  sei  und  gar  keine Rücksicht  mehr  auf  Lee-Lou  nehmen  wolle.  Sie  stand mitten im Wohnzimmer und redete  wirres  Zeug,  z.B. daß ich  nicht  im Kinderzimmer  schlafen  dürfe,  da  das  Missbrauch  wäre,  daß  es  grundsätzlich  Missbrauch wäre,  wenn  Erwachsene  im  Kinderzimmer  übernachten und ähnliches." 

Wie widersprüchlich das war stellte sich in der Folgezeit noch deutlich heraus. Z.B. nahm sie das schlafende Kind in den letzten Wochen ihrer Anwesenheit in der gemeinsamen Wohnung nahezu täglich nachts aus seinem Bett und legte es auf ihre Matratze im Wohnzimmer, wo ich die beiden morgens vorfand. Möglicherweise basieren diese seltsamen Vorwürfe, also bspw. daß Übernachtungen von Eltern im Kinderzimmer grundsätzlich als "Mißbrauch" zu werten wären, auf entsprechenden pauschalen Theorien, die z.B. in Kreisen von ausgrenzungswilligen Eltern, Frauenhäuslern, "Investigativorganisationen ( z.B. Wildwasser, Tauwetter u.ä. ) grassieren. Es ist somit nicht auszuschließen, daß Lee-Lou's Mutter sich bereits derzeit heimlich um "Argumentationen" zur Vaterausgrenzung bemühte und in dem Zusammenhang derartige spekulative Theorien an entsprechenden Stellen aufnahm und ggf. auch zur Anwendung brachte. Diese Möglichkeit wird auch durch weitere, relativ typische, Unterstellungen im weiteren Fallverlauf gestützt.

"Sie  titulierte  mich  mit  verschiedenen beleidigenden  Bezeichnungen  ( etwa  Arschloch,  Schwein,  Wixer  und/oder  ähnliches ), weshalb  ich  davon  ausging,  dass  sie  stark  betrunken  und  psychisch  äußerst  instabil  sei.
Es ist  wohl durchaus  möglich 
[ allerdings recht unwahrscheinlich ] , daß  ich  sie  in  diesem  Zusammenhang,  in  einer  spontanen  Reaktion auf ihre Beschimpfungen, als  "Schlampe"  bezeichnet  habe,  wie  von  ihrer Rechtsanwältin, Frau  Renate Ida Kathmann,  in  ihrem  Schreiben  vom 25.01.2007  ( an das Amtsgericht Osnabrück ) behauptet,  an  die  genaue  Wortwahl  beiderseits  erinnere  ich  mich  jedoch nicht  mehr,  da  ich  solchen  Dingen, zumal  in  so  einer  Situation,  nicht  so  sehr  großen  Belang beimesse.
,,ln  der  letzten  Woche"  (Zitat  Kathmann,  ausgehend  vom  25.01.2007)  kann  das  jedoch  auf  keinen  Fall  geschehen  sein,  da  sich  Frau  Schulze  zu  diesem  Zeitpunkt bereits  angeblich in einem  Frauenhaus  befand, jedenfalls schon 10 Tage mit dem Kind an unbekannten Orten untergetaucht war."


Dieses wirre und willkürlich aus dem zeitlichen Kontext gerissene, per se unwahrscheinliche,  Konstrukt im Nachhinein ist übrigens noch ein relativ harmloses Beispiel für die absolut hanebüchenen Phantasien, die sich Lee-Lou's Mutter und ihre Helfershelfer später ausdachten, um Stimmung gegen mich zu erzeugen.

"lch  bemühte  mich  Frau  Schulze  in  möglichst  ruhigem  und gefasstem  Ton  ( was  mir  zugegebenermaßen  immer  schwerer  fiel )  darauf  hinzuweisen,  daß es  für  alle  Beteiligten  wohl  das  Beste  wäre,  wenn  sie  jetzt  endlich  ins  Bett  ginge  und  daß  ich am  nächsten  Tag  eine  Erklärung  und  eine  Entschuldigung  von  ihr  erwarte.  lch  war  zu  diesem Zeitpunkt  noch  relativ  (!)  ruhig  und  beherrscht obwohl  ich  natürlich  schon geschockt  war  durch Frau  Schulze's  Benehmen.
lch  nahm  also  die  Bettdecke,  die  auf  dem  Boden  lag,  wo  Frau Schulze  sie  hingeworfen  hatte  und  wollte  zurück  ins  Kinderzimmer  gehen,  zumal  ich befürchtete,  daß  Lee-Lou,  zumindest  unbewusst  (vielleicht  aber  auch  schon  durchaus bewusst),  einiges von  dem  Streit,  den  Frau  Schulze  erneut entfacht  hatte,  mitbekommen  hatte.  Außerdem  befürchtete ich,  daß  Frau  Schulze  ansonsten  in  diesem  Zustand  im  Kinderzimmer  nächtigen  würde,  was ich  auf  keinem  Fall  zulassen  wollte."


Daß der Widerspruch zu ihrer wirren Behauptung, ein Nächtigen eines Elternteils im Kinderzimmer wäre "Mißbrauch", sie davon keinesfalls abhalten würde, war mir auch derzeit schon recht klar.

"lch  öffnete  die  Kinderzimmertür,  machte  einen  Schritt hinein,  als  ich  von  hinten  an  der  linken  Schulter  und  an  der  Bettdecke  (welche  ich  über  dem rechten  Arm  trug)  gepackt  und  nach  hinten  gerissen  wurde.
lch  erinnere  mich  deshalb  noch so  genau  daran,  weil  die  Ereignisse  von  ungefähr  diesem  Moment  an  so  schockierend waren,  daß  sie  für  mich  wie  in  Zeitlupe  abliefen. 
Frau  Schulze  brüllte heiser:  ,,Und du  gehst  da  jetzt nicht  rein!"

In  diesem  Moment  ( noch  bevor  ich  mich  abgefangen  und  umgedreht  hatte )  war ich  hellwach  und  es  war  mir  schlagartig klar,  daß  Frau  Schulze  jegliche  Kontrolle  verloren  hatte  und  offenbar gar nicht  mehr  merkte,  was  sie  unserem  Kind  ( und  natürlich  auch  mir ) antat.
lch  nahm  sie  bei  den Schultern, drückte  sie  zurück  bis  zu  dem  Schrank,  welcher  bei  uns  mitten  im  Wohnzimmer stand  und  versuchte ( so  gut  es  ging,  ich war  ja schwer  geschockt ) zu  flüstern ( die Kinderzimmertür  stand ja  ganz  offen ):  ,,Und Du  willst  mir  verbieten,  bei  meinem  Kind  im Kinderzimmer  zu  schlafen,  Du....?
'"
lch  wollte  noch  hinzufügen,  daß  sie  erst  einmal  wieder nüchtern  und  klar  werden  solle,  was  mir jedoch  nicht  mehr gelang. 
Frau  Schulze  krallte  sich  in  mein rechtes  Ohr, riss, kniff  und  kratzte  daran  herum,  riss  mir  etliche  Haarbüschel  raus  (ich  hatte derzeit  noch  lange  Haare,  welche  ich danach  aber kurz geschoren  habe,  nicht  zuletzt wegen  des  völlig  asymetrischen  Aussehens,  welches  durch  Frau  Schulzes  Angriff verursacht  war). 
Sie  fuchtelte  mit  der  anderen  Hand  wild herum,  welche  ich  jedoch  zunächst abwehren  konnte, bis sie mich mehrfach ( ca. 4 mal, die Abdrücke waren noch einige Tage deutlich zu sehen ) in den linken Arm biss.
Dann  begann  sie gellend  zu  schreien. Ein schriller "Dauerton".
lch  versuchte  ihre  Handgelenke  zu  fassen zu kriegen,  was  jedoch  völlig  unmöglich
war.  Daraufhin packte  ich  ihre  Oberarme  und  versuchte  diese  mit  aller  Kraft  festzuhalten.  Auch das  gelang  mir  nicht,  da  Frau  Schulze  sich  völlig  wild  und  wie  irre  gebärdete.  Als  die Schmerzen  unaushaltbar  wurden,  griff  ich ihr  von  rechts  um  den  Hals,  erwischte  dabei  auch  ihre langen  Haare,  zog  sie  herunter,  nahm  sie  in  den  "Schwitzkasten"  und  herrschte  sie  an;  ,,Hör auf  jetzt,...  hör  jetzt  endlich  auf,....  es  reicht,  Schluss  jetzt,...  Du  bist  ja  völlig  irr....!" u.s.w.."

Es ist wohl kaum erwähnenswert, lieber Leser, daß dieser Vorfall völlig unerwartet kam und ein ganz anderes Kaliber war, als alles was ich je im Umgang mit anderen Menschen erlebt hatte. Da ich Lee-Lou's Mutter, trotz ihrer "Macken", bis dato praktisch "blind" vertraut hatte, zumindest wenn es um Lee-Lou's Belange ging, war die Situation für mich schlichtweg unfassbar.

"Sie  schrie und  tobte  noch  eine  Weile  (vielleicht  ein  bis  zwei  Minuten),  schaffte  es  aber  nicht,  sich  zu befreien,  dann  hörte  sie  endlich  auf. 
lch  liess  sie  los,  zog  sie  hoch,  schob  sie  in  die  Küche  und
schloss  die  Kinderzimmertür,  nachdem  ich  kurz  gelauscht  und  von  Lee-Lou  nichts  gehört hatte.  lch  hätte  in  diesem  Moment  auch  gar  nicht  gewusst,  wie  ich  dem Kind  hätte  begegnen  sollen, ohne  es  zu  erschrecken,  da  ich  ja  mittlerweile  ebenfalls äußerst  aufgebracht  war und übel zugerichtet aussah.  lch ging auch in die Küche,  setzte mich und  drehte  mir  eine  Zigarette.  Dann  sagte  ich  Frau  Schulze, die  mit dem  Rücken  zur  Spüle  in  der  Ecke  stand,  daß  sie  wohl  soeben  unsere  Liebesbeziehung endgültig  zerstört  hätte. 
Sie  schwieg  dazu. 
lch  fragte  sie  abermals,  ob  sie  jetzt  völlig  wirr  sei
und  sagte  ihr,  daß  ich  von  jetzt  an  erwarte,  dass  sie gefälligst  aufhören solle  irgendwelchen Unsinn  zu  veranstalten  und,  daß  sie  statt  dessen  ab sofort  eine  "brave  Mama"  für  Lee-Lou sein  solle  und  zwar  notfalls  bis  das  Kind  18  Jahre  alt  sei.  lch  forderte  sie  auf  ( wie  schon  so oft ),  ihrer  Psychiaterin/Psychologin/Psychotherapeutin - oder was auch immer  ( selbst das war nicht klar ) - endlich  reinen  Wein  einzuschenken, ihre Aggressions-/Depressionsanfälle  ( und  mittlerweile  auch  gefährliche Wutausbrüche )  offen  zu  legen  und  sich kompetent  dagegen  behandeln  zu  lassen.
Sie  wiederholte  noch  mehrfach  ihre  Behauptung, daß  es  Missbrauch  wäre,  wenn  Erwachsene  im  Kinderzimmer  übernachten,  woraufhin  ich  ihr erklärte,  daß  das  ohne  Zusammenhang  völliger  Unsinn  sei,  da  ich, im Gegensatz zu ihr, weder  unter Kontrollverlusten  litte,  noch  irgendeine  Form  von  Missbrauch  mit  Lee-Lou  triebe.  Desweiteren  erklärte  ich  ihr,  daß  ich  gerade  jetzt,  sobald  ich  mich  beruhigt  hätte,  auf  jeden  Fall  im Kinderzimmer  schlafen  würde  und  Frau  Schulze,  die  sich  wie  eine  Furie  und  extrem rücksichtslos  gegenüber  dem  Kind  benommen  hatte,  garantiert  nicht.
lch  hielt  das auch  für notwendig,  da  ich  der  Meinung  war  ( und  noch  bin ),  daß  Lee-Lou, die sicherlich einige Beschädigungen  durch  diesen  Vorfall erlitten hatte ( was ihr in der Zeit  danach  auch  anzumerken  war ),  jetzt  unbedingt einen  sicheren Halt  und  so  etwas  wie  Geborgenheit  brauchte,  zumindest  jemanden  vertrautes, auf den sie sich  verlassen  könne  und  sei  es  nur  ein  durch paar  regelmäßige  Atemzüge  nachts und  die  Möglichkeit  zu mir  kommen  zu  können,  wenn  ihr  danach  war.
Um  wieder  einigermaßen ruhig  zu  werden,  fiel  mir  nichts anderes  mehr  ein,  als  noch  eine  Flasche  Bier  zu  trinken,  was  mir  selbst  zwar überhaupt  nicht gefiel,  ich  tat  es  aber  trotzdem,  um  dem  Kind  den  offensichtlich  jetzt  dringend notwendigen  Schutz  vor  Frau  Schulze  bieten  zu  können."

Tatsächlich sah ich ziemlich zerfetzt aus, blutete an mehreren Stellen am Kopf und war immer noch reichlich außer Atem. Natürlich war mir klar, lieber Leser, daß Bier nicht gerade als "Beruhigungsmittel der Wahl" geeignet ist, aber bedenke bitte in was für einer unglaublichen Ausnahmesituation ich mich in dem Moment befand. Hätte ich Baldrian o.ä. im Hause gehabt, hätte ich davon vermutlich "eine Handvoll" geschluckt, hatte ich aber nicht...
Und, ganz am Rande, ich war nicht im geringsten betrunken, dazu stand ich viel zu sehr unter Adrenalin, oder was immer in derartigen Schockmomenten als körpereigenes Aufputschmittel fungiert.

"Es  dauerte trotzdem  noch  etwa  eine halbe  bis  dreiviertel  Stunde  bis  ich  mich  fähig  fühlte,  meine  Atmung  wenigstens soweit  zu  kontrollieren, daß  ich  mich  traute  mich  ins  Kinderzimmer  und  dort  ins  Bett  zu  begeben.
Zwischenzeitlich  lauschte  ich  aber  mehrmals,  ob  Lee-Lou  unruhig  wäre,  war  sie  zum  Glück aber  nicht.  Von  Frau  Schulze  war  seit  dem  "Gespräch"  in  der  Küche  nichts  mehr  zu  sehen, was  mir  ganz  recht  war. 
lch  ging  dann  leise  und  vorsichtig  ins  Kinderzimmer, legte  mich ins  Bett  und  versuchte  einzuschlafen, was  mir  aber  nicht  gelang.  Also  machte  ich Atemübungen  und  versuchte  mich  in  meinem  bescheidenen  Grundwissen  über  Autogenes Training.

Nach  ein  paar  Minuten  ging  bei  voller  Wohnzimmerbeleuchtung  die Kinderzimmertür  auf  und  knallte  gegen  die  Wand. 
lch  erschrak,  stieg  leise  und  auf  Lee-Lou lauschend  aus  dem  Bett  und  schloss  die  Tür  wieder.  Einen  Moment  später  wiederholte  sich das  ganze.  lch  stand  wieder  auf,  schlich  ins  Wohnzimmer,  sah  niemanden, schaltete  die  Wohnzimmerbeleuchtung  aus  ( im  Schlafzimmer  war  Licht ),  lehnte  die Kinderzimmertür  an - und  legte  mich  wieder  hin.
Als  die  Tür  nach  kurzer  Zeit  wieder  aufging, liess  ich  sie  ca.  20 - 30cm  auf. 
Dann  war  endlich  Ruhe.
Ich  lauschte  noch  einige  Zeit  auf Lee-Lou's  Atemzüge,  die  kaum  zu  hören,  aber  regelmäßig  waren,  sie  musste  wohl ( wieder ) eingeschlafen  sein.
lch  gehe  davon  aus,  daß  sie  irgendwann  im  Laufe  des  Vorfalls  wach geworden  ist,  sich  aber  nicht  getraut  hat  sich  zu  melden,  da  sie  eher  ein  Typ  Mensch  ist  der sich  in  solchen  Fällen  lieber  versteckt  u./o.  ruhig  verhält,  wie  ich  es  auch  als  Kind war."


"Dazu  ein  Beispiel:  ln  unserem  Aquarium lebte unter  anderem  ein  kleiner  blauer Antennenwels.  Dieser  versteckte  sich  wenn  er  Angst  hatte,  z.B.  wenn  Lee-Lou  an  die Scheibe  klopfte  und  "Hallo  Otto"  rief.  Den  Namen  Otto  hatte  er  von  mir.  Lee-Lou  lernte vorsichtiger  zu  sein  und  Otto  nur  zu  beobachten.  Sie  dachte  sich  dazu  ein  Rollenspiel  aus. Sie  spielte  den  "Otto"  wenn  sie  Zeit  schinden  wollte, um  z.B.  noch  nicht  ins  Bett  zu müssen,  sprang zu  verschiedenen  Plätzen,  tat  so  als  ob  sie  dort  irgend  etwas  mit  dem Mund  aufnähme  und  sagte:  ,,Otto hat  ein  Stück  Futter  gefunden".  Sie  spielte  auch  gerne ,,Papas Otto",  das  heißt,  sie  wollte  von  mir  in  den  Arm  genommen  werden,  oder  mich  in  den Arm  nehmen, was  Frau  Schulze  ( ab etwa Sommer 06 ) offensichtlich  nicht  gerne  sah  (ich  vermute,  daß  es  sich um mehr o. weniger krankhafte  Eifersucht  handelte,  da  ich,  obwohl  Frau  Schulze  alles  tat  um  das  Kind  an  sich  zu ziehen,  ein  wunderbares,  von  Liebe  und  fairer  Partnerschaft  im  Geiste  geprägtes  Verhältnis mit  meiner  Tochter  hatte,  trotz  der  wenigen  Zeit  die  wir  zusammen  verbringen  konnten)."
[ Das soll selbstverständlich nicht heißen, daß ich Kinder als "kleine Erwachsene" o.ä. betrachte, sondern als mindestens gleich wertzuschätzende Individuen, denen man Respekt entgegenzubringen, auf Augenhöhe zu begegnen und sie ernstzunehmen hat. )
"Wenn  Frau  Schulze  mitbekam,  wie  Lee-Lou  zu  mir  kam  und  sagte: ,,Papa  ich  bin  dein  Otto", knurrte  sie ( in den letzten Wochen unseres Zusammenlebens ) oftmals:  ,,Bist du  nicht!", in  aggressiven  Tonfall.  Mehrfach  kam  Lee-Lou  dann ( wenn  Frau  Schulze  außer  Hörweite  war )  wieder  zu  mir  und  sagte:  ,,Papa ich  bin  Dein  Otto und  Otto  möchte  sich  gern  verstecken".  Dann  rollte  sie  sich  auf  meinem  Schoß  zusammen und  ich  hielt  sie so eine  Weile.

Nachdem  ich  also  sicher  war,  daß  Lee-Lou  schläft  und  von  Frau  Schulze ebenfalls längere  Zeit nichts  zu  hören  war, schlief  auch  ich  endlich  ein."



Nun, lieber Leser, ich denke, Du verstehst, daß die vorher doch recht naive Geschichte der kleinen Lee-Lou und ihrer Familie hier ( längst ) vorbei ist.
So seltsam wie manche Ereignisse bis dahin auch schon mal gewesen sein mögen, nach dieser Nacht war nichts mehr wie es einmal war. Daß Lee-Lou's Mutter nicht gerade ein "pflegeleichter" Mensch war, ist eine Sache, mit der wir bisher einigermaßen klar kamen. Wer ist schon wirklich pflegeleicht? Daß sie aber dermaßen durchdrehen konnte, noch dazu ohne daß ein irgendwie nachvollziehbarer Grund dafür ersichtlich war, ist eine ganz andere Hausnummer.
Aber so ein extremes Verhalten entsteht sicherlich nie ganz spontan, oder gar ohne jede Entwicklung. Es fragt sich also, was eben diese Entwicklung verursacht haben könnte und wo die konkreten Auslöser für diesen Ausbruch zu suchen sind.
Ganz ehrlich, ich weiß es nicht, zumindest nicht genau genug, um mir ein sicheres Urteil dazu bilden zu können.
Allerdings liegt nahe zu vermuten, daß ihre eigene Kindheit und ein offenbar gestörtes Verhältnis zu ihrem Vater einigen Einfluss auf sie ausgeübt hat. Möglicherweise auch auf die offenbare Bereitschaft, jegliche vernunftsbestimmte Selbstkontrolle ruckartig zu verlieren.

Okay, jeder Mensch hat seine Macken, keiner ist "einfach nur normal".
Ich bin bestimmt weder fehlerfrei, noch ein Chorknabe, wie schon erwähnt sehen mich manche wahrscheinlich als "irgendwie leicht verrückt" an, ich war derzeit Biker und gerade kein Typ, der den Schnabel hält, wenn ihm irgendetwas Wert erscheint sich dazu zu äußern.
Aber das war schon vor unserer Beziehung der Fall und hat weder Lee-Lou's Mutter, noch sonst wen im Freundeskreis sonderlich gestört, oder wenn doch, dann konnte man mich problemlos darauf ansprechen und die Sache klären. Im Gegenteil hatte ich den Eindruck, daß manche genau das an mir irgendwie schätzten.

Und Lee-Lou, na ja, sie war anfangs recht "arbeitsintensiv", das ist wohl wahr. Aber das hatte ja auch ernsthafte Gründe und sie hat sich erstaunlich gut entwickelt.
In jenem November 2006 jedenfalls war sie in meinen Augen schon fast zu weit fortgeschritten.
Selbst ihre gelegentlichen "kleinen Anfälle", im Laufe jenes Jahres, waren für mich nachvollziehbar, sie bekam den sich langsam steigernden Stress ja leider manchmal doch unmittelbar mit und einiges davon hinterließ sicherlich auch Spuren.
Bspw. die Geschichte die ich von der Nachbarstochter Jackie unfreiwillig berichtet bekam ( s.o. ) und die für Lee-Lou und ein paar weitere Kinder ziemlich schräge gewesen sein mußte.
Oder jene, die der Ex-Gatte von Lee-Lou's Mutter mir später erzählte, über ihre seltsame Auslegung der Ursachen warum wir kein zweites Kind hätten.
Und auch die gesteigerte Launenhaftigkeit ihrer Mutter ist Lee-Lou sicher nicht entgangen.

V.dh. verwunderte es mich  nicht sonderlich, wenn das Kind selbst auch mal etwas über die Stränge schlug. Und, wie gesagt, das hielt sich, soweit ich das einschätzen kann, einigermaßen in Grenzen. Es machte sogar den Eindruck, daß sie manchmal regelrecht das Bedürfnis hatte, auf ihre Eltern einzuwirken, um die Situation zu verbessern. Und so positiv das auch den ersten Blick erscheinen mag, wenn ein noch nicht einmal dreijähiges Kind versucht eine Art soziales Engagement zu entwickeln und kritische Situationen irgendwie zu verbessern, so machte mir das doch ziemliche Sorgen. Denn ein Kind in dem Alter sollte so etwas nicht nötig haben, sondern sich unbeschwert der eigenen Entwicklung widmen können!

Bis zu dem Vorfall in jener Nacht hatte ich mich stets bemüht, irgendwelche Unklarheiten, Mißverständnisse, kleinere Reibereien möglichst sofort zu klären und ansonsten möglichst schnell im Alltag verschwinden zu lassen, also möglichst dafür zu sorgen, daß sie gar nicht erst zu etwas wirklich wichtigem wurden.
Und solange wir einen recht gut funktionierenden, zwar manchmal etwas anstrengenden, aber ansonsten überwiegend recht komfortablen Alltag hatten, gelang das auch einigermaßen, obwohl es ab Sommer 2006 zunehmend schwieriger wurde.

Dazu sind erstmal wieder ein paar Auszüge aus meinen Aussagen für Gericht und Jugendamt fällig, welche ein paar weitere Fakten, Beispiele und Hintergründe liefern, die ich anschließend etwas erläutern werde.




                                              
Ich denke, hier macht ein weiteres Beispiel Sinn, das sich vermutlich ( ich weiß es einfach nicht mehr genau, da ich mir das Ereignis erst nach dem 24. 11. 2006 aufgeschrieben habe - der Text ist aus einer schriftlichen Aussage für das Gericht ) kurz vor oder nach Lee-Lou's Geburtstag abgespielt hat. Es geht dabei um einen Vorfall, dessen Ablauf vielleicht verdeutlicht in was für einem Zustand sich Lee-Lou's Mutter in diesem Herbst befand und wie plötzlich ihr Verhalten in erschreckende Extreme abdriften konnte.
Ich hoffe es zeigt, daß es eben nicht darum geht, sie als "irgendwie schlecht" oder gar bewußt verantwortungslos darzustellen, sondern verständlich zu machen, daß sie offenbar erhebliche psychische Probleme hatte ( und wahrscheinlich noch hat ), die sich zu dieser Zeit - warum auch immer - in einer Weise steigerten, die uns alle massiv überforderten.
Man kann wohl spekulieren, daß diese Entwicklung ihre Ursachen großteils in ihren eigenen Erlebnissen als Kind haben. Ich halte das für naheliegend. Mehr als eine persönliche Vermutung ist das aber nicht, zumal bei einem 40-jährigen Menschen, über dessen Kindheit man relativ wenig weiß, außer eben, daß sie Trennungskind war und ihre eigene Mutter auch, auch noch alle möglichen anderen Faktoren denkbar sind.

Wie dem auch sei, lies selbst und bilde Deine eigene Einschätzung dazu:


"Eines Morgens, ich hatte frei, wir hatten gerade gefrühstückt, Lee-Lou musste zur Spielgruppe in den Waldorfkindergarten (es muss also ein Dienstag oder Donnerstag im Herbst 2006 gewesen sein), hatte Frau Schulze mal wieder sehr schlechte Laune. Sie räumte gerade das Frühstücksgeschirr ab, obwohl ich ihr angeboten hatte das zu übernehmen. Sie "begründete" das meist mit Sätzen wie:,"Du kriegst ja sowieso nichts geregelt", "das mache ich lieber selbst", "machst Du ja doch nicht", oder ähnlichem Unsinn, der nichts mit der Realität zu tun hatte. Es fiel ihr, in der ihr üblichen Hektik, etwas aus der Hand ( Messer, Frühstücksbrett oder ähnliches ). Sie fing an zu fluchen, verlor die Kontrolle und warf noch etwas hinterher. lch versuchte sie und das Kind zu beruhigen, was mir bei Lee-Lou auch gelang, bei Frau Schulze aber nicht. Sie wurde immer hektischer, es gelang ihr nicht mehr das Kind anzuziehen, was ich daraufhin übernahm. Lee-Lou wurde quengelig.
lch redete nebenbei auf beide ein, doch endlich wieder zur Ruhe zukommen und bot an beide zum Waldorfkindergarten zu fahren, was Frau Schulze jedoch ablehnte. Sie wollte auch noch den gelben Sack
[ "Wertstoffmüll" ] mit hinaus nehmen, verlor dabei aber vollends die Kontrolle über sich selbst und warf den gelben Sack schreiend und mit voller Wucht durch das Treppenhaus, wo er an der Glasscheibe neben der Eingangstür zerplatzte. lch zog das Kind wieder aus und sagte Frau Schulze, daß ich sie in diesem Zustand nicht mit Lee-Lou im Auto fahren lassen würde und daß sie mir ihr Telefon mit der Nummer des Kindergartens geben solle, damit ich Lee-Lou für diesenTag dort abmelden könne. Frau Schulze verlangte jetzt, daß ich die beiden fahren solle. lch lehnte ab und verlangte abermals das Telefon von ihr. Sie rannte hektisch in der Wohnung herum, zerrte immer wieder mal an Lee-Lou, mal an mir herum und verlangte wieder, daß ich sie fahren solle. Als das Kind wieder ausgezogen war, nahm ich Frau Schulze das Telefon ab und rief im Kindergarten an. lch sagte der Kindergärtnerin, daß Lee-Lou heute leider nicht kommen könne, da wir ein kleines Krankheitsproblem mit der Mutter hätten, welches wir erst klären müssten und daß ich keine Zeit hätte sie zu fahren. Nachdem ich wieder aufgelegt hatte, schrie Frau Schulze herum und behauptete, daß ich sie jetzt "auch noch" vor der Kindergärtnerin schlecht gemacht hätte. lch sagte ihr, daß das Unsinn sei und, daß sie sich erst mal wieder beruhigen und tief durchatmen solle, um wieder zu Verstand zu kommen. Sie schien das verstanden zu haben und sammelte den Müll im Treppenhaus wieder ein, während ich mich mit der verschreckten Lee-Lou beschäftigte. Als nächstes hörte ich den  Motor von ihrem Auto laut aufheulen, schaute aus dem Fenster und sah wie Frau Schulze mit durchdrehenden Reifen und ohne auf die Straße zu achten vom Hof raste. So extrem verstört hatte ich Frau Schulze noch nicht erlebt und ich machte mir große Sorgen um sie.
Als sie spät Nachmittags wieder nach Hause kam, war sie zwar immer noch schlecht gelaunt, hatte sich jedoch wieder unter Kontrolle und hat den Vorfall nie wieder erwähnt. Um sie nicht wieder zu reizen, sprach ich sie nicht mehr darauf an, was sicher ein großer Fehler war."


Nun, ob es wirklich ein Fehler war, sie nicht direkt auf den Vorfall anzusprechen, wage ich im nachhinein anzuzweifeln. Vermutlich hätte eine unmittelbare Erwähnung der Sache doch nur zu weiteren Eskalationen geführt, zumal ich auch nicht gerade ein sonderlich geschickter Redner bin und in dieser Situation sicherlich kein allzu großes "diplomatisches Geschick" bewiesen hätte.
Aber, daß Lee-Lou's Mutter derzeit bestimmt zumindest fachliche Hilfe gebraucht hätte, ist wohl ziemlich sicher. Von daher wäre es meine Aufgabe gewesen, irgendwie mehr Druck in der Richtung zu machen, was mir jedoch nicht, jedenfalls nicht in ausreichendem Maße, gelang.
Ob dadurch der vorher beschriebene Ausraster vom 24.11. 2006 zu verhindern gewesen wäre - ich weiß es nicht, vermutlich aber nicht, meine ich. Dazu scheint mir ihre Problematik derzeit schon zu weit fortgeschritten gewesen zu sein.
Daß Lee-Lou und ich durch solche Vorfälle, auch wenn diese nicht zunächst ganz so heftig waren, ebenfalls arg belastet wurden, ist allerdings wohl logisch.


Weiter geht es mit einem Zitat zum 25.11.2006:

"Am nächsten Tag entschuldigte sie sich nicht, lieferte auch keine Erklärung für ihr seltsames Verhalten, sondern wiederholte ihre völlig haltlosen Anschuldigungen über angeblichen Missbrauch, drohte wieder mich hinauszuwerfen, wie sie dies ja schon seit über einem Jahr bei ihren Wutausbrüchen immer wieder tat, wenn ich z.B. versucht hatte sie zu vernünftigen Gesprächen zu bewegen, oder wenn sie mal wieder Streit vom Zaune brach. Sicherlich bin ich ein Mensch mit Fehlern wie jeder andere auch, aber ich bin gutmütig, tolerant, und hilfsbereit und man kann jederzeit vernünftig mit mir reden, wenn man das will. Frau Schulze behauptet das Gegenteil, nämlich ich würde "nichts geregelt" kriegen, ließe niemanden ausreden, würde alle möglichen Leute hassen und man könne mit mir keine sachlichen Unterhaltungen führen. Auf meine Frage wie sie das denn anstellen wolle, mich hinauszuwerfen, bekam ich die abstruse Antwort: ,,Du wirst schon sehen, wir machen das ganz anders, wart's nur ab", und ähnlich unverständliches mehr."

Das setzte sich in den nächsten Tagen und Wochen fort:

"lch forderte sie seitdem immer wieder auf sich endlich mal wie ein erwachsener Mensch zu benehmen, zum Wohle von Lee-Lou, aber sie reagierte immer unsinniger. lch sagte ihr z.B., daß ich uns jetzt vorläufig als Wohn-und Zweckgemeinschaft zum Wohle des Kindes betrachtete ( was wir ja zwangsweise auch waren ), und daß ich bereit wäre alles dafür zu tun, daß diese Gemeinschaft auch möglichst glatt und reibungslos funktionierte. Sie wurde daraufhin aggressiv, schrie herum, knallte mit Türen ( z.T. während das Kind nebenan schlief ), verschwand einfach wortlos ( manchmal für mehrere Stunden ), oder behauptete ich wäre "zu cool", was sie wütend mache, daß unsere Wohnung nicht Wohngemeinschaftsfähigwäre ( was nicht stimmt ) und ähnlichen Unsinn mehr."

Die Situation spitzte sich mehr und mehr zu, zumal Lee-Lou's Mutter jetzt auch anfing, jegliches Vertrauen aktiv zu untergraben und zu versuchen, andere zu ihren Verbündeten zu machen und entsprechend zu beeinflussen, kurz gesagt, gezielt eine völlig chaotische Situation zu schaffen, was ihr oftmals auch zu großen Teilen gelang:

"Frau Schulze hatte vor dem 24.11.2006 in unserer Familie und auf ihr eigenes Betreiben hin den größten Teil des Haushaltes geführt, die meisten Einkäufe erledigt, unsere Haushaltskasse abgerechnet, was sie alles auch bis dato sehr gut gemacht hatte, wozu ich immer versucht hatte sie zu motivieren ( insofern war es natürlich nicht nur ihr betreiben, ich hatte sie aber zu nichts getrieben oder gar gezwungen, sondern, das was sie allein nicht schaffte aktiv unterstützt oder übernommen, wenn es nötig war ) und wovor ich auch große Hochachtung und Respekt hatte. lch vertraute ihr in diesen Punkten voll und ganz und lobte sie bei jeder Gelegenheit.
Z.B. hatte sie am Anfang unserer Beziehung starke
Abneigungen gegen das Kochen gehabt, weshalb ich meistens Abends nach der Arbeit noch Essen machen musste. Nach und nach lernte sie das aber und übernahm es schließlich fast ganz, weshalb ich ihr Essen auch immer sehr lobte.
Ähnlich verhielt es sich in den meisten den Haushalt betreffenden Dingen. Nach dem 24.11.2006 verhielt sie sich in Punkto Essen und Einkauf, soweit es mich betraf, allerdings völlig widersprüchlich. Am Wochenende, wenn ich ohne weiteres hätte kochen können ( ich bin kein sonderlich geübter Koch, kenne auch kaum Rezepte, kann aber in fast jeder Situation aus dem vorhandenen eine schmackhafte Mahlzeit bereiten ), kochte Frau Schulze, als wenn nichts gewesen wäre. In der Woche jedoch, wenn  ich abends müde und zerschlagen nach Hause kam, gab es für mich nichts, oder nur mehrere Tage alte Reste. Auch unseren Brauch Donnerstags Fisch vom Markt zu essen, den man nur warm zu machen brauchte, schaffte sie sofort ab. Statt dessen hat sie dann zwar mittags für Lee-Lou und sich selbst gekocht, aber nur so viel, daß für mich nichts übrig blieb, bzw. wenn doch etwas übrig war, hat sie mir das erstmal ein bis zwei Tage vorenthalten und mir dann, quasi wie eine Art "Almosen" angeboten, wenn ich die Essenssituation ansprach. Beim Einkauf verhielt es sich ähnlich. Sie behauptete erst ich hätte das betreffende ( z.B. eine Kiste Mineralwasser, die ich auf dem Motorrad nicht transportieren kann, oder Tabak oder Käse ) nicht auf den Einkaufszettel geschrieben, obwohl sie vorher auch immer automatisch diese Dinge mitgebracht hatte. Nachdem ich es dann aufgeschrieben hatte, kaufte sie es trotzdem nicht. Auf meine Frage hin, erklärte sie, daß ich jetzt ganz hinten anstehen würde und, daß sie wichtigeres zutun hätte, ( dabei war sie doch in den entsprechenden Läden ). Auf meine Bitte um ein paar Flaschen Wasser durfte ich mir dann aber seltsamerweise einige nehmen. Dann brachte sie auch mal wieder etwas für mich mit, um es beim nächsten mal wieder zu unterlassen. lch forderte eine Klärung dieser unerträglichen Situation, welche sie mit dem Hinweis auf eine partnerschaftliche Beratungsstelle ablehnte und sagte, sie würde mir sowieso nichts mehr mitbringen, da ich ihr egal wäre, oder für mich kochen, was sie aber (s.o.) dann doch ab und zu tat. Mein Argument, daß das ein Widerspruch in sich sei und, daß diese Beratungsstellen nicht für haushaltstechnische Dinge zuständig sind, ignorierte sie einfach. Wenn ich weiter auf Klärung bestand wurde sie wieder aggressiv, machte ( oftmals mitten im Satz ) etwas anderes oder verschwand einfach. Oftmals ging sie dann zu Nachbarn und erzählte baren Unsinn, z.B. erweckte sie dort den Eindruck, ich sei derjenige, der alles durcheinander brächte und, daß sie unsere Beziehung, die sie ja selbst zerrüttet und ( am 24.11.2006) zerstört hatte, immer noch retten wolle, was im diametralen Gegensatz zu ihrem Verhalten mir gegenüber stand. Wenn ich dann meinerseits hinüberging, in der verzweifelten Hoffnung dort ( also vor dritten ) ein wenigstens halbwegs vernünftiges Gespräch mit ihr führen zu können, blockierte sie dieses, z.B. mit der Feststellung, daß ich ja aufgebracht wäre ( was selbstverständlich richtig und wohl völlig logisch war nach ihrem Verhalten ) und ging dann ( lief also vor dem Gespräch weg )."

In der Tat waren die Nachbarn auch über längere Zeit ziemlich unschlüssig, was sie von dieser in sich widersprüchlichen Sache halten sollten.
Einerseits kannten sie uns ja nun schon eine ganze Weile, konnten mich also auch im allgemeinen Alltag recht gut einschätzen, andererseits erzählte Lee-Lou's Mutter ihre Darstellungen und dazugehörige Anspielungen auf angebl. Fehlverhalten meinerseits offensichtlich sehr glaubhaft.
Das führte dann zu Situationen, wie im nächsten Zitat aus dem selben Schreiben an das Gericht beschrieben:



 "Bei einem dieser Gespräche wurde ich dann auch prompt und wohl verständlicherweise etwas lauter als gut war, da ich die eiskalten und (besonders im Bezug auf das Wohl Lee-Lou's) völlig rücksichtslosen Provokationen Frau Schulze's nicht mehr ertrug. Herr lmmig der ja von Frau Schulze gründlich dahingehend beeinflusst war, das ich "der Böse" in ihrem Spiel bin und dessen Kinder in ihren Zimmern dabei waren sich bettfertig zu machen, wurde seinerseits sehr ungehalten und forderte mich wütend auf sofort ruhig zu sein, was ich auch natürlich sofort verstand. lch sah das voll und ganz ein, entschuldigte mich dafür, bat um Verständnis und versprach Herrn lmmig daß so etwas nicht wieder vorkommen würde, woran ich mich auch selbstverständlich gehalten habe. Später (nach Frau Schulze's Kindesentzug) sprach ich mit Herrn lmmig darüber, er zeigte Verständnis, da er mittlerweile einiges mehr von den Taktiken der Frau Schulze mitbekommen hatte und erzählte mir, daß Frau Schulze bei nächster Gelegenheit versucht hatte, ihm und seiner Familie Angst einzujagen, indem sie gedroht hatte, daß ich aufgrund seiner völlig verständlichen Zurechtweisung demnächst mit einer Schlägertruppe bei den lmmigs auftauchen würde, um Krawall zu machen. Familie lmmig sind gute Nachbarn, welche ich als Freunde betrachte, die uns beiden nur helfen wollen, denen ich dafür in dieser schweren Zeit dankbar bin, weshalb ich es auch besonders  perfide von Frau Schulze finde, diese in ihre Terrortaktiken auf eine solch üble Art und Weise mit einzubeziehen."


Du siehst, lieber Leser, schon bevor Lee-Lou's Mutter aus der gemeinsamen Wohnung verschwand, steigerte sie die Intensität ihrer Kampagne gegen mich erheblich, sogar ggü. den Nachbarn, mit welchen ich ansonsten immer ein ausgesprochen gutes Vertrauensverhältnis hatte.

Weiter geht es im selben Text:

"lch regelte also meinen Teil des Haushaltes so gut es ging selbst, machte meinen Schmutz (und wenn ich schon dabei war auch den der Frau Schulze, welche seit dem 24.11.2006 praktisch gar nicht mehr sauber machte) weg, wusch meine Wäsche wieder selbst (und die von Lee-Lou auch, soweit Frau Schulze das nicht schon getan hatte, was sie jedoch angestrengt versuchte, um sich keine Blöße zu geben), räumte auf, kaufte ein usw. und kümmerte mich noch mehr um Lee-Lou,welche ich auch so gut es ging in meine sonstigen Aktivitäten mit einbezog. lch baute z.B. im Keller ein Kommodenschränkchen für sie zusammen, das Frau Schulze als Bausatz angeschafft hatte. Dieser Bausatz war unbrauchbar. Die Einzelteile waren nicht maßhaltig, hatten Feuchtigkeitsschäden und waren angegammelt. lch schliff das ganze Holz komplett ab (dabei konnte ich Lee-Lou natürlich nicht gebrauchen, ich erwähne es trotzdem, da es in einem anderen Beispiel zum Thema erzieherischer Konsequenz wieder auftaucht), lasierte es und baute es zusammen, wobei ich es mehrfach richten und korrigieren musste. Dabei nahm ich Lee-Lou mit in den Keller und wir bauten zusammen nebenbei auch noch einige Holzflugzeuge (ebenfalls Bausätze) zusammen, die sie geschenkt bekommen hatte. Lee-Lou half dabei kräftig mit, schmirgelte hier und da ein wenig herum, schaute zu, hielt etwas fest, oder beschäftigte sich anderweitig, während wir uns unterhielten. Einmal war dabei auch eines von den Nachbarskindern anwesend und wir hatten jede Menge Spaß zusammen."


Wir versuchen also, das beste aus der verfahrenen Situation zu machen. Oftmals gelang uns das auch ganz gut.
Im üblichen familiären Dreigespann klappte es allerdings immer weniger und nach außen, also z.B. den Nachbarn ggü., machten wir drei als Familie sicherlich einen ziemlich merkwürdigen, z.T. vermutlich schon recht zerrütteten Eindruck.
Es half also nichts, ich mußte wohl oder übel initiativ werden:


"lm Dezember beantragte ich ein Gespräch bei Frau Westermann in der psychologischen Erziehungs-und Familienberatungsstelle am Straßburger Platz und bekam einen Termin für den 10.01.2007."


Was hätte ich sonst tun sollen?

In der Zwischenzeit mußte es aber auch irgendwie weitergehen:


"Anfang Dezember sprach ich Frau Schulze darauf an, daß wir Lee-Lou im Vorjahr versprochen hatten den Weihnachtsmarkt in Hasbergen wieder zu besuchen und, daß sie dort zum ersten mal Karussell fahren dürfe. Frau Schulze ging zu meiner Überraschung und scheinbar sogar gutwillig darauf ein. Wir fuhren also tatsächlich dorthin und zwar zusammen, womit ich, nach den Ereignissen der letzten Wochen, nicht gerechnet hatte. Sie lies mich sogar ihr Auto fahren und ich war so positiv überrascht, daß ich Hoffnung auf eine Besserung ihres Zustands schöpfte (was ich auch immer wieder tat, wenn Herr lmmig mich zu überzeugen versuchte, daß Frau Schulze an einer Beziehung mit mir immer noch interessiert wäre, da sie sich bei Immig's "eindeutig" so verhielt. Am Anfang des Weihnachtsmarkts war ein Stand, der heißen Met verkaufte. lch unterhielt mich eine Weile mit dem Verkäufer und überlegte, ob ich einmal probieren wollte, da ich so etwas noch nicht kannte. Er überzeugte mich, daß es sich lohnen würde, da es eine neue Sorte sei, die ansonsten an Marktständen nicht verkauft würde. Ich probierte einen Becher und er war tatsächlich sehr lecker und angenehm mild. Dann gingen wir zum Karussell, an dem die Kinder während der Fahrt die Gondeln selbst auf und ab bewegen konnten und Lee-Lou hatte sehr viel Spaß damit."


Na? Klingt das nicht ein wenig hoffnungsvoll? In dem Moment dachte ich das noch.

Aber, lieber Leser, im Nachhinein denke ich, ein Profi, der sich mit den entsprechenden psycho-sozialen Störungsbildern befasst und einige Erfahrung solchen "Spielchen" hat, kann vielleicht schon grob erahnen, daß da noch etwas kommt. Wenn er die ganze Vorgeschichte kennt, könnte er mit seiner Erwartung möglicherweise voll in's Schwarze treffen. Wenn allerdings lediglich die späteren Aussagen von Lee-Lou's Mutter kennen würde ( welche ich weiter unten selbstverständlich an geeigneter Stelle auch zitieren werde ), könnte er auch zum exakt entgegengesetzten Schluss kommen.


Schau selbst, was dann passierte:

"Auf dem Rückweg kamen wir an einem Stand der katholischen Kirche vorbei, wo eine Bekannte von uns Glühwein verkaufte. Wir unterhielten uns ein wenig und ich bestellte einen Becher Glühwein bei ihr. Daraufhin wurde Frau Schulze sehr ärgerlich und behauptete, daß sie das nicht gut fände, da es wieder Ärger geben würde (es kann sich nur um Ärger gehandelt haben, der von Frau Schulze ausging, da ich nicht vor hatte mich zu betrinken und das auch nicht tat und auch in betrunkenem Zustand habe ich noch nie irgendjemandem Ärger bereitet), daß ich wüsste, daß ich ein Problem damit hätte (hatte und habe ich nicht im geringsten) und, daß ich das nicht dürfe usw.. Da ich sofort bemerkte, daß Frau Schulze offensichtlich und in boshafter Absicht Gerüchte und Tratsch provozieren und meinen Ruf schädigen wollte und befürchtete sie würde behaupten ich würde betrunken Auto fahren, oder dies zumindest wollen, zog ich den Autoschlüssel aus der Tasche, forderte sie auf mit dem unsinnigen Gerede aufzuhören und sagte: ,,Du fährst und ich werde jetzt erstrecht einen Glühwein trinken und zwar mit Schuss". lch denke es ist wohl verständlich, daß ich verärgert war und trotzig reagierte. Die Bekannte hatte allerdings nur Glühwein ohne Schuss,(worüber sie in dem Moment sicherlich auch recht froh war, da ihr die Situation sicherlich genau so peinlich war wie mir), welchen ich dann auch trank. Die Rückfahrt fand dann in bedrückender Stimmung statt. Frau Schulze war den Rest des Tages schlechter Laune (noch schlechter als sowieso in letzter Zeit), was Lee-Lou sicher einen Teil der Freude über die Karussellfahrt verdorben hat, obwohl ich mich liebevoll mit ihr beschäftigte."


Nun, selbst ein Spieltheoretiker ohne Erfahrung mit krankhaften Störungen dürfte hier so etwas wie "Bingo" denken.
So typisch ist diese Situation.

Ein unerfahrenes Mitglied einer Opferberatungsstelle, das in dem Moment von außen hinzukommt, ohne die Vorgeschichte zu kennen, würde jedoch leicht in den Gedankengang verfallen können, daß hier ein rabiater Alkoholiker gerade die Kontrolle verliert und seine Familie damit in Gefahr bringt.

Ich begann in dem Moment zwar so langsam, die grobe Taktik dieses Spiels zu begreifen, allerdings war es mir immer noch unmöglich, zu glauben, daß hier tatsächlich ein Spiel gespielt wurde und welchem Zweck es dienen könne. Ich ging v.dh. immer noch davon aus, daß es sich möglicherweise um sich chronifizierende Randsymptome der bekannten depressiven Schübe von Lee-Lou's Mutter handelte, oder irgendetwas in der Richtung. Also jedenfalls gerade nicht um eine gezielt vorbereitete und konsequent sich steigernd praktizierte ( insofern bewußte ) Strategie.
Und im Nachhinein denke ich, ganz so falsch lag ich damit im Endeffekt eigentlich gar nicht. Im akuten Vorfall und dessen Einschätzung allerdings schon.
Denn Lee-Lou's Mutter war ja selbst als Kind zu großen Teilen ohne ihren Vater aufgewachsen und hatte mir andeutungsweise auch einiges dazu erzählt. Z.B., daß sie ernsthafte Probleme mit ihrem Vater hatte, welche, ihrer Beschreibung nach, recht seltsam anmuteten und immer noch ernsthafte Auswirkungen auf sie hatten, wofür sie den Vater offenbar zutiefst verachtete. Und auch Lee-Lou's Oma mütterlicherseits hatte erwähnt, daß sie keine normale Familie hatte, sondern in einem Heim aufgewachsen ist.
Hätte ich derzeit den Wissensstand gehabt, den ich mir ( leider ) erst später angelesen habe, hätte mir die weitere Entwicklung wenigstens grob voraussehbar werden können. Dadurch wäre es im Dezember 2006 mit etwas Glück vielleicht noch möglich gewesen, das allerschlimmste abzuwenden.

So war ich jedoch praktisch ahnungslos. Es war für mich einfach nicht vorstellbar, daß die Frau, die zu Beginn unserer ( zweiten ) Beziehung so einen geradezu idealen Eindruck auf mich gemacht hatte, die sich als Mutter so viel angelernt und so viel Einsatz gezeigt hatte, auf die ich dachte mich quasi blind verlassen zu können, zumindest wenn es um das Kind ging, ein so entgegengesetztes "zweites Gesicht" haben könnte. Daß es ihr manchmal kurzfristig scheinbar recht schlecht ging, was sich in plötzlichen Stimmungswandeln äußerte, war eine Sache. Und damit kamen wir alle drei vorher relativ gut klar.

Daß sie aber mittel- o. langfristig einen knallharten Plan hatte, der nichts geringes beinhaltete, als Lee-Lou und mich als "Papa&Lee-Lou" vollständig zu vernichten, daß sie diesen Plan mittels "küchenpsychologischer Strategiespielchen" mit eiskalter Verachtung durchzuziehen willig und bereit war, war absolut unvorstellbar für mich.

Wenn ich im nachhinein die typischen Muster des weiteren Verlaufs betrachte, gibt es allerdings keinen Grund mehr daran zu zweifeln.
Und das waren erst die "Zielübungen", mit denen sie ihr weiteres Vorgehen ein wenig übte und testete.
Es kam noch viel schlimmer.



Übrigens, lieber Leser, falls Du Lee-Lou bist, noch mal die dringende Bitte:
Überlege Dir sehr genau, ob Du das, was jetzt hier steht, wirklich ( schon ) lesen möchtest und vertragen kannst! Ich würde sagen unter 16 Jahren geht das gar nicht.
Und wenn Du es liest, denke bitte daran:
Es geht hier nicht im geringsten darum, Deine Mutter schlecht zu machen, oder um das Gejammer Deines, als solcher nicht mehr existierenden, Vaters.
Es geht ganz allein um Dich, um Dein Leben und wie es zu dem wurde, was es jetzt für Dich ist.
Und was möglicherweise später daraus wird.
Bitte versuche das nicht zu vergessen!


Das nächste, ziemlich lange und relativ komplizierte Beispiel dieser ( vordergründig sicherlich sehr seltsamen ) Taktierei soll das letzte zum Thema "vorbereitende Schießübungen" sein. Es folgt im selben Schreiben an das Gericht ( und weitere ) direkt auf das eben zitierte und passt exakt dazu, da es das "spieltheoretische" Muster nahezu perfekt ergänzt und vervollständigt:

"Vor dem 24.11.2006 hatten Frau Schulze und ich auch schon über Weihnachtsgeschenke gesprochen. Sie meinte, wir müssten uns etwas schenken. lch hatte ihr, wie schon öfter im Laufe unserer Beziehung erklärt, daß ich grundsätzlich der Meinung bin, daß man sich das ganze Jahr über Geschenke machen könne (so wie ich das auch, zwar nicht sehr oft, aber dann sehr gerne tat, was Frau Schulze aber kaum bemerkte), daß diese von Herzen kommen und keine Pflichtveranstaltung sein sollten. Außerdem wüsste ich nicht, warum wir jetzt, nach dem Frau Schulze so viel Ärger provoziert hatte, einen Grund haben sollten, uns Geschenke zu machen, daß ich aber immer noch, wie schon mehrfach gesagt, der Meinung sei, daß wir Lee-Lou etwas schenken und auch einen Baum aufstellen müssten (was wir noch im Vorjahr, in gegenseitigem Einverständnis, nicht getan hatten), weil sie ja nicht verstehen könne, daß überall mit Baum und Geschenken gefeiert würde, nur bei uns nicht. lch hatte mit Lee-Lou auch schon ausführlich über Weihnachten gesprochen. lch hatte ihr erklärt, daß dann alle Erwachsenen drei Tage frei hätten, um mit den Kindern zu feiern und zu spielen, daß überall lustige Männer mit roten Mänteln herumliefen, die gerne auch Kinder ansprächen, was aber in Ordnung wäre und, daß alle Kinder (besonders von ihren Eltern, aber manchmal auch von anderen) etwas geschenkt bekommen würden usw..
Da Frau Schulze das nicht reichte, sagte ich ihr,daß sie sich etwas wünschen solle, ich würde mir dann von ihr ein paar dicke Socken wünschen, die ich sowieso dringend brauchte. Frau Schulze schien damit einverstanden zu sein, sagte aber nicht, was sie haben will. lch dachte sie würde sich noch etwas überlegen. Etwa 2 Wochen vor Weihnachten (also nach dem 24.11.2006) sprach Lee-Lou mich an und sagte, daß sie wüsste wo Mama mein Weihnachtsgeschenk versteckt hätte, was Frau Schulze sie sicher mit Absicht hatte bemerken lassen.
Ich sagte ihr, daß sie das nicht verraten dürfe, da Geschenke eine Überraschung seien. Als Lee-Lou noch einmal deswegen in Frau Schulze's Beisein auf mich zu kam, sprach ich Frau Schulze darauf an und teilte ihr mit, daß ich immer noch nicht wisse was sie sich wünsche (jetzt weniger denn je). In Lee-Lou's Abwesenheit sagte ich ihr, daß ich, nach dem sie unsere Beziehung gewaltsam beendet hatte, ein Geschenk von ihr ziemlich lächerlich fände und, daß sie jetzt , nachdem sie das Kind in diese Sache mit hinein gezogen hat, irgendeinen Vorschlag machen soll. Sie sagte ich könne ja mal nach Osnabrück fahren, da wären viele Läden, ich solle mir mal was einfallen lassen. Meine Einwände, daß ich keine Ahnung hätte, was ich dort suchen solle und, daß dort das absolute Weihnachtschaos herrsche, da ich ja nur noch ein oder zwei Samstage zur Verfügung hätte, akzeptierte sie nicht und beendete das Gespräch wie üblich (ging einfach weg, machte etwas anderes, oder verschwand aus der Wohnung).
Am Weihnachtstag (es war dann ja doch die befürchtete Pflichtveranstaltung), ich hatte mit Lee-Lou den Baum aufgestellt und geschmückt, wir hatten auch viel Spaß dabei gehabt (wie fast immer, wenn Frau Schulze nicht da war), wurden die Geschenke im Wohnzimmer ausgepackt. Lee-Lou freute sich und ich tat alles, um ihr dabei behilflich zu sein. lch sagte ihr auch mehrfach, daß ich gar kein Geschenk für die Mama hätte, daß mir das sehr leid täte und daß ich aber der Mama etwas schenken würde, wenn ich wüsste was. Das hätte ich auch getan, allein schon um vor Lee-Lou glaubwürdig zu bleiben, aber nicht nur deswegen. Frau Schulze sagte aber nichts dazu (wie ich im nachhinein meine in boshafter Absicht, um mich vor dem Kind unglaubwürdig zu machen). Dabei hatte ich ihr im Laufe des Jahres einige Geschenke gemacht und ihr auch sonst immer gezeigt, daß sie mir viel bedeutete und mich für sie eingesetzt. Unter anderem hatte ich ihr eine DVD ihrer Lieblingsband, Red Hot Chilli Peppers, geschenkt, für die sie sich nicht einmal bedankt hatte, die sie auch nicht mit mir zusammen anschauen wollte und die sie offensichtlich sehr gering schätzte, wohl weil ich sie ihr geschenkt hatte. Dann also kam mein "Weihnachtsgeschenk" an die Reihe. lch packte es aus und es waren nicht die gewünschten Socken, sondern ein sehr rares CDplusDVD-Set, das ich mir schon lange wünschte und zu besorgen versucht hatte, was mir aber bis dahin nicht gelungen war. Obwohl mir die Situation natürlich äußerst peinlich war, freute ich mich sehr und zeigte dies auch deutlich und ausgiebigst, besonders Frau Schulze gegenüber, was gar nicht so einfach war, wie wohl verständlich ist (normalerweise hätte ich sie in den Arm genommen und geküsst, was nach dem 24,11.2006 aber logischerweise nicht mehr möglich war). Sie grinste nur höhnisch. Später,  als Lee-Lou im Bett war, versuchte ich ihr noch einmal klarzumachen, daß ich ihr sehr dankbar dafür sei, wie peinlich mir die Sache andererseits wäre und, daß ich ihr etwas dafür zurück schenken wolle, was immer das auch sei (allein schon wegen Lee-Lou) und,daß sie endlich sagen solle was sie haben möchte. Sie wurde
daraufhin beleidigend und pöbelte mich an: ,,Du Schwein, hättest Dich wenigstens mal dafür bedanken können, nicht mal das kannst du......", und ähnliches mehr. Daß ich mich sogar 2 mal bei ihr bedankt hatte und, daß sie es war, die diese Situation durcheinander gebracht hatte, nahm sie offensichtlich überhaupt nicht wahr. Nachdem ich einen Moment versucht hatte sie zuberuhigen, da ich befürchtete, daß sie wieder durchdrehte, ließ ich sie lieber allein und ging ins Bett. lch überlegte noch ungefähr 2 Tage lang, ob und wenn ja, wie ich dieses neue Problem mit ihr lösen könne, kam aber noch nicht einmal zu einem möglichen Ansatz, da ihr Verhalten in diesem Fall einfach zu bizarr und unlogisch war. Dann warf ich dieses "Geschenk" einfach auf ihre Matratze im Wohnzimmer, auf der sie seit dem 26.11.2006 nächtigte ( ich hatte ihr zwar das Schlafzimmer angeboten, nicht zuletzt damit ich in den immer schlafloseren Nächten wenigstens Fernsehen schauen könnte ohne wen zu stören, sie hatte das aber abgelehnt. Dieses sogenannte Geschenk, war weder ein Geschenk, noch kam es von Herzen, sondern es war lediglich ein lnstrument des Terrors und diente keinem anderen Zweck, als Unfrieden zu verbreiten (wenn ich ihr egal gewesen wäre, wie sie ja vorher behauptet hatte, hätte sie wohl kaum so einen Aufwand getrieben, nur um ihre Launen ausleben zu können)."

Nun, lieber Leser, vermutlich kannst Du die sehr geschickt aufgebaute Zwickmühle erkennen, oder?
Egal wie ich zu reagieren versucht hätte, es wäre bestenfalls sinnlos gewesen.
Normalerweise hätte ich nie in so eine Situation geraten können, da ich eine dermaßen antipathisch agierende Partnerin längst verlassen hätte. Aber das war nicht möglich, denn da war ja Lee-Lou und es wurde immer unübersehbarer, daß sie mich dringender brauchte denn je.


"Übrigens nächtigte sie seit dem 24.11.2006 mindestens alle 3 Tage im Kinderzimmer, obwohl sie das ja als Missbrauch bezeichnet hatte und nahm Lee-Lou dabei auch oft mit ins Futonbett, was sie sicherlich damit begründen wird, daß dies notwendig war, um Lee-Lou vor mir zu schützen."


Und ansonsten holte sie Lee-Lou fast jede Nacht aus ihrem Bett und nahm sie mit auf ihre Matratze.
Den vorher bei uns geltenden Grundsatz "Gespielt wird zusammen, geschlafen wird allein ( bis auf seltene Ausnahmen )" beachtete sie gar nicht mehr.